Disney+: Große Probleme beim Start des Streaming-Service

AndreLinken

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sauerlandboy79

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Hjorgar

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Ist doch immer wieder interessant, wie schlecht vorbereitet bzw. geizig (weil sie an der entsprechenden technischen Vorbereitung sparen) die Firmen heutzutage ihre Produkte auf den Markt werfen.
Wenn Indie-Firmen das passiert, kann ich das ja noch halbwegs verstehen aufgrund ihrer begrenzten finanziellen Mittel. Aber Disney oder zuletzt auch Rockstar zählen ja wirklich nicht zu Firmen, die kein finanzielles Polster haben.
Mittlerweile muss man ja tatsächlich erstmal einige Monate warten, damit die ihre Probleme in den Griff bekommen und man als Kunde kein inoffizieller Alpha-Tester ist.
 

IchAG747

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Ist doch immer wieder interessant, wie schlecht vorbereitet bzw. geizig (weil sie an der entsprechenden technischen Vorbereitung sparen) die Firmen heutzutage ihre Produkte auf den Markt werfen.
Wenn Indie-Firmen das passiert, kann ich das ja noch halbwegs verstehen aufgrund ihrer begrenzten finanziellen Mittel. Aber Disney oder zuletzt auch Rockstar zählen ja wirklich nicht zu Firmen, die kein finanzielles Polster haben.
Mittlerweile muss man ja tatsächlich erstmal einige Monate warten, damit die ihre Probleme in den Griff bekommen und man als Kunde kein inoffizieller Alpha-Tester ist.

Nunja ich denke nicht, dass sie aus irgendeinem Geiz was gespart haben. Disney wird sich schon sehr stark mit den möglichen Nutzern zum Star hin befasst haben. Nur war wohl in der Realität aber die Anzahl der Benutzer sehr viel größer, als angenommen und von daher die Hardware noch nicht ausreichend. Im Gegensatz zu einem Publisher würde man bei Disney, eigentlich erst klein Anfangen und dann immer weiter ausbauen, weil es kontinuierlich mehr User werden. Bei Spielen ist das anders, Da sind nur in der ersten Zeit sehr viele Spieler unterwegs, zumindestens bei den meisten Online-Spielen. Danach geht die Userzahl auf lange Sicht zurück, so dass nur Anfangs eine hohe Hardwareanforderung besteht. Das machen die Publisher aber nicht, da sie sich Nutzung im klaren sind und nehmen es ohne weiteres in kauf, dass es Anfangs zu Engpässen kommt. Das wir man auch in Zukunft immer wieder bei den großen Publishern sehen, da bin ich mir sicher. Und wie gesagt, als Streamingdienst geht man doch eher davon aus klein Anzufangen und mit der Zeit größer zu werden und nicht schon richtig groß Anzufangen. Auch nicht Disney
 

devilsreject

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Ich bleib dabei Disney+ wird irgnoriert, einfach weil ich nicht noch nen monatlichen Abo Dienst brauchen kann. Die hätten ihren Kram auch locker auf Maxdome oder Netflix oder meinetwegen Prime platzieren können. Mir geht diese Gewinnmaximierung (wenn gleich auch verständlich) gehörig auf den Sack. Kundenfreundlichkeit sieht anders aus. Aber hey ein typisches amerikanisches Unternehmen halt.
 

Stroopwafel

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Ist doch immer wieder interessant, wie schlecht vorbereitet bzw. geizig (weil sie an der entsprechenden technischen Vorbereitung sparen) die Firmen heutzutage ihre Produkte auf den Markt werfen.
Wenn Indie-Firmen das passiert, kann ich das ja noch halbwegs verstehen aufgrund ihrer begrenzten finanziellen Mittel. Aber Disney oder zuletzt auch Rockstar zählen ja wirklich nicht zu Firmen, die kein finanzielles Polster haben.
Mittlerweile muss man ja tatsächlich erstmal einige Monate warten, damit die ihre Probleme in den Griff bekommen und man als Kunde kein inoffizieller Alpha-Tester ist.

