Anschläge. Die Versuche und wie uns geraten wird, wie wir uns zu verhalten haben.

TE
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Aica

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Es ist auch nicht real, zumindest nicht in der Hinsicht, dass es von Bedeutung wäre. Ich mache mir darüber ZERO Gedanken.

Wenn Leute wie du denken, dann hat das Böse schon gewonnen. Angst ist Macht und Waffe des Bösen.
Wie denke ich denn? Wieso soll das Böse gewonnen haben, wenn ich mich eigentlich nicht großartig anders verhalte als sonst auch? Das erklär mir bitte mal. :)

Erstens: Tausende ist maßlos übertrieben.
Zweitens: Ah ja...sich verstecken ist jetzt also die Lösung? Wie heißt's doch so schön "Wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, wird beides verlieren.".
Welches Leben willst du denn schützen, wenn du es dir allein schon aufgrund von Angst wegnehmen lässt? Das ist keine Lösung und das wird auch nie die Lösung sein.

Ich hätte eher Angst vor dem was nach einem Anschlag passiert, als vor dem Anschlag an sich. Klar, es ist eine Katastrophe sondergleichen, aber kannst du dir vorstellen, welche Pogromstimmung hier hochschwappt, wenn es tatsächlich dazu kommen sollte?
1. ja, das wurde nun schon mehrmals thematisiert.
2. Ich kapiere nicht ganz, wann ich geschrieben haben soll, dass ich die ganze Zeit nun zu Hause bleibe und mich einschließe… Aber ist okay...
 

Nyx-Adreena

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Wie denke ich denn? Wieso soll das Böse gewonnen haben, wenn ich mich eigentlich nicht großartig anders verhalte als sonst auch? Das erklär mir bitte mal. :)

1. ja, das wurde nun schon mehrmals thematisiert.
2. Ich kapiere nicht ganz, wann ich geschrieben haben soll, dass ich die ganze Zeit nun zu Hause bleibe und mich einschließe… Aber ist okay...

Ich zitiere mal den letzten Absatz aus deinem Startbeitrag:

Ich wohne wie gesagt auf dem Dorf, ich brauch nicht extra meinen Alltag nun umgestallten, sofern ich da Sorge hätte.

Aber ob ich nun mit dem Cousin meiner Freundin zur GC gehen soll dieses Jahr, um ihm das zu zeigen, überlege ich mir doch irgendwie. So ein Messegelände in Köln wäre ein super Ziel…

Für mich persönlich (!) wäre schon allein deine letzte Überlegung ein kleiner Sieg für das "Böse", weil so ein Gedanke normalerweise gar nicht aufkommen sollte. Aber vermutlich kommt er dir und vielen anderen zur Zeit automatisch zu Bewusstsein, weil es bei anderen Veranstaltungen wie zB bei dem Konzert in Paris, zu solchen Anschlägen gekommen ist.

Und so funktioniert das Ganze. Selbst Menschen, die verhältnismäßig sicher leben, überlegen sich, ob sie auf potentiell gefährdete Veranstaltungen gehen würden und manche machen das dann vielleicht auch nicht. Und damit haben Terroristen schon erreicht, dass man nicht mehr so unbefangen agiert, wie vor den Anschlägen.
 

Vordack

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Und so funktioniert das Ganze. Selbst Menschen, die verhältnismäßig sicher leben, überlegen sich, ob sie auf potentiell gefährdete Veranstaltungen gehen würden und manche machen das dann vielleicht auch nicht. Und damit haben Terroristen schon erreicht, dass man nicht mehr so unbefangen agiert, wie vor den Anschlägen.


...und man im nächsten Schritt dann die AfD wählt weil die jeden Tag die Ängste der Bürger thematisieren und man sich verstanden fühlt...

@Aica
ist nicht persönlich auf Dich bezogen, nur so funktioniert es mit der Angst und so...

@Topic
Ich hätte Angst wenn ich Flüchtling wäre und in so 'nem Flüchtlingsheim wohnen würde...
 

Herbboy

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Es ist nicht die Wirkung des Attentats. Es ist die Wirkung, die von unseren Medien und Politikern erzeugt wird.
sorry, aber das ist ja nun echt rein sachlich und logisch betrachtet völliger Blödsinn. Auch in Kriegsgebieten / Drittweltländern, in denen Meinungen und Meldungen der Presse und der Politik gar nicht so schnell die Region erreichen, in der es gerade ein Attentat gab, sind die dortigen Einwohner sofort verunsichert und demoralisiert, wenn da zB auf einem Markt eine Bombe hochgeht und viele in den Tod riss. Da muss nicht irgendein Sender, eine Zeitung oder die Politik noch eins draufsetzen, damit die Einwohner in den nächsten Tagen mit Sorge einkaufen gehen. Oder auch vor zig Jahrzehnten, als man Dinge auch erst 2-3 tage später aus der Zeitung erfuhr, waren die Leute vor Ort verunsichert auch völlig ohne einen Einfluss der Politik oder der Medien.


