Horror, Grusel und schauriges Zeug

Nyx-Adreena

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Ich habe gestern mit Mike Flanagans Midnight Mass angefangen, einer Serie auf Netflix. Flanagan schätze ich ja sehr wegen seiner Haunted House-Geschichten (ebenfalls auf Netflix) und ihrer fein gruseligen Stimmung und seine neue Serie schlägt in eine ähnliche, aber dann auch wieder etwas andere, Kerbe.

Es geht um eine abgelegene amerikanische Insel, die von der Fischerei lebt, welche aber dadurch eingeschränkt wurde, dass es eine Ölpest gab, die die Bestände deziminiert hat. So sind nur noch weniger als 200 Bewohner auf der Insel geblieben. Die Atmosphäre ist großartig. Die etwas runtergekommen wirkenden Häuser, die ständig der salzigen Seeluft ausgesetzt sind, die Bewohner und ihre Hintergrundgeschichten, die Stimmung in der Nacht, wenn trockenes Holz knarzt oder am Tag, wenn die Möwen kreischen, weil sie sich über die Kadaver hunderter mysteriös verendeter Katzen hermachen...das hat schon was. ;)
Die Serie dreht sich unter anderem darum, dass ein neuer Priester auf die Insel kommt, dessen langjähriger Vorgänger auf dem Festland ist (was teilweise etwas ominös klingt) und plötzlich wundersame Dinge geschehen. Ich bin erst bei der zweiten Folge und der Aufbau ist recht gemächlich, so dass ich noch nicht absehen kann, worauf das hinaus läuft, aber auf jeden Fall ist eine Wesenheit auf der Insel, die nun in drei Szenen schemenhaft mit leuchtenden Augen in Erscheinung trat. Da ich ein großes Faible für den Mothman habe, der schon in meiner Jugend für Gruselstimmung beim Zelten sorgte, ist das genau meins. :)

Sehr angenehmer Grusel in einem (wie ich finde) tollen Setting.

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Den Trailer selbst habe ich noch nicht geschaut, weil ich Sorge vor zu viel Spoilern habe. ;)

Und hier noch die Zeichnung, die Augenzeugen vom Mothman machten und die mir und meinen Freunden früher eine etwas unruhige Nacht im Freien bescherte. :-D
Und ich bin zwar mittlerweile deutlich älter, aber wenn ich hier aus dem Fenster in die stille Schwärze schaue, die der Wald bei uns in der Gegend ist, gruselt es mich immer noch etwas, auch wenn das Vieh vielleicht nur eine große Eule war. (die leben hier auch und machen Geräusche in der Nacht :B )


Mothman.jpg
 

Nyx-Adreena

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Hört sich interessant an und erinnert ein wenig an Lovecrafts Innsmouth... Kommt auf meine Liste!

Für Mothman habe ich auch was übrig. Das alljährliche Mothman-Festival wäre tatsächlich ein Grund für mich, irgendwann mal Urlaub in den USA zu machen ;)
Geht mir ähnlich. :)

Hab mir gerade, nachdem ich die dritte Folge jetzt geschaut habe, doch mal den Trailer angeschaut. Da kommt das Vieh ja sogar drin vor. :)
 

Neawoulf

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Ich habe gestern mit Mike Flanagans Midnight Mass angefangen, einer Serie auf Netflix. Flanagan schätze ich ja sehr wegen seiner Haunted House-Geschichten (ebenfalls auf Netflix) und ihrer fein gruseligen Stimmung und seine neue Serie schlägt in eine ähnliche, aber dann auch wieder etwas andere, Kerbe.
Klingt interessant. Kommt definitiv mal auf meine To-do-Liste, da ich nächsten Monat ohnehin vorhabe, meinen Netflix Account zu reanimieren.
 

Nyx-Adreena

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Klingt interessant. Kommt definitiv mal auf meine To-do-Liste, da ich nächsten Monat ohnehin vorhabe, meinen Netflix Account zu reanimieren.
Ich bin jetzt mit Folge 5 durch und mag das Setting immer noch sehr gerne. Da wurde ein eher konventionelles Horrorthema genommen und anders interpretiert. Bin gespannt, wie es aufgelöst wird.
Die Serie setzt auf Atmosphäre, aber hat gut platzierte Schreckmomente.
Ich mag aber auch diese unterschwellig immer etwas unheimliche „Religionsgeschichte in abgelegener Gemeinschaft“-Thematik.
 
