Anschläge. Die Versuche und wie uns geraten wird, wie wir uns zu verhalten haben.

Aica

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Anschläge. Die Versuche und wie uns geraten wird, wie wir uns zu verhalten haben.

Es häuft sich und das sogar in Deutschland.

Für viele ist es bestimmt noch nicht so real. Man kriegt es zwar mit, aber ist sich nicht so im klaren, was genau das eigentlich heißt, weil das bisher immer etwas war, was "weit weg" war. Man macht sich ja auch keine Gedanken über viele tödliche Krankheiten wie in Afrika oder so.

Jedenfalls habe ich heute auf der Arbeit im Radio (WDR) die genaueren Details zu der Aktion in Düsseldorf gehört.
Es hat geheißen, dass einer der vier Typen 'ausgestiegen' ist und bei der Polizei ausgepackt hat und seine 3 Kollegen verraten hat. Der Grund sei, dass er bei seinem Kind nicht als Terrorist gesehen werden wollte.

Nun dachte ich mir: nur aus dem Grund, weil der doch emotional geworden ist, sind viele tausend Leben verschont geblieben. Nicht etwa, weil die Polizei oder sonst wer aufmerksam gewesen ist.
Damit möchte ich nicht die Arbeit der Polizei kritisieren, sondern verdeutlichen, wie scheiße knapp das gewesen war.

Gut. Man weiß nicht, ob die Polizei oder sonst wer, vielleicht doch noch aufmerksam geworden wären und es irgendwie entdeckt häten. Aber ich gehe mal davon aus, dass nicht. Der Grund, warum ich so denke? Schaut in die Zeitungen der letzten Wochen und Monate und sucht euch einen aus.

Eine Freundin von mir hat richtig angst und traut sich kaum noch raus.
Kann ich verstehen. Würde ich in einer Großstadt wohnen, hätte ich auch mehr Bange, als hier auf dem Dorf.

Und dann heißt es ja seit einiger Zeit »wichtig ist, dass die Bürger weiter leben. Dass sie weiter in die Stadt gehe und einkaufen und sich nicht verstecken, damit die Terroristen wenigstens nicht dieses Ziel erreichen«.

Ich denke mir da: was haben wir davon?
Für die Terroristen ist das eine win-win-Situation. Gehen wir raus, können die uns töten.
Bleiben wir zu Hause, haben die so eine Genugtuung und ein Siegesgefühl. Nur dass dabei wenigstens niemand stirbt.

Also der Tipp, der in den Medien, in Zeitungen etc. gegen wird, kann ich zwar nachvollziehen; finde diesen aber auch riskant und fragwürdig.

Was sagt ihr dazu? Überlegt ihr euch zwei Mal, ob ihr Veranstaltungen mit macht? GC? LBM? und was es noch so alles gibt.

Geht ihr lieber ins kleine Geschäft am Stadtrand und nicht mehr in die Einkaufsstraße?

Ich wohne wie gesagt auf dem Dorf, ich brauch nicht extra meinen Alltag nun umgestallten, sofern ich da Sorge hätte.

Aber ob ich nun mit dem Cousin meiner Freundin zur GC gehen soll dieses Jahr, um ihm das zu zeigen, überlege ich mir doch irgendwie. So ein Messegelände in Köln wäre ein super Ziel…
 

Bonkic

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Was sagt ihr dazu? Überlegt ihr euch zwei Mal, ob ihr Veranstaltungen mit macht? GC? LBM? und was es noch so alles gibt.

angst vor einem terroranschlag in deutschland zu haben, ist völlig irreal.
und ja, das würde ich auch sagen, wenn morgen hierzulande einer passieren würde.
pro jahr sterben über 3.000 menschen im straßenverkehr und trotzdem meidet keiner die landstraße (wo das meiste passiert).
von anderen wahrscheinlichkeiten will ich gar nicht anfangen. es ist einfach quatsch.
 