Es liegt an uns, dieses irrationale Verhalten zu ändern und vor allem aufzuklären. Denn unser Staat und seine Behörden tut das leider nicht, aus verschiedenen Gründen.
ich weiß ja nicht, in welchem komischen Land DU lebst, aber hier in D werden die Politiker nicht müde, ständig zu beteuern, dass es zwar eine gewisse Gefahr gibt, man sich aber nicht verunsichern lassen sollte. Und dass die nicht sagen können "Leute, es gibt echt NULL Gefahr!", das ist ja klar, denn wenn dann mal doch was passiert, gäb es deswegen mächtig Ärger... und in etlichen Talkshows&co sagen auch immer wieder Politiker und Journalisten, dass man es auch nicht übertreiben sollte und es in anderen Ländern viel gefährlicher ist und es uns in der Summe hier super geht inkl. der Sicherheit.
 
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Scholdarr

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sorry, aber das ist ja nun echt rein sachlich und logisch betrachtet völliger Blödsinn. Auch in Kriegsgebieten / Drittweltländern, in denen Meinungen und Meldungen der Presse und der Politik gar nicht so schnell die Region erreichen, in der es gerade ein Attentat gab, sind die dortigen Einwohner sofort verunsichert und demoralisiert, wenn da zB auf einem Markt eine Bombe hochgeht und viele in den Tod riss. Da muss nicht irgendein Sender, eine Zeitung oder die Politik noch eins draufsetzen, damit die Einwohner in den nächsten Tagen mit Sorge einkaufen gehen. Oder auch vor zig Jahrzehnten, als man Dinge auch erst 2-3 tage später aus der Zeitung erfuhr, waren die Leute vor Ort verunsichert auch völlig ohne einen Einfluss der Politik oder der Medien.
Natürlich sind die direkt betroffenen Leute davon verunsichert, das ist doch klar. Wenn du in einer Bank bist, die gerade überfallen wird, dann bist du auch verunsichert. Dasselbe gilt, wenn bei dir daheim eingebrochen wird. Menschen sind immer verunsichert, wenn in ihrer unmittelbaren Umgebung Gewalt und Mord stattfindet, das steht doch überhaupt nicht zur Debatte. Es geht darum, dass diese lokalen, "kleinen" Ereignisse zu einem angeblichen gesamtgesellschaftlichen Problem, ja einer gesamtgesellschaftlichen Gefahr hochgeschaukelt werden, obwohl viele Menschen überhaupt keine direkten Berührungspunkte damit haben. Aber ja, das ist sowohl ein psychologisches, wie auch ein informationstechnisches Problem. Der Punkt ist, dass die Wirkung eines Attentats an sich (wenn es nicht gerade das Staatsoberhaupt erwischt) eigentlich viel begrenzter sein sollte, als dies bei uns der Fall ist, und dass die Reaktionen darauf viel gemäßigter und reflektierter ausfallen sollten, als dies der Fall ist. Und der Grund, warum dem so ist, muss man bei Politik, aber auch und vielleicht vor allem bei der Medienlandschaft suchen, die sich von derlei Katastrophen ernährt und sie geradezu zelebriert. Und wir Menschen merken nicht, wie wir durch diese (und unsere eigene) Situationslust gnadenlos ausgenutzt werden und im Zuge dessen plötzlich zu Zugeständnissen bereit sind, die eigentlich völlig widersinnig sind, obwohl wir persönlich überhaupt nicht betroffen sind. Und das ist nicht die direkte Wirkung des Attentats, das ist die Wirkung, die unsere gesellschaftliche Beschäftigung damit erzeugt.

ich weiß ja nicht, in welchem komischen Land DU lebst, aber hier in D werden die Politiker nicht müde, ständig zu beteuern, dass es zwar eine gewisse Gefahr gibt, man sich aber nicht verunsichern lassen sollte. Und dass die nicht sagen können "Leute, es gibt echt NULL Gefahr!", das ist ja klar, denn wenn dann mal doch was passiert, gäb es deswegen mächtig Ärger... und in etlichen Talkshows&co sagen auch immer wieder Politiker und Journalisten, dass man es auch nicht übertreiben sollte und es in anderen Ländern viel gefährlicher ist und es uns in der Summe hier super geht inkl. der Sicherheit.
Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Oder warum genau noch mal fliegen deutsche Tornados Einsätze in Syrien? Und warum genau noch mal wollen zig Politiker die Rasterfahndung und Aufhebung von Datenschutzgesetzen, mehr öffentliche Überwachung, mehr Rechte für die Polizei usw? Da war doch was. Ich kann auch A sagen und B tun, geht ganz einfach. Obwohl das bei uns in D ja tatsächlich noch vergleichsweise human ist zu dem was in anderen Ländern, z.B. USA oder Frankreich passiert. Dort herrschen ja mittlerweile teilweise Zustände, die mit einer freiheitlichen Rechtsstaatlichkeit kaum noch was zu tun haben...
 