Ich lebe in NL und habe Disney+ seit Start der Betaphase im September. Gestern ging das (restliche) Programm um 12 Uhr mittags live und lief ohne Probleme. Erst als die USA und Kanada am späten Nachmittag hinzukamen, gab es für ca. 1 Stunde Verbindungsschwierigkeiten. Danach lief alles ohne Probleme.

Das ist genauso gut, wenn nicht besser, als der Start jeder Wow Erweiterung. (oder der Ausfall von Skyticket beim Spitzenspiel... :-D)

Vielleicht gab es anderswo länger Probleme. aber ich war mit dem Start recht zufrieden.
 

Y0SHi

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Ich bleib dabei Disney+ wird irgnoriert, einfach weil ich nicht noch nen monatlichen Abo Dienst brauchen kann. Die hätten ihren Kram auch locker auf Maxdome oder Netflix oder meinetwegen Prime platzieren können. Mir geht diese Gewinnmaximierung (wenn gleich auch verständlich) gehörig auf den Sack. Kundenfreundlichkeit sieht anders aus. Aber hey ein typisches amerikanisches Unternehmen halt.

eh nein, warum sollte das disney tun? warner zieht seine inhalte auch schon bei netflix ab.
die machen sich doch nicht von einem einzigen anbieter abhängig. würde ich als unternehmer auch nicht tun.
 

Worrel

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eh nein, warum sollte das disney tun? warner zieht seine inhalte auch schon bei netflix ab.
die machen sich doch nicht von einem einzigen anbieter abhängig. würde ich als unternehmer auch nicht tun.
Du willst uns gerade erzählen, Disney(!) könnte nicht verhandeln, auf mehreren Plattformen erscheinen zu dürfen?
 

devilsreject

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eh nein, warum sollte das disney tun? warner zieht seine inhalte auch schon bei netflix ab.
die machen sich doch nicht von einem einzigen anbieter abhängig. würde ich als unternehmer auch nicht tun.

Naja es ibt nur einen Markt, je mehr Anbieter es gibt desto stärker teilt sich der Markt unter den Anbieter auf, unterm Strich unterliegt man der Auffassung Wettbewerb sorgt für gute Angebote, aber die Realität kennen wir alle nur zu gut, weniger Umsatz bedeutet für die Plattformen weniger Angebote, schlechterer Service. Das es zu einem Allrounder einen Wettbewerber gibt ist ja vollkommen in Ordnung, das aber so langsam jedes Studio seinen eigenen Dienst etablieren will grenzt an Größenwahn.

Wir werden sehen wie sich das ganze noch entwickelt, aber den illegalen Plattformen nimmt man so jedenfalls nicht die Butter vom Brot, und es tut mir leid das sagen so müssen, aber das ist auch gut so. Die illegalen lachen sich doch Krum vor Boniertheit der großen Studios. Das nachsehen hat dann wieder der legale Nutzer der bereit ist für Inhalte zu bezahlen, diese werden dann einfach weniger und Qualitativ Schlechter als vorher zu meist trotzdem steigendem Preisen. Und in 10 Jahren hat wieder keiner kommen sehen das der Streaming Markt vor lauter Diensten zusammen gebrochen ist...
 

Rabowke

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Du willst uns gerade erzählen, Disney(!) könnte nicht verhandeln, auf mehreren Plattformen erscheinen zu dürfen?
... du willst uns gerade erklären das Disney als Mrd.-Konzern seine digitale Markenstrategie nicht selbst wohlüberlegt hat?!

Wenn es die Inhalte von Disney+ auf anderen Plattformen oder gar "FreeTV" geben würde, welches Argument hat man dann den Dienst von Disney+ zu abonnieren? Wissen wir was Disney verdient wenn eine Serie bei RTL ausgestrahlt wird? Wissen wir was Disney verdient wenn sie die Inhalte rein digital anbieten ohne Zwischenhändler bzw. Partner?