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Aica

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Hmm. Okay.
Aber wenn ich gegen halten darf? xD Ich passe ja auf der Straße auf. Ich vermeide es, über Autobahnen zu laufen oder über Schnellstraßen. Ich fahre vorsichtig und meide wenn möglich das Autofahren, wenn es die Witterung erschwert, vernünftig zu fahren.
Z.B. sehe ich auf Autobahnen auch zu, dass ich die Möglichkeit am Stauende habe, auf den Standstreifen auszuweichen, wenn da n LKW ungebremst auf mich von hinten zu kommt. Ob ich das nun erkennen kann, ob er bremst, oder nicht, weiß ich nicht. Aber zumindest halte ich die Augen offen und achte auf Alternativen etc.

Also auch im Alltag schaust du ja, dass du bestimmte Dinge nicht tust. Schnallst dich beim fahren ja auch an und so. Oder?

Damit möchte ich nmun deinen Gedankengang nicht komplett zu nichte machen. Du hast ja nicht ganz unrecht. Aber für mich ist das etwas zu allgemein und zu verwaschen. Verstehst du?
 

MichaelG

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Momentan ist die Wahrscheinlichkeit durch ein Attentat betroffen zu werden gering, Das kann sich aber durchaus schnell ändern. Insbesondere in Großstädten/Ballungszentren. Bei mir im eher "ländlichen" Bereich (im Vergleich zu Ruhrgebiet oder Berlin) brauch mir da am wenigsten Sorgen zu machen. Geht es aber um Großveranstaltungen mit überregionaler Bedeutung (Rock am Ring, Oktoberfest u,ä.) würde ich mir da als potentieller Besucher schon arge Gedanken machen.
 

Worrel

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Es häuft sich und das sogar in Deutschland.
Was sich momentan in Deutschland häuft, sind Anschläge auf Flüchtlingsheime, davon gab's nämlich 924 im letzten Jahr. Erfolgreiche IS Terroranschläge gab es bisher in Deutschland noch gar keinen.

Nun dachte ich mir: nur aus dem Grund, weil der doch emotional geworden ist, sind viele tausend Leben verschont geblieben.
Nun lassen wir mal bitte die Kirche im Dorf: Tausende Tote gab es bei 9/11, ansonsten waren es in der westlichen Welt bisher maximal "nur" Hunderte.

Nicht etwa, weil die Polizei oder sonst wer aufmerksam gewesen ist.
Die Polizei hatte die Gruppe aber schon länger unter Beobachtung und wußte auch schon länger von den Anschlagsplänen.

Gut. Man weiß nicht, ob die Polizei oder sonst wer, vielleicht doch noch aufmerksam geworden wären und es irgendwie entdeckt häten. Aber ich gehe mal davon aus, dass nicht. Der Grund, warum ich so denke? Schaut in die Zeitungen der letzten Wochen und Monate und sucht euch einen aus.
Wenn du diskutieren willst, dann benenne bitte konkrete Gründe und gegebenenfalls auch Quellen.

Eine Freundin von mir hat richtig angst und traut sich kaum noch raus.
Sorry, aber das ist albern: rein statistisch ist es wahrscheinlicher, an einem Arztfehler oder bei einem Autounfall zu sterben als bei einem Terroranschlag. Hast du deswegen Angst, über die Straße oder zum Arzt zu gehen?

Kann ich verstehen. Würde ich in einer Großstadt wohnen, hätte ich auch mehr Bange, als hier auf dem Dorf.
Natürlich sind Großstädte und Menschenansammlungen bessere Ziele als die Scheune von Bauer Müller in Hintertupfingen, wo man maximal 5 Leute erwischen würde - statistisch unwahrscheinlich bleibt es trotzdem.

Und wenn man sich jetzt sagen würde: Ich vermeide konsequent große Menschenansammlungen (und sich damit öffentliche Verkehrsmittel, Konzerte, Kino, Stadtfeste, Demonstrationen, Kaufhäuser/Einkaufszentren, FastFood Tempel à la McD, Fußgängerzonen, ... verschließt) - wie lange soll das so gehen?