Herbboy

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Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Oder warum genau noch mal fliegen deutsche Tornados Einsätze in Syrien?
Warum? ^^ Weil es dort den IS gibt, der verbrecherisch agiert und dem Einhalt geboten werden soll und der für die Region eine Bedrohung ist und indirekt auch für Europa, denn ein komplett im Chaos versinkender Naher Osten ist für Europa nicht gut. Und zwar vor allem erstmal wirtschaftlich, nur indirekt auch was die Sicherheit betrifft. Aber mal angenommen der IS würde ungehindert weiter expandieren, dann steigt logischerweise die Gefahr für Anschläge in Europa ebenfalls, und zwar zum einen durch den Machtgewinn, zum anderen aber weil deren Propagandamaschine dann immer mehr verlorene Seelen für sich gewinnen kann, vor allem Leute, die in Europa geboren und aufgewachsen sind und noch nicht mal einen Fuß aus Europa raussetzen müssen, um so gehirngewaschen zu sein, dass sie in ihrer eigenen Heimat Scheisse bauen im Namen der IS.
 

Scholdarr

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Warum? ^^ Weil es dort den IS gibt, der verbrecherisch agiert und dem Einhalt geboten werden soll und der für die Region eine Bedrohung ist und indirekt auch für Europa, denn ein komplett im Chaos versinkender Naher Osten ist für Europa nicht gut. Und zwar vor allem erstmal wirtschaftlich, nur indirekt auch was die Sicherheit betrifft. Aber mal angenommen der IS würde ungehindert weiter expandieren, dann steigt logischerweise die Gefahr für Anschläge in Europa ebenfalls, und zwar zum einen durch den Machtgewinn, zum anderen aber weil deren Propagandamaschine dann immer mehr verlorene Seelen für sich gewinnen kann, vor allem Leute, die in Europa geboren und aufgewachsen sind und noch nicht mal einen Fuß aus Europa raussetzen müssen, um so gehirngewaschen zu sein, dass sie in ihrer eigenen Heimat Scheisse bauen im Namen der IS.

Oje, im Prinzip ist alles, was du hier schreibst politisch und gesellschaftlich falsch bzw. Humbug. Aber so denken viele und das ist eine der Ursachen, weswegen man in der Region und in der ganzen Angelegenheit keinen Schritt weiter gekommen ist in den letzten Jahren. Wenn ich mal Zeit (und Lust) dazu finde, erörtere ich mal im Detail, warum dem so ist. By the way (nur aus Interesse), bist du ein Clinton-Fan? ;)
 

Herbboy

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Oje, im Prinzip ist alles, was du hier schreibst politisch und gesellschaftlich falsch bzw. Humbug. Aber so denken viele und das ist eine der Ursachen, weswegen man in der Region und in der ganzen Angelegenheit keinen Schritt weiter gekommen ist in den letzten Jahren. Wenn ich mal Zeit (und Lust) dazu finde, erörtere ich mal im Detail, warum dem so ist. By the way (nur aus Interesse), bist du ein Clinton-Fan? ;)
nö, wieso? ^^

und nebenbei: ich weiß ganz genau, dass man als "Westen" da viel scheisse gebaut hat. Aber du kannst doch nicht ernsthaft verlangen, dass man JETZT akut die Füße stillhält, wenn ein IS die gesamte Region in Chaos versetzt? Dass das aus krassen Fehlern des Westens überhaupt erst in den letzten Jahren und Jahrzehnten entstand, steht dabei ja außer Frage. Aber du kannst ja nicht bei einem Hausbrand sagen "okay, ich schau lieber zu, wie das Haus abbrennt und Leute drin verrecken, denn ich selber hatte da ja Essen kochen wollen und den Herd vergessen auszumachen und bin schuld am Brand..."
 

Worrel

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Warum? ^^ Weil es dort den IS gibt, der verbrecherisch agiert und dem Einhalt geboten werden soll und der für die Region eine Bedrohung ist und indirekt auch für Europa, denn ein komplett im Chaos versinkender Naher Osten ist für Europa nicht gut.
Apropos Propaganda: Interessant, wie wenige Austauschungen es braucht, um aus so einem Satz astreine IS Propaganda zu machen:

Weil es dort Ungläubige gibt, die verbrecherisch agieren und denen Einhalt geboten werden soll und die für die Region eine Bedrohung sind und indirekt auch für den Nahen Osten, denn ein komplett im Heidentum versinkendes Europa ist für den Nahen Osten nicht gut.
 

Scholdarr

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Weil du argumentativ genau der Kissinger-Doktrin folgst, die Clinton so inständig verehrt...

und nebenbei: ich weiß ganz genau, dass man als "Westen" da viel scheisse gebaut hat. Aber du kannst doch nicht ernsthaft verlangen, dass man JETZT akut die Füße stillhält, wenn ein IS die gesamte Region in Chaos versetzt? Dass das aus krassen Fehlern des Westens überhaupt erst in den letzten Jahren und Jahrzehnten entstand, steht dabei ja außer Frage. Aber du kannst ja nicht bei einem Hausbrand sagen "okay, ich schau lieber zu, wie das Haus abbrennt und Leute drin verrecken, denn ich selber hatte da ja Essen kochen wollen und den Herd vergessen auszumachen und bin schuld am Brand..."