TE
arrgh84

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Hier ein weiterer Künstler, der sich dem Horrenden verschrieben hat. Der gute Mann mit dem Künstlernamen "Skinner" scheint definitiv ein großer Freund des Surrealen und des Psychedelischen zu sein, was mich definitiv zu begeistern weiß. Hier ein paar Beispiele:

Chimera.jpg
Night-Child.jpg
Battle-Out-of-Time.jpg
Great-Satan.jpg

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TE
arrgh84

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Die Atmosphäre ist großartig. Die etwas runtergekommen wirkenden Häuser, die ständig der salzigen Seeluft ausgesetzt sind, die Bewohner und ihre Hintergrundgeschichten, die Stimmung in der Nacht, wenn trockenes Holz knarzt oder am Tag, wenn die Möwen kreischen, weil sie sich über die Kadaver hunderter mysteriös verendeter Katzen hermachen...das hat schon was. ;)
Habe nun ebenso die erste Folge von Midnight Mass gesehen und mich sogleich in die so schön von dir beschriebene Atmosphäre verliebt. Wunderbar. :X Bin gespannt, wie sich das weiterentwickeln wird!
 

Nyx-Adreena

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Habe nun ebenso die erste Folge von Midnight Mass gesehen und mich sogleich in die so schön von dir beschriebene Atmosphäre verliebt. Wunderbar. :X Bin gespannt, wie sich das weiterentwickeln wird!
Bin gespannt, wie sie dir im Verlauf gefällt. :)
In meinem Freundeskreis war man am Ende geteilter Meinung.
 

Chemenu

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Hab nun auch mit Midnight Mass begonnen. Gefällt mir sehr gut bisher (3 Folgen). :top:
 

Neawoulf

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Eigentlich wollte ich ja erst meinen Disneykram zuende bringen, aber ich war jetzt doch mal neugierig und hab auch mit Midnight Mass angefangen und innerhalb von zwei Tagen die ersten fünf Folgen gesehen und, alter Falter... richtig, richtig gut!

Was Mike Flanagan (ich muss mir den Namen unbedingt mal merken) da wieder rausgehauen hat, ist für mich nach wie vor kein klassischer Horror. Das waren auch The Haunting of Hill House und The Haunting of Bly Manor nicht, da nie wirklich der pure und ungeschminkte Horroraspekt im Vordergrund steht, sondern immer die Charaktere und deren Beziehungen und Geschichten.

Aber gerade das macht seine Serien irgendwie aus und ich liebe diesen in diesem Fall evtl. nicht 100%ig realistischen, sondern leicht romantisch verträumten Dialogstil. Eigentlich sind das oft nicht einmal Dialoge, sondern eher ein Austausch von Monologen, aber der Stil funktioniert unglaublich gut, um die Atmosphäre zu transportieren.

Morgen, evtl. übermorgen wird das auf jeden Fall mal zuende geguckt. Danke nochmal für den Tipp. Da mein Netflix Account ne Weile inaktiv war, hätte ich die Serie fast übersehen.
 

Nyx-Adreena

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Eigentlich wollte ich ja erst meinen Disneykram zuende bringen, aber ich war jetzt doch mal neugierig und hab auch mit Midnight Mass angefangen und innerhalb von zwei Tagen die ersten fünf Folgen gesehen und, alter Falter... richtig, richtig gut!

Was Mike Flanagan (ich muss mir den Namen unbedingt mal merken) da wieder rausgehauen hat, ist für mich nach wie vor kein klassischer Horror. Das waren auch The Haunting of Hill House und The Haunting of Bly Manor nicht, da nie wirklich der pure und ungeschminkte Horroraspekt im Vordergrund steht, sondern immer die Charaktere und deren Beziehungen und Geschichten.

Aber gerade das macht seine Serien irgendwie aus und ich liebe diesen in diesem Fall evtl. nicht 100%ig realistischen, sondern leicht romantisch verträumten Dialogstil. Eigentlich sind das oft nicht einmal Dialoge, sondern eher ein Austausch von Monologen, aber der Stil funktioniert unglaublich gut, um die Atmosphäre zu transportieren.

Morgen, evtl. übermorgen wird das auf jeden Fall mal zuende geguckt. Danke nochmal für den Tipp. Da mein Netflix Account ne Weile inaktiv war, hätte ich die Serie fast übersehen.
Das freut mich!

Ja, Flanagan lässt seine Charaktere gerne reden, das muss man also mögen. Ich mag es. ;)
Midnight Mass ist auch sein eigenes Ding. Sonst verfilmt er ja gerne mal King oder andere Autoren.

