Ich sehe genau da den entscheidenden Unterschied (und das meine ich auch mit "organisatorisch"). Verbände organisieren einen Sport, sie sind nicht Verkäufer und geistiger Eigentümer davon. Fußball ist kein Produkt, dass man sich mit einem DFB-Account herunterladen kann, Starcraft hingegen schon (in dem Fall bei Blizzard).
Der Profi-Fußball ist selbstverständlich ein Produkt, und sobald Du das anschaust, bist Du auch zahlender Konsument - sei es per PayTV oder werbefinanziert oder durch die ÖR-Gebühren. Das ist ja eben das, was ich meine. Natürlich sind die Strukturen "anders", aber vom Prinzip her hast du auch beim Sport Firmen, die ein Produkt verkaufen. Es geht ja gar nicht darum, was du brauchst, um den Sport auch selber zu treiben - die wenigsten Zuschauer, die die Spiele anschauen, betreiben die Sportarten auch selber.
Ein weiteres Problem ist die rasche Entwicklung. Die derzeit populären Spiele ändern sich so schnell, die haben in vier Jahren kaum noch was mit der Version zu tun, die heute gespielt wird (wenn es sie überhaupt noch gibt)
das ist ein völlig anderer Punkt. Wobei es aber Spiele gibt, die durchaus 10-12 Jahre gespielt werden, und zB mal angenommen so was wie Counterstrike: dann wäre die e-Sportart eben nicht "CS:GO" sondern "Teambasierte Shooter" mit Unterwettbewerben wie Team-Deathmatch, CTF oder Bombenleger vs. "Polizei", und nach 2 Olympiaden spielt man halt einen anderen Shooter.
Das macht z.B. das Aufzeichnen von Rekorden sinnlos
Es gibt viele Sportarten, bei denen Rekorde keine Rolle spielen. zB bei den Radrennen - da kannst du maximal mal erwähnen, welches Rennen das schnellste jemals war, was den Schnitt angeht. Oder beim Basketball, welcher Spieler den besten Punkteschnitt hatte - aber das ist eher ne nette Info, jedoch völlig irrelevant für die Annalen. Bei solchen Sportarten zählt nur, wer oder welches Land (Team) welchen Rang belegte, mehr nicht.
und auch Medallien kaum miteinander vergleichbar.
wie jetzt "vergleichbar" ? Wozu sollten die vergleichbar sein? ^^ Du meinst, dass Gold vor 12 Jahren bei von den Regeln her anderen Bedingungen erlangt wurden als heute? Das hast du ebenfalls bei mehreren Sportarten, da werden auch die Regeln immer wieder mal angepasst, Spielfeldgrößen ändern sich, oder die Technik verändert sich stark usw.
Das sind eben ganz andere Zeiträume, in denen da gedacht wird. Ich denke die besten Voraussetzungen für eine Sportart brächte ein Spiel mit, wenn es bereits seit längerem feature-stabil ist.
warum denn nicht einfach eine Kategorie wie "Fußball-Simulation" oder "teambasierter Shooter" ? Ob das Spiel nach 8 Jahren sich dann in der Mechanik leicht verändert hat, ist doch egal. Das Grundprinzip bleibt ja trotzdem gleich.
Spielhallenklassiker kämen da noch am ehesten in Frage.
wenn nur eine Handvoll Nerds als Zuschauer erwünscht wären, dann ja...
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