1) Was hat der Westen überhaupt in der Region zu suchen? Dass sich die USA gerne als Weltpolizist (eher Weltenherrscher) aufspielen, wissen wir ja. Aber wie kommen wir in Europa zu der zweifelhaften Ehre? Soweit ich weiß, hat kein Land in dieser Region Deutschland formal den Krieg erklärt. All der Propagana zum Trotz ist der IS zuallererst mal eine lokale(!) Gruppierung und keine globale, deren tatsächlicher und realer Einfluss auch lokal stark begrenzt ist (eben auf Teile Syriens und des Iraks). Wohin soll der sich ausbreiten? In den Iran? In die Türkei? Das sind alles gefestigte Staaten mit großer regionaler Militärmacht, daher ist das mehr als unwahrscheinlich. Die Saudis haben übrigens eine ganz ähnlich Vorstellung von Religion und Moral wie der IS (wen wundert es...) und da kräht im Westen kein (politischer) Hahn danach.

2) Wie kommst du generell darauf, dass Krieg und Bombardierung die einzige oder beste Lösung ist, wenn man denn IS schon aktiv bekämpfen will? Dass es absolut kontraproduktiv ist, Feuer mit Feuer zu bekämpfen, haben schon dutzende ähnlicher Situationen in der Region eindrucksvoll bewiesen.

3) Krieg und Bombardierung treffen in Syrien und im Irak vor allem die Zivilbevölkerung. Sie machen eine ganze Region - auch ohne den IS - praktisch unbewohnbar. Für jeden getöteten Kämpfer des IS sterben mehrere Zivilisten, ganz zu schweigen von denen, die hungern und unter den Folgen des Krieges leiden.

4) Warum werden vom Westen immer noch Waffen in die Region geliefert? Warum bekommen die Saudis, die den IS finanziell unterstützen und die ideologisch zu großen Teilen mit ihm übereinstimmen, vom Westen Waffen und politische Unterstützung?

5) Der IS nährt sich am Krieg des Westens gegen ihn. Auf dieser Grundlage können sie ihre "Verteidiger des wahren Glaubens" Propaganda wirkungsvoll weiterführen. Der Krieg ist daher auch direkt und indirekt für die Rekrutierung von Anhängern im Westen verantwortlich. Der IS verbreitet eine Message über einen Kampf der Kulturen und der Religionen. Wenn wir ihn bombadieren, wenn wir die Städte angreifen, in denen er sich versteckt, dann spielen wir ihnen in die Karten, weil wir genau diese Message bewahrheiten lassen. Und jeder tote Zivilist vergrößert den Hass und den Antrieb nicht nur der schon bestehenden IS-Kämpfer, sondern auch aller Sympathisanten und auch aller leidenden Menschen vor Ort.

Der islamistische Terror kann kriegerisch nicht besiegt werden, im Gegenteil, wir ernähren ihn geradezu dadurch und halten ihn am Leben. Was wir wirklich tun müssten, sind ganz andere Dinge. Zum Beispiel alle Waffenlieferungen in die Region einstellen, auch für die "befreundeten" Kräfte. Den IS wirtschaftlich komplett austrocknen und jeglichen Ölschmuggel über die Türkei unterbinden. Die Saudis und die Türkei dazu zwingen, zumindest die finanzielle Unterstützung des IS aufzugeben. Alle umstürzlerischen Kräfte aus der Region entfernen, allen voran die CIA, die maßgeblich am Umsturzversuch Assads beteiligt war. Den Menschen vor Ort eine echte Alternative anzubieten, wie etwa durch humanitäre Unterstützung (oder kannst du mir zumindest erklären, warum der UNHCR im Libanon massiv unterfinanziert is?). Alle diese langfristigen, aber nachhaltigen Elemente würden dauerhaft zu einer enormen ideologischen und finanziellen - und damit auch militärischen - Schwächung des IS führen. Krieg und Bombardierung können das nicht leisten und wollen das nicht leisten. Denn der militärisch-industrielle Komplex im Westen ernährt sich ebenso von diesem "Krieg gegen den Terror" wie die Islamisten auf der anderen Seite. Das ist die glorreiche neue Welt der Kissinger-Doktrin... :B
 

Worrel

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1) Was hat der Westen überhaupt in der Region zu suchen? Dass sich die USA gerne als Weltpolizist (eher Weltenherrscher) aufspielen, wissen wir ja. Aber wie kommen wir in Europa zu der zweifelhaften Ehre?
Ganz so einfach ist es dann leider doch nicht, denn wenn sich zB irgendwo auf der Welt ein Herrscher anschickt, dem GröFaZ den Titel streitig zu machen oder sonstige massive Menschenrechtsverletzungen geschehen - wie eben auch im Einflußbereich des IS - dann muß auch dagegen vorgegangen werden, denn in heutiger Zeit hat jeder Staat auch eine internationale Verantwortung.