Mich hat es im Gegensatz zu jemandem aus meinem Freundeskreis auch gar nicht gestört, welches bekannte Horrorthema in der Serie verwendet wird. Durch die Verknüpfung mit diesen religiösen Themen passte das für mich ganz gut.

Ich habe übrigens richtig Lust auf Herbst. Die perfekte Horrorsaison. :)
 

Neawoulf

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Mich hat es im Gegensatz zu jemandem aus meinem Freundeskreis auch gar nicht gestört, welches bekannte Horrorthema in der Serie verwendet wird.
Eben da kommt für mich, neben den wirklich gut geschriebenen Dialogen (vor allem zwischen Riley & Erin bzw. Riley & Father Paul), eine der Qualitäten der Serie ins Spiel: Man nimmt ein typisches Horrorthema, reißt fast alle Genre-Klischees raus und erzählt das Ganze auf eine völlig andere Weise neu.

Im Grunde hat man das ja auch schon bei Hill House und Bly Manor so gemacht. Aber hier fällt es mir irgendwie besonders deutlich ins Auge. Ich hoffe, die Serie wird generell gut aufgenommen und man lässt Mike Flanagan auch in Zukunft viel künstlerische Freiheit.
 

LesterPG

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Hab gerade die News gelesen das man Hellraiser als Serie rebooten will und Clive Barker wohl mit an Board ist.
Bin gespannt, vor allem wegen dem Pinheadersatz, eine Frau ist etwas ungewöhnlich aber für die heutige Zeit erwartbar und generell nicht unbedingt schlecht im Francise.

Starke Frauen hatten wir da ja schon mehrfach, auf Cenobidenseite aber eher als Nebenfiguren (Deepthroat, Dreamer & Angelique sowie einige andere).

 
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TE
arrgh84

arrgh84

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So, habe nun alle Folgen von Midnight Mass gesehen. Hat mir sehr gut gefallen! Die Stimmung, die Landschaftsbilder, die Charaktere... alles wunderbar inszeniert. Dass die Protagonisten sich teilweise recht lange miteinander unterhalten, habe ich ebenso positiv aufgenommen, auch wenn es teilweise, wie @Neawoulf bereits erwähnt hat, einem Austausch von Monologen gleichkommt.

Zum Ende:

Da weiß ich noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Das drastische Ende hat mir einerseits gut gefallen, weil die Geschichte somit einen starken Gesamteindruck hinterlässt. Auf der anderen Seite fühlt es sich aber irgendwie nicht wirklich rund an, zumal alle Charakterentwicklungen ins Nichts verlaufen... da denke ich vor allem an Riley. Herrgott, warum musste er sterben??!!

Auch hätte ich mir mehr Informationen hinsichtlich des "Engels" gewünscht. Er bleibt letztlich eine bloße Schablone, was allerdings auch etwas für sich hat. Eine Schablone, die aber fantastisch in Szene gesetzt wurde. Ich denke da vor allem an folgende Situation:

mass.JPG

Großartig! Für mich die stärkste Szene der gesamten Serie.

"Gestört" hat mich dann aber doch, dass man es hinsichtlich seines Fortlebens wiederum bei einer bloßen Andeutung belassen hat. Dadurch hat sich die Erzählung für mich einfach nicht abgeschlossen angefühlt.

Die Einbindung des Vampirmotives fand ich in diesem Kontext allerdings sehr gelungen, gerade in Verbindung mit dem Ostergedanken der Auferstehung und Verwandlung. Das hat man sich sehr schön ausgedacht und überzeugend dargestellt!

Definitiv eine grandiose Serie, die vor allem durch das Verflechten von religiösen und tiefgehenden Themen mit interessanten Charakteren hervorsticht! Danke nochmals für den Tipp ;):top:
 
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Nyx-Adreena

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So, habe nun alle Folgen von Midnight Mass gesehen. Hat mir sehr gut gefallen! Die Stimmung, die Landschaftsbilder, die Charaktere... alles wunderbar inszeniert. Dass die Protagonisten sich teilweise recht lange miteinander unterhalten, habe ich ebenso positiv aufgenommen, auch wenn es teilweise, wie @Neawoulf bereits erwähnt hat, einem Austausch von Monologen gleichkommt.