Nö ...
 

Rabowke

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[...] Das es zu einem Allrounder einen Wettbewerber gibt ist ja vollkommen in Ordnung, das aber so langsam jedes Studio seinen eigenen Dienst etablieren will grenzt an Größenwahn.
Ich glaube nicht dass das an Größenwahn grenzt, sondern genau da geht die Reise hin ... niemand möchte mehr 20:15 Uhr vor dem Fernseher hocken und irgendwas schauen, mit Werbung und sich darüber aufregen. Jedenfalls nicht die heranwachsende Generation. D.h. Netflix und Co. haben gezeigt wie wahnsinnig groß der Markt ist und damit ist doch klar, dass man hier etwas vom Kuchen ab haben möchte, vor allem wenn das eigentliche Geschäft von Disney+ seit langem schwächelt und hier neue Geschäftsfelder erschlossen werden müssen.
 

sauerlandboy79

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Als Unterhaltungsmedium hat das klassische Fernsehen längst ausgedient. Allein für Nachrichten, Shows und Sender-eigene Produktionen hat es noch eine Existenzberechtigung.
 

Rabowke

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Als Unterhaltungsmedium hat das klassische Fernsehen längst ausgedient. Allein für Nachrichten, Shows und Sender-eigene Produktionen hat es noch eine Existenzberechtigung.
... ehrlich gesagt selbst nicht mal hierfür, könnten doch diese Inhalte auch "frei" zur Verfügung gestellt werden.
 

Loosa

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Nunja ich denke nicht, dass sie aus irgendeinem Geiz was gespart haben. Disney wird sich schon sehr stark mit den möglichen Nutzern zum Star hin befasst haben. Nur war wohl in der Realität aber die Anzahl der Benutzer sehr viel größer, als angenommen und von daher die Hardware noch nicht ausreichend.

Eine Million Neukunden am ersten Tag muss man auch erstmal stemmen. :-D

Wobei sich die Infrastruktur an sich sehr schnell skalieren lässt. Die hosten sicher nicht selber sondern werden auf externe Lösungen setzen. So wie Netflix über Amazon Web Services läuft. Da kann man schnell reagieren. Ok, wie das bei so gewaltigen Filmdaten aussieht kann ich mir nichtmal vorstellen.

Aber mit dem Download der benötigten App hat Disney gar nichts am Hut. Da muss ja dann der jeweilige Play/App Store überlastet gewesen sein. Aber "Disney hat Probleme". :B
 

Rabowke

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Wobei AWS und Azure schon irgendwie ein Groschengrab sind ... kein Wunder, dass sich die Anbieter eigene und größere Serverparks zulegen und diese selbst betreiben.
 

Loosa

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Wobei AWS und Azure schon irgendwie ein Groschengrab sind ... kein Wunder, dass sich die Anbieter eigene und größere Serverparks zulegen und diese selbst betreiben.

Das dreht sich wieder? Den Trend habe ich gar nicht mitbekommen.
Ich hätte gedacht, dass selber machen kaum günstiger geht als bei einem spezialisierten Anbieter. Hmm, ok, Großanbieter wie Netflix werden immer einen gewissen Grundbedarf haben den man selber abdecken kann. Nur für Spitzen dann outsourcen?
 

Rabowke

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In der c't war mal ein ganz interessanter Artikel dazu, wobei es da aber nicht explizit um Streaming ging, sondern um diese skalierbare Infrastruktur und die Kosten, die selbst mit Mengenrabatt und Großabnahmer exorbitant sind und MS sowie auch Google massiv Geld in die Kassen spülen.
 

devilsreject

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Ich glaube nicht dass das an Größenwahn grenzt, sondern genau da geht die Reise hin ... niemand möchte mehr 20:15 Uhr vor dem Fernseher hocken und irgendwas schauen, mit Werbung und sich darüber aufregen. Jedenfalls nicht die heranwachsende Generation. D.h. Netflix und Co. haben gezeigt wie wahnsinnig groß der Markt ist und damit ist doch klar, dass man hier etwas vom Kuchen ab haben möchte, vor allem wenn das eigentliche Geschäft von Disney+ seit langem schwächelt und hier neue Geschäftsfelder erschlossen werden müssen.