Natürlich muß man sich dabei genau überlegen, mit welchen Mitteln man das dann bekämpft und sollte durchaus mal aus der Geschichte lernen.
 

Rabowke

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[...] Soweit ich weiß, hat kein Land in dieser Region Deutschland formal den Krieg erklärt. All der Propagana zum Trotz ist der IS zuallererst mal eine lokale(!) Gruppierung und keine globale, deren tatsächlicher und realer Einfluss auch lokal stark begrenzt ist (eben auf Teile Syriens und des Iraks).[...]
Deutschland ist aber ein zum Teil nicht unerheblicher Teil von Europa und ich denke, dass sich die europäischen Staaten als ein Land verstehen.

D.h. Angriffe, in welcher Form auch immer, auf Europa betreffen auch Deutschland. Von der IS Schläferzelle in Deutschland ganz zu schweigen.

Des Weiteren finde ich deine Argumentation merkwürdig, nur weil uns die Schreckensherrschaft des IS aufgrund der Entfernung nicht trifft, sollen wir nicht eingreifen bzw. weg schauen? Tolle Logik. :rolleyes: :top:

Erklär doch mal den Leuten, die vom IS in den Regionen verfolgt, gefoltert und getötet werden, dass wir Ihnen nicht helfen, du aber aus deinem Rucksack ein Stück Brot und ein Schluck Wasser fischst.

Dir muss ja nicht alles gefallen, was "die westlichen Mächte" so machen und sicherlich ist nicht alles richtig, aber weg schauen und sagen, macht mal, ist ja eure Region ist völlig bescheuert.

Meine Meinung.
 

Herbboy

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Die Saudis haben übrigens eine ganz ähnlich Vorstellung von Religion und Moral wie der IS (wen wundert es...) und da kräht im Westen kein (politischer) Hahn danach.
wenn die Saudis sich mit Gewalt ausbreiten würden oder nachweisbar im Westen Anschläge verüben und Drohungen aussprechen würden, wäre das sehr wohl der Fall. Davon abgesehen ist das Hofieren der Saudis in der Tat eine absolute Sauerei. Aber es ist zumindest noch ein Staat und nicht eine Horde Ex-Militärs mit einer Schar an verblödeten Versager, die nur das über den Islam glauben, was Gewalt rechtfertigt, oder die GAR nicht glauben, aber für Unterkunft und Futter ganz nebenbei noch mit Freude ihren Sadismus ausleben.

2) Wie kommst du generell darauf, dass Krieg und Bombardierung die einzige oder beste Lösung ist, wenn man denn IS schon aktiv bekämpfen will?
wo hab ich denn "die einzige" geschrieben? ^^ Junge Junge...


3) Krieg und Bombardierung treffen in Syrien und im Irak vor allem die Zivilbevölkerung. Sie machen eine ganze Region - auch ohne den IS - praktisch unbewohnbar. Für jeden getöteten Kämpfer des IS sterben mehrere Zivilisten, ganz zu schweigen von denen, die hungern und unter den Folgen des Krieges leiden.
Das liegt alles auf der Hand, ich sage ja nicht, dass derzeit alles richtig gemacht wird. Ich sage nur, dass der Westen durchaus mithelfen sollte, den IS zurückzudrängen, weil der IS extrem viel Leid in der Region verursacht und eben AUCH für Europa eine Gefahr darstellt, und seien es "nur" ein paar Dutzend Attentatsopfer und steigende Alltags-Probleme mit Extremisten in Europa.


Der islamistische Terror kann kriegerisch nicht besiegt werden, im Gegenteil, wir ernähren ihn geradezu dadurch und halten ihn am Leben. Was wir wirklich tun müssten, sind ganz andere Dinge. Zum Beispiel alle Waffenlieferungen in die Region einstellen, auch für die "befreundeten" Kräfte. Den IS wirtschaftlich komplett austrocknen und jeglichen Ölschmuggel über die Türkei unterbinden.
das versteht sich ja von selbst, dass das alles großer Mist ist, wie das teils läuft. Aber AKUT muss man den IS meiner Meinung nach nun mal bekämpfen, damit er nicht an Macht gewinnt, und ihn vielmehr auch noch weiter zurückdrängen.


Was ich trotzdem nicht verstehe ist, was das alles denn nun mit deiner komischen Aussage zu tun hat, dass Attentate nichts anderes als ein "normaler" Mord seien. Denn das war ja der Ausgangspunkt. Glaubst du jetzt etwa ernsthaft, dass es da eine "Verschwörung" gibt und die Terrorgefahr völlig übertrieben wird, nur damit der Westen Krieg führen "darf", oder wie? So kommt es mir nämlich so langsam vor... nachher kommst du noch an und behauptest, 911 sei von den USA initiiert worden, um Krieg anfangen zu können... :B
 

Scholdarr

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Deutschland ist aber ein zum Teil nicht unerheblicher Teil von Europa und ich denke, dass sich die europäischen Staaten als ein Land verstehen.

