Blizzards Niedergang | Wie sich eine Firma in wenigen Jahren selbst zerlegt

xaan

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aha. inwiefern mache ich mir denn irgendwas "zu einfach"?

Du berücksichtigst ausschließlich das Verhältnis Bewerber-Arbeitgeber. Aber das steht ja nicht in einem Vakuum.

-wie attraktiv ist der Beruf generell?
-wie viele Frauen interessieren sich für Spiele? - Und zwar so sehr, dass sie auch einen eher unattraktiven Beruf ausüben würden?
-wie müssten Spiele sich ändern um bei viel mehr Frauen Interesse zu wecken? Sowohl für Spiele als auch für eventuelle Berufe im Spielejournalismus? Und was kann PCGames da überhaupt zu beitragen?

Nichts davon spielt in deinem Argument eine Rolle. Du stellst es so dar als sei der einzige Faktor die Frage, wie attraktiv der Arbeitgeber sich für Frauen darstellen kann. Und genau das ist eben zu einfach.

Wie schon oben erwähnt ist es mir recht Wumpe innerhalb besagten Grenzen.
Dieses "als Whatabaoutism" abzutun allerdings finde ich reichlich bequem um unsanftes Fahrwasser nicht zu befahren. :|

Ohnehin finde ich es aber auch recht fragwürdig von Oben herab auf andere Länder mit anderen "Sitten und Gebräuchen" und anderen Gesetzen sowie Geflogenheiten zu urteilen und dabei unsere gängigen Maßstäbe anzusetzen.

Gute güte, hörst du dir eigentlich selbst zu? Bräuche, Gepflogenheiten und Sitten? Wenn das in den USA nicht genauso verpöhnt wäre wie hier bei uns, dann gäbe es jetzt weder diese Klage durch einen Budesstaat, noch den Shitstorm, noch die Entlasungen/Zurücktretungen.

Und es bleibt einfach so: in einem Beitrag über die Zustände bei Blizzard - worüber der Spielejournalismus nicht nicht berichten kann - abzulenken auf aus der Luft gegriffen unterstellte Zustände beim Arbeitgeber des Autors ist ganz absichtliches derailing.
 
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Bonkic

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Nichts davon spielt in deinem Argument eine Rolle. Du stellst es so dar als sei der einzige Faktor die Frage, wie attraktiv der Arbeitgeber sich für Frauen darstellen kann. Und genau das ist eben zu einfach.

nun ja, ich rede hier nunmal (nur) mit einem potentiellen arbeitgeber bzw dessen vertreter(n).

natürlich wird es noch andere aspekte geben. ich behaupte ja auch gar nicht, dass ich die wirklichen gründe für einen geringen frauenanteil tatsächlich kennen würde. ich mutmaße nur. das kam doch einigermaßen deutlich rüber in meinen beiträgen, denke ich. falls nicht, dann gerne noch mal: ich weiß nicht, woran es liegt, dass sich offenbar extrem wenige frauen bei computec bewerben. ich kann mir lediglich vorstellen, dass die vorgeschlagenen maßnahmen jedenfalls diesbezüglich etwas ändern könnten. einen versuch wäre es meiner meinung nach durchaus wert. im übrigen gehts da ja nicht mal nur, um frauenrechte. ich bin weißgott kein vorreiter- oder gar -kämpfer bei dem thema: es scheint ja so zu sein, dass ein höherer frauenanteil, wiederum aus diversen gründen und vermutlich auch nicht immer, in sachen wirtschaftlichkeit auszahlt.

was mir bei der sache ein- bzw auffällt: computec, oder zumindest pcgames, hatte ja in der vergangenheit durchaus auch mehrere weibliche praktikanten, wenn ich mich recht entsinne. übrig davon ist (fast?) keine. schon gar nicht darauffolgend als redakteurin oder auch "nur" freie mitarbeiterin. bei den männern sieht das zumindest gefühlt anders aus. und der blick auf die teamseite scheint diesen eindruck zu erhärten. paula sprödefeld ist offenbar auch gegangen. vielleicht täuscht der eindruck aber auch, ich hab jetzt ja keine statistische erhebung durchgeführt. und nochmal: das muss auch alles gar nix zu sagen haben. wenn aber in diversen kolumnen mehr diversität in der branche gefordert wird, dann dürfte es wohl auch erlaubt sein, auch hier mal einen genaueren blick draufzuwerfen.