Es wird ja keine dauerhaft Lösung gegen Terrorismus geben. Völlig egal, ob von rechts, links, IS, radikalen Christen, Amis, Türken, Bayern, wem-auch-immer. Das Perfide am Terrorismus ist ja, daß er jederzeit und überall stattfinden kann - da kann man noch so viel überwachen und Grundrechte, die wir eigentlich verteidigen wollen, außer Kraft setzen, es wird irgendwann statistisch gesehen auch erfolgreiche Anschläge in Deutschland geben.

Es sei denn, es einigen sich alle Menschen auf eine einheitliche Lebensweise und Wertesammlung, aber das bleibt eine Utopie.


Was bleibt? Nun, man muß es als Teil des Lebens akzeptieren. Genauso wie Krebs, Flugzeugabstürze oder sonstige Unfälle werden auch Menschen an Terroranschlägen sterben.
Wir "Abendländer" können da nix dran ändern, da müßte man sich eher die Geldgeber (zB in Saudi Arabien) wenden.

Angst zu haben, bei einem Terroranschlag zu sterben, ist allerdings völlig irrational.
 

GTAEXTREMFAN

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Wie bekannt geworden ist, sollten die Anschläge wohl im sogenannten "Mumbai Style" stattfinden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Anschläge_am_26._November_2008_in_Mumbai

Zu deinem Thema...eine konkrete Angst, nach dem Motto "Gleich geht`s los", die sehe ich jetzt nicht. Ich kann mich natürlich irren, und irgendein IS-Kommando straft mich demnächst lügen.Ich weiß es nicht...
Als positiven Aspekt sehe ich die "awareness" der Sicherheitsbehörden im In- und Ausland.
 

Bonkic

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Damit möchte ich nmun deinen Gedankengang nicht komplett zu nichte machen. Du hast ja nicht ganz unrecht. Aber für mich ist das etwas zu allgemein und zu verwaschen. Verstehst du?

ich verstehe, was du meinst - sicher.
nur ist es halt nun einmal eine simple sache der wahrscheinlichkeit: selbst wenn es pro jahr in deutschland einen großen anschlag mit 100 toten geben würde, wäre die wahrscheinlichkeit unter den opfern zu sein immer noch nahe 0.
mir ist klar, dass das hirn so nicht zwingend so funktioniert und ängste oftmals irrational sind. aber genau deshalb macht man sich das am besten mit einem vergleich deutlich, wenn dir autofahren nicht passt, nimm halt was anderes her.

damit will ich das nicht schönreden oder gar als gegeben hinnehmen.
nur ist es aus den genannten gründen völliger humbug sein leben zu ändern.
die wahrscheinlichkeit bei einer großveranstaltung ums leben zu kommen, um das noch anzusprechen, ist mit sicherheit eher durch eine massenpanik gegeben als durch einen anschlag.
denkt nur (mittlerweile) keiner mehr dran.
die angstmacher, dazu zählen terroristen und nazis, haben gewonnen, wenn wir wegen eines möglichen anschlages unser leben umstellen!
 
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sauerlandboy79

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Es könnte jederzeit und überall, oder auch nie und nirgends passieren. Der Staat tut alles um womöglich geplante Anschläge frühzeitig zu stoppen oder Verdachtsfälle unverzüglich nachzugehen und sich mit den Europa-Nachbarn stets auszutauschen. Mehr kann man nicht tun, und der Alltag sollte nicht von zu viel Angst vor dem Unbekannten beherrscht werden. Gerade das sollte man auch nicht: Angst zeigen, sonst fruchtet der Terror.

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Loosa

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rein statistisch ist es wahrscheinlicher, an einem Arztfehler oder bei einem Autounfall zu sterben als bei einem Terroranschlag.