D.h. Angriffe, in welcher Form auch immer, auf Europa betreffen auch Deutschland. Von der IS Schläferzelle in Deutschland ganz zu schweigen.
Niemand hat Europa angegriffen. Der "Krieg gegen den Terror" ist ein Hirngespinst, eine Propagandamaschinerie der Militaristen. Fakt ist, dass es einzelne Leute in Europa gibt, die ideologisch angetriebene Hassverbrechen begehen. Das ist aber auch schon alles. Es gibt keinen Krieg in Europa.

Des Weiteren finde ich deine Argumentation merkwürdig, nur weil uns die Schreckensherrschaft des IS aufgrund der Entfernung nicht trifft, sollen wir nicht eingreifen bzw. weg schauen? Tolle Logik. :rolleyes: :top:

Erklär doch mal den Leuten, die vom IS in den Regionen verfolgt, gefoltert und getötet werden, dass wir Ihnen nicht helfen, du aber aus deinem Rucksack ein Stück Brot und ein Schluck Wasser fischst.

Dir muss ja nicht alles gefallen, was "die westlichen Mächte" so machen und sicherlich ist nicht alles richtig, aber weg schauen und sagen, macht mal, ist ja eure Region ist völlig bescheuert.

Meine Meinung.
Ähm, wo genau habe ich das geschrieben? Ich habe geschrieben, dass Krieg und Bombardierung die Probleme in der Region nicht lösen können. Ich habe im selben Post Möglichkeiten aufgezeigt, wie der Westen den IS und vergleichbare Gruppierungen effektiv schwächen kann. Das ist nicht wegschauen, das ist sogar das komplette Gegenteil. Es ist eine vernünftige Reaktion auf komplexe Probleme.

Übrigens kannst du die Leute in der Region auch gerne fragen, vor was sie mehr Angst haben: dem IS oder den Bomben des Westens? Vor einem Jahr hätte die Antwort vielleicht noch eindeutiger pro westlich ausgesehen, aber mittlerweile ist das keineswegs mehr der Fall.

By the way, sich einen einzelnen Punkt aus einem Post rauszufischen, ohne auf den Rest einzugehen, nennt man Cherry-Picking, und das trägt keinesfalls zur Diskussion bei, sondern ist dazu geneigt, Aussagen von anderen Leuten aus dem Kontext zu reißen... ;)

Ganz so einfach ist es dann leider doch nicht, denn wenn sich zB irgendwo auf der Welt ein Herrscher anschickt, dem GröFaZ den Titel streitig zu machen oder sonstige massive Menschenrechtsverletzungen geschehen - wie eben auch im Einflußbereich des IS - dann muß auch dagegen vorgegangen werden, denn in heutiger Zeit hat jeder Staat auch eine internationale Verantwortung.
Du meinst Menschenrechtsverletzungen, wie sie die Saudis begehen? Oder Russland? Oder China? Oder die USA höchst selbst?

Und nein, ich bin NICHT der Meinung, dass man grundsätzlich gezwungen ist, international gegen "schlechte lokale Zustände" vorzugehen. Ich widerspreche genau dieser Kissinger-Doktrion, dass es die Aufgabe des Westens wäre, als Weltpolizist überall militärisch einzugreifen, wo wir irgendwelche Defizite sehen. Zunächst einmal sind das alles souveräne Staaten mit souveränen Gesellschaften und für ihre eigenen Machtstrukturen und Zustände verantwortlich. Solange sie keine Gefahr für andere Länder sind, ist das erst mal zu respektieren, auch wenn wir ihre Handlungen und ihre Politik generell verachten. Es ist die maßlose Arroganz des Westens, die dafür sorgt, dass wir uns auf Kosten anderer Länder und Regionen profilieren und bereichern - und meist genau das Gegenteil von dem erreichen, was wir eigentlich wollten. Und es geht ja nicht nur um die Bombardierung des IS, das ist nur der letzte Fehler in einer ganzen Reihe von Einmischungen des Westens in die Region. Wir - der Westen - sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass sowas wie der IS überhaupt existiert. Weil wir in der Vergangenheit genau so gehandelt haben, wie wir jetzt wieder handeln, wir gießen Öl ins Feuer. Nicht nur die Arroganz des Westens ist scheinbar grenzenlos, sondern auch seine Ignoranz...

wenn die Saudis sich mit Gewalt ausbreiten würden oder nachweisbar im Westen Anschläge verüben und Drohungen aussprechen würden, wäre das sehr wohl der Fall. Davon abgesehen ist das Hofieren der Saudis in der Tat eine absolute Sauerei. Aber es ist zumindest noch ein Staat und nicht eine Horde Ex-Militärs mit einer Schar an verblödeten Versager, die nur das über den Islam glauben, was Gewalt rechtfertigt, oder die GAR nicht glauben, aber für Unterkunft und Futter ganz nebenbei noch mit Freude ihren Sadismus ausleben.
Zum einen hat der IS in der Region durchaus die staatlichen Aufgaben übernommen, ob wir das jetzt anerkennen oder nicht. Aber das ist einfach ein Fakt. Und warum genau sollten wir die Saudis anders behandeln als den IS, nur weil wir sie als Staat akzeptiert haben? Das macht moralisch doch überhaupt keinen Unterschied.

