Er meinte eher folgendes: Von den GTA Spielen die es gibt, sind die Teile vor Vice City vom Endgame her sowie schlecht. VC, SA, IV und V sind dann die die übrig bleiben. Von denen bietet seiner Meinung nach GTA V das schlechteste Endgame.
Meiner Meinung nach hatte SA das beste Endgame. Kann aber auch daran liegen, dass ich damals natürlich deutlich jünger war und das erste Mal eine so riesige Welt hatte. Was SA allen voraus hatte: 2 Naturzonen und 3 Städte, welche alle vollkommen unterschiedlich waren. Das könnte nun mit einem potenziellen SP DLC wiederkehren.
Was auch Blödsinn ist weil GTA 3 (das erste "3D"-GTA wenn man so will) war schon für damalige Verhältnisse genial. Und die Vorgänger aus der Vogelperspektive sind eh so ein Ding für sich und Legenden (allein schon wenn ich an GTA London denke).
Wenn er so denkt kann er nicht allzu alt sein, weil er dann die Historie von GTA nicht wirklich miterlebt hat und demzufolge keine ernsthaft korrekte Einordnung noch Bewertung vornehmen kann.
PS: Bislang ist für mich auch eher GTA IV der "schlechteste" Teil (wobei schlecht jetzt bitte nicht wortwortlich gemeint ist sondern in Relation zu den anderen Teilen zu sehen ist) gefolgt von San Andreas. Weil dieser "Zwang" zur NPC-Belustigung (um es einmal so zu formulieren) und das kurz vor oder gar bei der Fahrt zu einer Mission ging mir da echt auf die Nüsse. Bis hin daß der Cousin so extrem grenzdebil war, daß man den dauernd aus der Sch.... ziehen mußte. Oder man fährt zu einer Mission und der Cousin nervt mit einem Anruf. Man fährt hin und der Kerl will nur bowlen gehen. Oder man muß den unbedingt aus der Sch... ziehen.
Auf die Spitze getrieben hatte das aber vorab bereits San Andreas (mit den zig Freundinnen und deren Laune-Level, der quasi gefühlt sekündlich gesunken ist wenn man nicht gerade mit der unterwegs war) aber so richtig vorwärts gebracht hat der Kontakt einen aber auch nicht. Aber das Setting hat da vieles herausgeholt. Dieses Ghetto-Szenario mit den Gangs fand ich durchaus gut gelöst.
Ich spiele ja aktuell mal wieder GTA V (PC) ab 0 mit dem Ziel das Game endlich mal im SP durchzuziehen und mich nicht durch andere (SP-Games) davon ablenken zu lassen um dann festzustellen, daß man "raus" ist und trotz 30 oder 50% Fortschritt wieder bei 0 beginnen sollte. GTA Online interessiert mich eh nicht die Bohne und das lasse ich links liegen. Aber was ich aber an GTA V (neben dem Onlinepart der mich absolut nicht interessiert) in Vergleich zu den früheren GTA-Teilen eher suboptimal empfinde ist das agieren mit 3/4 Figuren als Protagonisten (wenn man die Spielszenen aus Hundesicht mit einrechnet). Dazu noch das nervige aufdrängen wollen der IChappy App oder wie der Mist heißt den ich eh nicht aufs Handy spiele. Dieser Social Media Rotz kommt in immer mehr Spielen rein und ungefragt. Dazu überfrachtet einen das Spiel mit Nebenbeschäftigungen, daß man nicht mehr weiß was man denn machen soll. Fahrrad fahren ? Tennis spielen ? Fallschirm springen ? Ins Fitnesstudio gehen ? Hubschrauber/Flugzeug fliegen ? Autorennen fahren ? Im Stripclub abhängen ? Den Friseur einen Besuch abstatten ? Den Seelenklempner ? Im Zeppelin durch die Gegend fliegen ? Größtenteils alles ohne signifikante Auswirkungen aber halt da um da zu sein. Gut, das war ja schon seit Zeiten von San Andreas das Markenzeichen der Reihe. Und da will ich mich auch nicht wirklich beschweren, weil es teils auch wirklich Spaß macht. Aber am Anfang hat man da echt etwas Streß hier eine Wichtung zu finden. Fehlt nur noch der Eßzwang wie in San Andreas. Aber die massige Zahl der optional möglichen Dinge erreicht irgendwann mal einen Peak wo die Auswahl von Hobbys/Nebensachen ohne Auftragsbezug zu haben zu einer Belastung wird.
Aber zurück zu dem grundlegenden System in GTA V mit den mehreren spielbaren Charakteren: Das reißt einen stellenweise aus der Immersion. Man hat Lust mit Michael weiter zu zocken und auf einmal springt man zwangsweise zu Frank (in der Mission Juwelenraub z.B.). Oder man ist gezwungen zu einem anderen Charakter zu wechseln, weil die Mission für Michael nicht vorgesehen ist.
Außerdem gibt es durchaus Charaktere denen ich wenn ich sie spielen muß nicht so viel abgewinnen kann (auch wenn deren Charakterzeichnungen für sich gesehen (Rockstartypisch) grandios gelungen sind, wie z.B. der psychotische Trevor). Mir z.B. würde ein GTA V was rein auf Michael als Protagonist aufbaut (und die anderen beiden als reine Buddys/NPC) besser gefallen als der aktuelle Status Quo. Was die Musiksender betrifft hatte man bei GTA früher auch schon mal ein besseres Händchen. Die Mixtur ist nicht schlecht. Mir fehlt aber z.B. ein richtiger 80er Jahre (Retro)-Sender in der Liste. Oder gibt es da zu große Lizenzprobleme mit den AAA-Größen der Ära??
Aber zurück zu GTA IV: Das versuchte Ernsthafte hat viel Schrammen/Kratzerchen bei mir am GTA-Mythos hinterlassen. So gut die Story um Nico Bellic und Co. auch war. Mir fehlte das etwas abgedrehtere der Vor-Teile. Kauf von Häusern, virtueller Millionär. GTA IV war düster und mehr zwanghaft auf "ernsthaft" angelegt was nicht so wirklich zu GTA-Reihe gepaßt hatte. Ohne daß ich von einem GTA als anderes Extrem erwarte daß es zu einem Saints Row mutiert.