Ja ich sehe das ja durchaus genauso, störe mich trotzdem an den aufkommenden Streaming Diensten. Eine Plattform auf der alle Ihr Angebot einstellen können wäre da weitaus interessanter für uns Nutzer. Und auch für die Anbieter der Filme und Serien weil sie selbst nichts in die Technik investieren müssten. Auf so einer Plattform könnten dann die Nutzer entsprechende Channels buchen, aber zu einem Bruchteil der aktuellen Preise eines Streamingdienstes zum Beispiel.

Mal Hand aufs Herz so macht es doch auch keinen Sinn, wenn jeder Dienst so um die 10€ kostet. Was soll man den bitte alles buchen um an Inhalte zu kommen. Also werden einige auf den Konsum verzichten und andere wieder zur illegalen Alternative abwandern. Ich will den Markt ja garnicht ändern oder revolutionieren, dafür fehlt mir schlicht der Sachverstand. Als Konsument aber hat mir der Start seinerzeit von Netflix echt gefallen und jetzt stelle ich fest, das ich rein mit Netflix mein Konsumverhalten garnicht befriediegen könnte. Nun wäre ein zweiter Dienst ja noch ok, aber auch das wird schwierig weil jedes Studio nun seine eigene Suppe kocht. Wie gesagt es geht mir garnicht da drum gegen die Anbieter zu wettern sondern aufzuzeigen, dass der Streaming We für die Konsumenten sehr schierig und letzlich teuer wird.

Edit:
Und ja für sich allein genommen ma Disney+ ja ne tolle Sache sein, als StarWars Fan für mich eigtnlich sowieso. Traurig ist nur das ich jetzt indirekt gezwungen werde den Service zu abonnieren weil ich sonst schlicht nicht legal an das Angebot kommen kann. Das ist doch eigentlich großer Mist. Sicher, irgendwann vielleicht kommt der Inhalt mal auf netflix, prime oder was weiß ich, aber eben nicht zeitnah.
 

Rabowke

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Ich versteh dich schon und auch deine Argumentation aus Verbrauchersicht, aber als Anbieter von Inhalten kann ich auch verstehen wenn man diese ohne Mittelsmann vertreiben möchte. Die Idee mit den buchbaren Kanalen ist gut, aber:

- entgeht dem Anbieter die Provision die er an z.B. Netflix abgeben muss
- das Kanalsystem scheint eher so semi-geil bei den Kunden anzukommen, siehe Amazon Prime

Aber ja ... schlussendlich kann man es auf drei Dinge runterbrechen:

- konsumieren
- verzichten
- raubkopieren

Ich hab im Augenblick Netflix, Prime Video wg. Prime und überlege wg. Disney+, wobei mich die Berichte über die technischen Defizite wie stretch und crop Probleme beim Bildmaterial eher abschrecken im Augenblick.
 

Loosa

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In der c't war mal ein ganz interessanter Artikel dazu, wobei es da aber nicht explizit um Streaming ging, sondern um diese skalierbare Infrastruktur und die Kosten, die selbst mit Mengenrabatt und Großabnahmer exorbitant sind und MS sowie auch Google massiv Geld in die Kassen spülen.

Das ist auch wieder wahr. Nicht ohne Grund ist AWS das einzige Segment mit dem Amazon wirklich Gewinn erwirtschaftet.

Ja ich sehe das ja durchaus genauso, störe mich trotzdem an den aufkommenden Streaming Diensten. Eine Plattform auf der alle Ihr Angebot einstellen können wäre da weitaus interessanter für uns Nutzer.

Man muss nur mal gucken wie die Alternative auf dem US-Heimatmarkt aussieht. Für traditionelles Kabelfernsehen muss man locker $50 bis über $100 im Monat ausgeben. Inklusive massig Werbung. Da kommt man mit 3-4 Streams immer noch sehr günstig weg. Oder wenn ich überlege, was ich über die Jahre für Silberlinge ausgab!