Hast du dir eigentlich mal die Frage gestellt, warum der IS bzw. einzelne Menschen, die sich ideologisch zum IS bekennen, Anschläge im Westen verüben?

wo hab ich denn "die einzige" geschrieben? ^^ Junge Junge...
Hast du nicht, aber du hast auch nicht von Alternativen gesprochen, was mich zu dieser Äußerung veranlasst hat. Du hast so getan, als wäre der Krieg und die Bormbardierung des IS unablässlich.

Das liegt alles auf der Hand, ich sage ja nicht, dass derzeit alles richtig gemacht wird. Ich sage nur, dass der Westen durchaus mithelfen sollte, den IS zurückzudrängen, weil der IS extrem viel Leid in der Region verursacht und eben AUCH für Europa eine Gefahr darstellt, und seien es "nur" ein paar Dutzend Attentatsopfer und steigende Alltags-Probleme mit Extremisten in Europa.
Der Westen produziert leider NOCH MEHR Leid in der Region und stellt damit eine Gefahr für sich selbst dar. Ohne den Westen hätte es kein Al-Quaida und keinen IS in der Form gegeben. Ohne den Westen wäre Assad wahrscheinlich immer noch fest im Sattel in Syrien. Ohne den Westen wäre Lybien heute kein failed state, die nächste Brutstätte für den radikalen Islamismus. Ohne den Westen gäbe es den Palästinakonflikt nicht. Ohne den Westen gäbe es keine künstliche Grenzverläufe im gesamten nahen Osten. Wir haben uns diese "Gefahr" selbst eingebrockt, durch eine endlose Kette an politischen Fehlern und maßloser Arroganz und wir machen einfach so weiter, völlig ungeachtet der Konsequenzen.

Wenn es wirklich darum ginge, den IS zu bekämpfen, dann müssten wir uns zunächst mal Gedanken darüber machen, warum der IS überhaupt existiert und warum sich Menschen von so einer Ideologie angezogen fühlen. Das Problem an sich ist nämlich auch gar nicht so sehr der IS sondern die Ideologie des radikalen Islamismus. Vor dem IS war es Al Quaida.

Es ist geradezu lächerlich zu denken, dass das Problem von selbst verschwinden, wenn wir nur genügend Bomben abwerfen. Damit erreichen wir genau das Gegenteil von dem, was wir eigentlich wollen. Wir stärken diese Ideologie. Mit jedem Schritt der Härte, der Gewalt, des Krieges nähren wir den Kampf der Kulturen und der Religionen und damit die Ideologie des IS.

Die Wahrheit ist einfach, dass Krieg und Bombardierung der völlig falsche Weg sind, dem IS und seiner Ideologie zu begegnen. Dafür braucht es viel komplexere und nachhaltigere Lösungen, die natürlich weniger öffentlichkeitswirksam sind und die dem militärisch-industriellen Komplex ein Dorn im Auge sind, weil sie nicht auf militärischem Vorgehen basieren. Man darf auf nicht unterschätzen, wie viel politische Macht der "Krieg gegen den Terror" und die "öffentliche Sicherheit" im politischen Diskurs im Westen haben. Law-and-Order Mentalität und Militarismus liegen absolut im Trend, in den USA ist es sogar unabdingbar, wenn man im höchsten politischen Zirkel ernst genommen werden will. Auch Obama, der große Blender, war da keinen Deut anders...
das versteht sich ja von selbst, dass das alles großer Mist ist, wie das teils läuft. Aber AKUT muss man den IS meiner Meinung nach nun mal bekämpfen, damit er nicht an Macht gewinnt, und ihn vielmehr auch noch weiter zurückdrängen.
Mit Krieg und Bombardierung erreichen wir leider gar nichts.