Zum Ende:

Da weiß ich noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Das drastische Ende hat mir einerseits gut gefallen, weil die Geschichte somit einen starken Gesamteindruck hinterlässt. Auf der anderen Seite fühlt es sich aber irgendwie nicht wirklich rund an, zumal alle Charakterentwicklungen ins Nichts verlaufen... da denke ich vor allem an Riley. Herrgott, warum musste er sterben??!!

Auch hätte ich mir mehr Informationen hinsichtlich des "Engels" gewünscht. Er bleibt letztlich eine bloße Schablone, was allerdings auch etwas für sich hat. Eine Schablone, die aber fantastisch in Szene gesetzt wurde. Ich denke da vor allem an folgende Situation:

Anhang anzeigen 21731

Großartig! Für mich die stärkste Szene der gesamten Serie.

"Gestört" hat mich dann aber doch, dass man es hinsichtlich seines Fortlebens wiederum bei einer bloßen Andeutung belassen hat. Dadurch hat sich die Erzählung für mich einfach nicht abgeschlossen angefühlt.

Die Einbindung des Vampirmotives fand ich in diesem Kontext allerdings sehr gelungen, gerade in Verbindung mit dem Ostergedanken der Auferstehung und Verwandlung. Das hat man sich sehr schön ausgedacht und überzeugend dargestellt!

Definitiv eine grandiose Serie, die vor allem durch das Verflechten von religiösen und tiefgehenden Themen mit interessanten Charakteren hervorsticht! Danke nochmals für den Tipp ;):top:

Zum Ende:

Ja, sehr kompromisslos, aber ich mochte es. Wie der Gesang plötzlich verstummt und klar ist, dass es nur zwei Überlebende gibt…das war schon eine heftige Szene. Auch Rileys zweiter Tod auf den Boot und die Schreie während des Abspanns waren bitter.

Hill House hatte auch so tief traurige Momente.

Die Szene in der Höhle fand ich irgendwie auch super. Wie der sterbende Paul betet, sein „Engel“ zu verstehen scheint und ihn nährt. Hatte was für sich. :)
 

Neawoulf

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Ich bin dann auch mal durch mit Midnight Mass. Tolle Serie mit einem sehr coolen Erzählstil und -tempo. Ich will nicht sagen, dass Mightnis Mass die bisher beste Serie von Flanagan ist, aber zumindest hat sie mir am besten gefallen. Auf Platz 2 steht Hill House, auf Platz 3 Bly Manor. Wobei das nicht heißen soll, dass mir die anderen beiden Serien nicht gefallen haben, im Gegenteil. Das ist ne Rangliste auf sehr hohem Niveau.

Zur Story, Ende eingeschlossen:

Mir das Ende gut gefallen so. In den letzten beiden Folgen stieg das Tempo zwar enorm an im Vergleich zu den ersten Folgen, aber es passte auch zur Story. Dass fast alle Protagonisten sterben mussten ist tragisch, aber angesichts der Situation auch irgendwie passend, auch wenn viel Zeit in deren Entwicklung gesteckt wurde.

Aber so ist leider auch das echte Leben: Alles baut sich auf, entwickelt sich, es wird viel Zeit und Arbeit investiert und dann passiert etwas und plötzlich ist alles vorbei. So gesehen ist das Ende auf ziemlich unangenehme Weise realistisch, auch wenn die Handlungsgrundlage natürlich nicht viel mit der Realität zutun haben.

Das Einzige, was mich ein wenig gewundert hat: Die Serie spielt in der heutigen Zeit (der Sheriff hat erwähnt, dass er als die Türme fielen, ca. 20 Jahre alt war) und trotzdem hat nie jemand auch nur einmal das Wort Vampir in den Mund genommen. Zumindest bei einigen Leuten hätte da doch in den letzten beiden Folgen ein Glöckchen klingeln müssen. Aber ich schätze die Macher der Serie haben das Wort ganz bewusst vermieden, was okay ist.

Alles in allem eine kurze, intensive und sehr effektreiche Serie, auch wenn hier die Effekte hier nicht aus CGI-Szenen, Jumpscares, schnellen Schnitten und Wackelkamera bestehen, sondern aus Ruhe/Langsamkeit und fesselden Dialogen und einprägsamen Bildern mit passender Klanguntermalung. Definitiv eine Art von Effektreichtum, der mir sehr viel mehr zusagt, als die CGI/Action Variante.

*edit* Und ich bin gerad echt froh, dass ich mir den Trailer nicht vorher angeguckt habe. Hab den gerade zum ersten Mal gesehen und da sind doch reichlich Spoiler drin.
 
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