Das mit buchbaren Channels probiert Prime Video schon länger. Finde ich aber wenig ansprechend.
Apple TV+ bündelt im Ansatz schon mehrere Provider (Prime Video, Sky Ticket, Joyn ...). Finde ich nicht übel. Aber die Abos laufen natürlich separat. Und leider fehlt die Option, auszublenden was ich weder habe, noch will.

Vielleicht geht der Trend ja irgendwann wieder Richtung Pakete verschiedener Anbieter. Das würde preislich aber trotzdem deutlich nach oben gehen. Vielleicht mit ein paar Nischenkanälen als Bonus obendrauf.

Ich hab im Augenblick Netflix, Prime Video wg. Prime und überlege wg. Disney+, wobei mich die Berichte über die technischen Defizite wie stretch und crop Probleme beim Bildmaterial eher abschrecken im Augenblick.

Man kann ja auch frei buchen auf was man gerade Bock hat. Ich hab Netflix vor einigen Monaten auslaufen lassen, weil mir die Inhalte ausgingen.
Amazon ist ne Ausnahme, weil das durch Prime eh mitläuft. Dank neuem Smartphone ist Apple TV+ erstmal ein Jahr kostenlos. Und Sky One kann ich mitnutzen, hat aber bis auf Highlights wie Tchernobyl wenig für mich zu bieten und eine fürchterliche App.

In ein paar Monaten werde ich sicher mal wieder bei Netflix reingucken, dann vielleicht mal bei Disney.
 

Wubaron

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Man muss nur mal gucken wie die Alternative auf dem US-Heimatmarkt aussieht. Für traditionelles Kabelfernsehen muss man locker $50 bis über $100 im Monat ausgeben. Inklusive massig Werbung. Da kommt man mit 3-4 Streams immer noch sehr günstig weg.

Dieser Unterschied zum deutschen Markt ist wichtig zu wissen. Bei uns hat die Merheit kein Pay TV. D.h. Jeder zusätzlicher Streamingdienst belastet den Geldbeutel. Der US-Berüger kündigt Kabel und kann das freigewordene Budget dann für Streaming nutzen und kommt, wie du schon schreibst, sogar billiger weg. Und an diesem Budget sind die ganzen Streaminganbieter interessiert bzw. lohnt es sich für jedes Studio einen eigenen Dienst zu machen. Die denke ist bei den Leuten halt "ach, der eine dienst geht noch, bin noch immer billiger als früher mit Pay TV unterwegs"
 

Frullo

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Ich versteh dich schon und auch deine Argumentation aus Verbrauchersicht, aber als Anbieter von Inhalten kann ich auch verstehen wenn man diese ohne Mittelsmann vertreiben möchte.

Einverstanden - aber statt eines Mittelmanns, wie wäre es mit einem gemeinsam geführten Streaming-Dienst?

Die Kosten könnten beispielsweise wie folgt verteilt werden:

- Fixkosten: Jeder Teilnehmer muss von vorneherein einen fixen Jahresbeitrag leisten, um am Dienst teilzunehmen.
- Variable Kosten 1: Je nach Menge der zur Verfügung gestellten Filme, Serien, usw.
- Variable Kosten 2: Je nach benötigter Bandbreite (= effektiv bediente Kundschaft)

Die Einnahmen wiederum könnten ähnlich verteilt werden:
- Fix: Z.B. 10% von den Einnahmen werden gleichmässig auf jeden Teilnehmer aufgeteilt.
- Variabel: Die restlichen 90% werden nach Zuschauerzahlen des jeweiligen Inhaltes aufgeteilt.
 

devilsreject

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Frullo hat es ganz gut beschrieben, so könnte Streaming aufgezäunt werden. Aber Loosa hat es gut beschrieben mit dem amerikanischen Markt, für scheint das unterm Strich wirklich ne interessante Variante zu sein mehrere Streaming Anbieter zu abonieren. Ich würde es wahrscheinlich auch etwas anders sehen wenn meine 17€ Rundfunkgebühr zur freien Verfügung stehen würden, aber egal was ich machen die kommen bei der monatlichen Rechnung eben immer on Top.