Statistisch ist sogar ein verschlucktes Kugelschreiberteil gefährlicher (in Deutschland 300 Tote pro Jahr). 500 ersticken an Fischgräten. Seitdem meide ich es an Stiften zu knabbern und ein Fischfan bin ich eh nicht so. ;)
Im Vergleich wurden seit dem World Trade Center in der gesamten westlichen Welt etwa 450 Opfer von Terror.

Mal ernsthaft. Ich muss nicht in Krisenländern Urlaub machen. Man kann Dinge auch zu locker nehmen.

Aber deine Freundin lebt auch auf dem Land, nehme ich mal an, und hat da schon Angst rauszugehen? Vielleicht ist es auch einfach gerade weil am Land weniger passiert. Oder in der Stadt, durch die höhere Bevölkerungsdichte, automatisch mehr - und es dort deswegen relativer sieht?
Ein großer Anschlag ist extrem selten. Wie Worrel schon schrieb, ein- bis zweihundert Tote wäre schon hoch. Für tausende Gefährdete müssten Terroristen etwas Richtung Vulkanausbruch verursachen.

1980 gab es das Oktoberfest-Attentat mit 13 Toten und etwa 200 Verletzten. Bei einem Fest mit immensen Menschenmassen. Seit Jahren ist es nun wieder unter steter Terrorgefahr, und wenn, gäbe es wohl mehr Opfer. Trotzdem gehe ich jedes Jahr mehrfach hin, warum sollte ich mir den Spaß vermiesen lassen? Jahr um Jahr um Jahr? Selbst wenn etwas passieren sollte und ich zufällig vor Ort bin, wäre es immer noch extremes Pech, dass es da passiert wo ich gerade stehe.

Zugegeben, als es an Sylvester in München eine Terrorwarnung gab, war ich ganz froh privat am Stadtrand zu feiern. Aber wäre ich in der Innenstadt gewesen (meine Stammkneipe ist direkt am Marienplatz) wäre ich mit Sicherheit nicht deswegen nach Hause gefahren.

Ich glaube, Angst vor Terror hat so eine unverhältnismäßige Stellung, weil sie so abstrakt, so unfassbar ist. Von Menschen ausgelöst wird und ohne Vorwarnung eintritt, ohne selbst viel machen zu können.

Aber im Straßenverkehr kam ich die letzten Jahre schon mehrfach in höchste Gefahr und hatte jedesmal sehr viel Glück. Obwohl ich ein sehr umsichtiger, vorsichtig defensiver Radfahrer bin. Einmal wartete ich zum Beispiel an einer T-Kreuzung, und bei meiner Seitenstraße war die Gegenfahrbahn mit einem Grünstreifen deutlich abgetrennt. Als ein LKW auf meiner Seite, gegen der Fahrtrichtung abbog rettete mich nur ein Sprung zur Seite...
Für mich ein viel alltäglicherer Terror.
 
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Aica

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Was sich momentan in Deutschland häuft, sind Anschläge auf Flüchtlingsheime, davon gab's nämlich 924 im letzten Jahr. Erfolgreiche IS Terroranschläge gab es bisher in Deutschland noch gar keinen.
Aber die Gefahren und Versuche häufen sich.

Nun lassen wir mal bitte die Kirche im Dorf: Tausende Tote gab es bei 9/11, ansonsten waren es in der westlichen Welt bisher maximal "nur" Hunderte.
Oh, das ändert natürlich alles. Dann ist es ja nicht so schlimm, wenn es nur ein paar hundert sind. Entschuldige bitte MR. Haarspalter -.-'
Ich weiß nicht, wieviele da in Düsseldorf rum laufen und wie viele sterben würden, wenn da zwei Bomben hoch gehen und zwei andere mit Gewehren um sich schießen. Da fehlt mir die Erfahrung, so etwas einschätzen zu können.