das hat nix mit anprangern zu tun und ist in meinen augen auch kein whataboutismus. nichts liegt mir ferner, als von den missständen und skandalen bei blizzard und co. abzulenken.

es wäre natürlich schön, wenn sich auch mal frauen zu dem thema äußern würden. nur gibts dir auch in der community ja fast nicht. sorry nyx. :-D
 

xaan

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es wäre natürlich schön, wenn sich auch mal frauen zu dem thema äußern würden. nur gibts dir auch in der community ja fast nicht. sorry nyx. :-D
Was im Grunde nur die These stützt, dass die Ursache für das Problem nicht wirklich beim Arbeitgeber PCGames/Computec liegt. Damit können wir diese Ablenkung vom eigentlichen Thema dann ja auch abhaken.
 

sauerlandboy79

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nun ja, ich rede hier nunmal (nur) mit einem potentiellen arbeitgeber bzw dessen vertreter(n).

natürlich wird es noch andere aspekte geben. ich behaupte ja auch gar nicht, dass ich die wirklichen gründe für einen geringen frauenanteil tatsächlich kennen würde. ich mutmaße nur.
Wenn man die Hintergründe nicht kennt bzw. nicht innerhalb der Computec-Familie involviert ist (und das bist du nicht, da brauche ich nichtmal mutmaßen :B) sollte vielleicht gar nicht erst anfangen Spekulatius zu verbreiten. :finger:

Welche Leute bestimmten Geschlechts kommen und gehen kann verschiedenste Gründe haben, aber immer vom Übelsten, sprich bösen Arbeitgeber ausgehen ist auch nicht immer die absolute Antwort bzw. Wahrheit.


Hier sind z.B. auch zwei Mitarbeiterinnen von sich aus gegangen. Aber natürlich könnte man wieder wild spekulieren ob sie nicht tatsächlich gegangen wurden, gell?
 

xaan

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Hier sind z.B. auch zwei Mitarbeiterinnen von sich aus gegangen. Aber natürlich könnte man wieder wild spekulieren ob sie nicht tatsächlich gegangen wurden, gell?

4Players ist ein Sonderfall, weil es inzwischen ein offenes Geheimnis ist, dass das Ding demnächst zugemacht wird.
 

sauerlandboy79

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sicher, wieso nicht? was spräche denn dagegen, frauen den redaktions-alltag zu zeigen und ihnen die unternehmens-kultur vorzustellen?
der girls-day ist bei vielen unternehmen, die ich kenne und ebenfalls einen sehr hohen männeranteil aufweisen (nur dann kann so was ja auch vonnöten sein), jedenfalls inzwischen jährliche einrichtung. völlige normalität.

wenn es sich dann letzten endes rausstellt, dass frauen einfach überhaupt kein interesse an diesem berufsbild zeigen, aus welchen gründen auch immer, dann ist das eben so. von einer erzwungenen frauenquote oder ähnlichem hab ich nie gesprochen.
Ich war zwar noch nie bei einem solchem Vorstellungsgespräch bzw. kenne nicht die exakten Anforderungen, aber das Meiste hab ich als PCG-Leser der (fast) ersten Stunde auch so gut rausfiltern können. Wenn PCG, Gamestar und Co. ihr Personal aufstocken wollen tun sie es in der Regel online, meistens auf der eigenen Homepage. Und was von Bewerbern gefordert wird kann man sich gut selbst zusammenreimen:

- Gute Englisch-Kenntnisse in Wort und Schrift
- Journalistische Vorkenntnisse, Erfahrung in Autor-Arbeiten
- ggf. Bereitschaft für Reisen ins Ausland die mit den Redakteursarbeiten zusammenhängen
- Erfahrung bzw. Leidenschaft fürs Games-Segment

Wenn alles passt hat man seine Kandidatin. Wenn nicht dann nicht. Ganz einfach.
4Players ist ein Sonderfall, weil es inzwischen ein offenes Geheimnis ist, dass das Ding demnächst zugemacht wird.
Möglich, kann aber auch unabhängig davon dass die genannten Damen auch andere Gründe für ihr Ausscheiden hatten die wir als Außenstehende nicht kennen, geschweige denn wissen. Sonst müsste die Zahl der kurzfristigen Abgänger schon weitaus höher schnellen.
 
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