Das Problem aber ist wie immer das sich genug Konsumenten finden lassen die alles mögliche abonnieren werden, entsprechend lange wird ein Umdenken der Firmen auf sich warten lassen. Dabei hätten es die Verbraucher in der Hand diese Art des Streamings einfach nicht anzunehmen.
 

Rabowke

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Interessante Idee, wird aber so nicht funktionieren ... wie und wo schaltet man Werbung? Wer wird prominent besetzt in der empfohlenen Übersicht? [...]

Vor allem aber wird es an den "Einschaltquoten" scheitern, denn das ist pures Gold für die Verantwortlichen und sowas wird man niemals nie mit der Konkurrenz teilen, niemals. Weil man damit der Konkurrenz einen guten, wenn nicht sogar sehr guten Eindruck, in die eigenen Geschäfte, cashcows und und und ermöglicht.
 

Loosa

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Davon ab, dass es den Firmen nicht zuallererst um das Wohl der Kunden geht.
Marktmacht ist das Ziel und Vernichtung der Konkurrenz der Traum.

Vielleicht werden sich die Übriggebliebenen irgendwann mal in einem gemeinsamen Projekt zusammenraufen. Oder es wird einen neuen Anbieter geben der es dermaßen genial bündelt, dass man dabei sein muss oder untergeht. Aber das ist nicht mehr als ganz weit entfernte Zukunftsmusik.
 

Frullo

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wie und wo schaltet man Werbung?

Für den Dienst selbst? Beteiligen sich alle Anbieter im gleichen Rahmen. Für einzelne Inhalte? Das ist wiederum jedem Anbieter selbst überlassen.

Wer wird prominent besetzt in der empfohlenen Übersicht?

Einerseits wieder in Form variabler Kosten (wer mehr bezahlt, kommt in der Liste zuerst), andererseits aber auch nach Popularität und zu guter Letzt nach personalisierten Algorithmen: Was hat ein Abonnent geschaut? Was haben andere Abonnenten geschaut, was der erste Abonnent geschaut hat, usw...

Vor allem aber wird es an den "Einschaltquoten" scheitern, denn das ist pures Gold für die Verantwortlichen und sowas wird man niemals nie mit der Konkurrenz teilen, niemals. Weil man damit der Konkurrenz einen guten, wenn nicht sogar sehr guten Eindruck, in die eigenen Geschäfte, cashcows und und und ermöglicht.

Daran könnte es tatsächlich scheitern ja - wobei Einschaltquoten bzw. Zuschaueranteilzahlen bereits heute beim Free-TV erhältlich sind. Daher sehe ich es jetzt weniger als "unüberwindbares" Hindernis. Vielmehr scheitert es meines Erachtens an der fehlenden Bereitschaft zur Kooperation mit eigentlichen Konkurrenten. Schon befristete Kooperationen (s. Spiderman, Sony/Disney) gestalten sich schwierig, da dürfte längerfristige Zusammenarbeit noch viel... zäher zu bewerkstelligen sein.
 

Worrel

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... du willst uns gerade erklären das Disney als Mrd.-Konzern seine digitale Markenstrategie nicht selbst wohlüberlegt hat?!

Wenn es die Inhalte von Disney+ auf anderen Plattformen oder gar "FreeTV" geben würde, welches Argument hat man dann den Dienst von Disney+ zu abonnieren?

Es ging um die Aussage "die machen sich doch nicht von einem einzigen anbieter abhängig. würde ich als unternehmer auch nicht tun."
... und DAS ist ja wohl wirklich nicht der Grund für Disney+, sondern eben eher das, was du ja selbst sehr schön dargelegt hast.
 
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