Hmm,

Hat für mich nicht so viel Gewicht, falls es stimmt. Denn man weiß es nicht, wie es genau abgelaufen wäre. Viel erfährt man ja auch nicht, wo die Polizei erfolg hatte, um die LEute nicht unnötig zu verunsichern. Hat bei mir gerade den gegenteiligen Effekt :-D

Wenn du diskutieren willst, dann benenne bitte konkrete Gründe und gegebenenfalls auch Quellen.
Wenn du diskutieren willst, dann solltest du wissen (und dich erkundigen), was zu dem Thema so passiert ist in der Vergangenheit. Das ist nun kein must have in dieser Diskussion, weil es nicht um Schwanzvergleich geht, wer mehr weiß etc. Geh doch einfach davon aus, dass ich - wie ich ja schon geschrieben habe - Nachrichten höre. Und ich denke, dass du dies auch machst. Oder liest.

Sorry, aber das ist albern: rein statistisch ist es wahrscheinlicher, an einem Arztfehler oder bei einem Autounfall zu sterben als bei einem Terroranschlag. Hast du deswegen Angst, über die Straße oder zum Arzt zu gehen?
Was ist daran albern? Die Gefahr ist da. Nur weil es bei anderen DIngen schneller/leichter passieren kann, ist man nicht albern, wenn man vor einer Sache Angst hat.
Und ich schrieb ja schon was zu deiner Frage, ob ich es vermeide, über die Straße zu gehen. Dazu erwähnt eich schon Beispiele.
Man muss nicht damit anfangen aufzuhören dass man aufpasst im Leben. Und wenn die Gefahren sich vermehren, sind die Chancen allgemein größer. auch viele Dinge mit ner 0,1% Chance ergeben im Dutzend eine erkennbare Zahl.
Trotzdem fliege ich, bzw will fliegen, wenn ich mal das Geld zusammen habe, für nen Urlaub in Portugal oder so.

Natürlich sind Großstädte und Menschenansammlungen bessere Ziele als die Scheune von Bauer Müller in Hintertupfingen, wo man maximal 5 Leute erwischen würde - statistisch unwahrscheinlich bleibt es trotzdem.
Das stimmt. Vermutlich erwischt mich beim Tante Emma-Laden eher ein Typ mit Messer.

Und wenn man sich jetzt sagen würde: Ich vermeide konsequent große Menschenansammlungen (und sich damit öffentliche Verkehrsmittel, Konzerte, Kino, Stadtfeste, Demonstrationen, Kaufhäuser/Einkaufszentren, FastFood Tempel à la McD, Fußgängerzonen, ... verschließt) - wie lange soll das so gehen?

Vermutlich bis zum Lebensende. Ich erwähnte zwar, dass ich wegen der GC nachdenke. Aber da geht es mir mehr auch um den Kleinen. Ins Kino gehe ich ja trotzdem. In Köln war ich auch schon wieder usw.

Es wird ja keine dauerhaft Lösung gegen Terrorismus geben. Völlig egal, ob von rechts, links, IS, radikalen Christen, Amis, Türken, Bayern, wem-auch-immer. Das Perfide am Terrorismus ist ja, daß er jederzeit und überall stattfinden kann - da kann man noch so viel überwachen und Grundrechte, die wir eigentlich verteidigen wollen, außer Kraft setzen, es wird irgendwann statistisch gesehen auch erfolgreiche Anschläge in Deutschland geben.

Es sei denn, es einigen sich alle Menschen auf eine einheitliche Lebensweise und Wertesammlung, aber das bleibt eine Utopie.
Genau so ist es. Das hatte ich mit nem Kumpel auch gestern im Gespräch, dass er das sagte. So wäre es halt. Aber das wird vielleicht erst im nächsten Jahrtausend passieren - frühestens... Wohl eher nie und es wird sich noch mehr spalten.

Was bleibt? Nun, man muß es als Teil des Lebens akzeptieren. Genauso wie Krebs, Flugzeugabstürze oder sonstige Unfälle werden auch Menschen an Terroranschlägen sterben.
Wir "Abendländer" können da nix dran ändern, da müßte man sich eher die Geldgeber (zB in Saudi Arabien) wenden.