Was ich trotzdem nicht verstehe ist, was das alles denn nun mit deiner komischen Aussage zu tun hat, dass Attentate nichts anderes als ein "normaler" Mord seien. Denn das war ja der Ausgangspunkt. Glaubst du jetzt etwa ernsthaft, dass es da eine "Verschwörung" gibt und die Terrorgefahr völlig übertrieben wird, nur damit der Westen Krieg führen "darf", oder wie? So kommt es mir nämlich so langsam vor... nachher kommst du noch an und behauptest, 911 sei von den USA initiiert worden, um Krieg anfangen zu können... :B
Nein, aber 911 wurde von bestimmten Kräften in den USA sehr wohl propagandistisch dahingehend genutzt, um Krieg spielen zu können. Oder hast du schon wieder vergessen, wie der Irakkrieg zustande kam? Das Lügengebilde von den angeblichen Massenvernichtungswaffen Saddams? Der Irakkrieg wäre ohne 911 niemals möglich gewesen, das hätte die Öffentlichkeit im Westen nicht unterstützt. Warum also dieser Krieg? Es gibt drei mögliche und wahrscheinliche Gründe: Kreuzritter-Mentatlität, Ablenkung von innenpolitischen Problemen und Druck des militärisch-industriellen Komplexes. Die Truppen und alle damit verbundenen Industrien sind in den USA das mit Abstand größte Arbeitsbeschaffungsprogramm, vor allem für sozial schwächere Schichten. Und das muss irgendwie am Laufen gehalten werden. Da kommt der sogenannte "Krieg gegen den Terror" gerade recht, zumal der noch so schön unbestimmt ist, der Gegner militärisch hoffnungslos unterlegen ist und er sich praktisch trotzdem ewig fortführen lässt. In einem Land, das langsam auseinander fällt und das mittlerweile immer mehr in seinen Problemen versinkt, ist Patriotismus mit das letzte gesellschaftliche Bindeglied. Hast du in letzter Zeit mal diverse Krimiserien made in USA geschaut? Es ist erstaunlich, wie oft es darin um Terroristen geht und wie viele Anschläge darin immer gerade noch mal verhindert werden. Man könnte direkt den Eindruck gewinnen, dass wir täglich unter Attentaten - oder zumindest den Versuchen - zu leiden hätten. Das ist natürlich völliger Humbug und reine Propaganda. Aber so hält man die Angstspirale am Laufen und kann weiter seinen Krieg führen, der überigens immer noch keinerlei reales Endziel hat.

Was hat das jetzt aber genau mit meiner Einschätzung zu tun, dass Attentate zunächst mal einfach Verbrechen sind?
 
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Worrel

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Du meinst Menschenrechtsverletzungen, wie sie die Saudis begehen? Oder Russland? Oder China? Oder die USA höchst selbst?
Wenn ich Menschenrechtsverletzungen meine, dann auch diese.

Aber wie du schon richtig sagtest: Man kann sich nicht einfach als Weltpolizei aufspielen - egal, ob man als USA Terroristen und solche, die man dessen beschuldigt, bekämpft oder als Agenda hat, die Welt von Ungläubigen zu befreien.

Und nein, ich bin NICHT der Meinung, dass man grundsätzlich gezwungen ist, international gegen "schlechte lokale Zustände" vorzugehen. [...]

Solange sie keine Gefahr für andere Länder sind,
Eben. Allerdings würde ich das gegebenenfalls doch auf rein innere Zustände erweitern, wenn diese extrem gegen die Menschenrechte verstoßen.
 

Scholdarr

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Eben. Allerdings würde ich das gegebenenfalls doch auf rein innere Zustände erweitern, wenn diese extrem gegen die Menschenrechte verstoßen.
Ich kann da mit dir grundsätzlich d'accord gehen, aber wer entscheidet, ob solche extremen Menschenrechtsverstöße vorliegen und was konkret dagegen getan wird? Das kann imo nur die UNO bzw. der UN-Sicherheitsrat tun. Der Westen - und allen voran die USA - hat sein "moralisches Kapital" in solchen Fragen leider komplett verspielt. Wer selbst foltert, mit Drohnen Zivilisten tötet, außerhalb der Rechtsstaatlichkeit und internationalen Abkommen operiert usw. ist imo wenig dazu geeignet, alleine darüber zu bestimmen, ob andere Staaten oder Gruppierungen in anderen Regionen der Welt, Menschenrechtsverletzungen begehen, die ein militärisches Eingreifen von Drittstaaten erfordern würden...


Edit: Und um mal ein bisschen politische Aufklärung zu betreiben (die allermeisten Menschen haben das ja leider mehr als nötig):

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Aica

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Ja, weil ich mir darüber Gedanken mache, wie das mit ihm ist und ich nicht sein Vormund bin und so. Für mich ist das egal. Wäre ich alleine, würde ich da hin gehen.
Naja ok, eigentlich nciht,weil mich das nicht so interessiert, aber würde ich halt.
Ich hatte es später in nem post erklärt, weil wer anders darauf einging, dass es um ihn geht und nicht um mich oder so. Ich würde auch Bungeejumping machen, ihn aber nicht unbedingt zu so etwas mit nehmen. Kann er in 6 Jahren vielleicht machen/entscheiden.

@Vordack:
Richtig. Die, die Angst genug haben und ne gewaltige Portion Dummheit dazu haben, wählen AFD und FPÖ oder wie die hießen. Man, war das scheiße knapp. Ich habe alle Daumen gedrückt, dass Van Der Bellen gewinnt und diese FPÖ halt nicht…
- Aber dann hätteste als Flüchtling angst vor anderen Flüchtlingen, die ihr eigenes Flüchtlingsheim anzünden, weils kein Eis bekommen habn xD (Bitte nicht drauf eingehen, ich weiß,dass es nicht nur um Eis ging. Aber es ist vergleichbar und dazu noch hoffen,dass man denkt,dass es die Deutschen waren)
 
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