Angst zu haben, bei einem Terroranschlag zu sterben, ist allerdings völlig irrational.

Es ist genau so rational, wie Angst zu haben, nachts auf der Straße angefallen zu werden ,oder bei nem Zugunfall zu sterben usw.
Bei Rock am Ring sind auf einen Schlag 8 Leute von nem Blitz erwischt worden. Einer war kurzzeitig Herztot.
Wie irrational ist es da noch vom Blitz erschlagen zu werden? Bei mir war auch nur n halber Meter zu einem Blitz dazwischen. Allerdings eine Wand noch zwischen mir und dem Blitz.

Also nur weil die Chancen statistisch gesehen geringer sind, als sich bei nem Autounfall zu überschlagen, ist es ncihts, was nie passiert oder so. Also vollkommen greifbar und rational.

(hab dich weiter unten auch erwähnt)
––––––––––––––


ich verstehe, was du meinst - sicher.
nur ist es halt nun einmal eine simple sache der wahrscheinlichkeit: selbst wenn es pro jahr in deutschland einen großen anschlag mit 100 toten geben würde, wäre die wahrscheinlichkeit unter den opfern zu sein immer noch nahe 0.
mir ist klar, dass das hirn so nicht zwingend so funktioniert und ängste oftmals irrational sind. aber genau deshalb macht man sich das am besten mit einem vergleich deutlich, wenn dir autofahren nicht passt, nimm halt was anderes her.

Genau. Die Angst ist das Irrationale. Ich habe Worrel geschrieben, dass die Gefahren nicht irrational wären. stimmt wohl auch. Aber die Angst ist jene, die oft irrational ist.
Und richtig. Im Alltag kann man bei den Kleinigkeiten sich umentscheiden und es fällt nicht mal auf. Ich nehme eher die Ampel als 50 Meter vorher die Stelle ohne Zebrastreifen, oder Ampel und direkt am Ende/Anfang einer Kurve.
Am Dienstag bin ich an einer T-Kreuzung abgebogen mit dem Auto. Noch im Knick der Kurve - ich war also am Scheitelpunkt, lief da so ne alte mit zwei Hunden über die Straße. Die Hunde waren der Grund, dass ich nicht gehubt habe. Aber ich habe die fast erwischt. Wie dumm muss man sein, an solch einer Stelle über die Straße zu gehen...

Aber das ist so die Sache, auch @Worrel Natürlich vermeide ich nciht alles im Leben, was eine Gefahr verbirgt, aber ich nehme den für mich sichersten Weg.

damit will ich das nicht schönreden oder gar als gegeben hinnehmen.
nur ist es aus den genannten gründen völliger humbug sein leben zu ändern.
die wahrscheinlichkeit bei einer großveranstaltung ums leben zu kommen, um das noch anzusprechen, ist mit sicherheit eher durch eine massenpanik gegeben als durch einen anschlag.
denkt nur (mittlerweile) keiner mehr dran.
die angstmacher, dazu zählen terroristen und nazis, haben gewonnen, wenn wir wegen eines möglichen anschlages unser leben umstellen!

Ich merke wie ich immer hin und her wechsel zwischen »du hast vollkommen recht« und »man muss aber bedenken, dass«.
Du selbst stirbst zwar nicht. Aber es gibt 100 Leute, die gestorben sind. Irgendwann ist man doch auch selbst die Person, wo man sich dann fragt »warum ich? Bei so vielen Leuten,trifft es ausgerechnet mich?«
Es sind also nicht immer die anderen, wo man denkt »ach passt schon, mir passiert das nicht«
Ich bin auch noch nicht vom Auto angefahren worden.
Ich habe aber tatsächlich das Mountainbiking reduziert, nachdem ein Freund meiner Schwester einen Achsenbruch vorne hatte. In meiner Vorstellung haben sich die Rohre durch den Körper gebohrt, als die Person nach vorne über ist, beim Aufschlag auf den Boden.
Es ging alles gut. Aber passieren kann es ja. Vor ein paar Wochen wurde auch ein Kind von der Schaufel eines Baggers (oder sowas) aufgespießt. Fuhr mit dem Fahrrad dagegen.


Statistisch ist sogar ein verschlucktes Kugelschreiberteil gefährlicher (in Deutschland 300 Tote pro Jahr). 500 ersticken an Fischgräten. Seitdem meide ich es an Stiften zu knabbern und ein Fischfan bin ich eh nicht so. ;)
Im Vergleich wurden seit dem World Trade Center in der gesamten westlichen Welt etwa 450 Opfer von Terror.

Mal ernsthaft. Ich muss nicht in Krisenländern Urlaub machen. Man kann Dinge auch zu locker nehmen.

Aber deine Freundin lebt auch auf dem Land, nehme ich mal an, und hat da schon Angst rauszugehen? Vielleicht ist es auch einfach gerade weil am Land weniger passiert. Oder in der Stadt, durch die höhere Bevölkerungsdichte, automatisch mehr - und es dort deswegen relativer sieht?
Ein großer Anschlag ist extrem selten. Wie Worrel schon schrieb, ein- bis zweihundert Tote wäre schon hoch. Für tausende Gefährdete müssten Terroristen etwas Richtung Vulkanausbruch verursachen.
Leverkusen lebt sie.

1980 gab es das Oktoberfest-Attentat mit 13 Toten und etwa 200 Verletzten. Bei einem Fest mit immensen Menschenmassen. Seit Jahren ist es nun wieder unter steter Terrorgefahr, und wenn, gäbe es wohl mehr Opfer. Trotzdem gehe ich jedes Jahr mehrfach hin, warum sollte ich mir den Spaß vermiesen lassen? Jahr um Jahr um Jahr? Selbst wenn etwas passieren sollte und ich zufällig vor Ort bin, wäre es immer noch extremes Pech, dass es da passiert wo ich gerade stehe.

Zugegeben, als es an Sylvester in München eine Terrorwarnung gab, war ich ganz froh privat am Stadtrand zu feiern. Aber wäre ich in der Innenstadt gewesen (meine Stammkneipe ist direkt am Marienplatz) wäre ich mit Sicherheit nicht deswegen nach Hause gefahren.
Hmm, du wärst nciht nach Hause gefahren extra, aber warst auch froh, nicht da gewesen zu sein. Ich weiß nicht, wie es bei mir gewesen wäre. Ich vermute mal, genau so.
Aber ich frage mich, was genau es ist.
dass man da ist und seine Angst nicht zu geben möchte?`Oder man ist zu stolz? Oder ist es einem wirklich gleichgültig?
Wenn ja, dann weil a) passiert eh nix.
Oder b) hab ich halt pech gehabt.
Oder so?!

Ich glaube, Angst vor Terror hat so eine unverhältnismäßige Stellung, weil sie so abstrakt, so unfassbar ist. Von Menschen ausgelöst wird und ohne Vorwarnung eintritt, ohne selbst viel machen zu können.

Aber im Straßenverkehr kam ich die letzten Jahre schon mehrfach in höchste Gefahr und hatte jedesmal sehr viel Glück. Obwohl ich ein sehr umsichtiger, vorsichtig defensiver Radfahrer bin. Einmal wartete ich zum Beispiel an einer T-Kreuzung, und bei meiner Seitenstraße war die Gegenfahrbahn mit einem Grünstreifen deutlich abgetrennt. Als ein LKW auf meiner Seite, gegen der Fahrtrichtung abbog rettete mich nur ein Sprung zur Seite...
Für mich ein viel alltäglicherer Terror.
Das mit den LKWs ist echt immer so ein Problem. VOr allem auch der Anhänger der in Kurven auf den Bürgersteig kommt und schon so viele Leute, Radfahrer und sehr viele Kinder mit genommen hat.
Und meine Mum sah vor einer Weile, wie ein Kind oder Jugendlicher (Weiß ich nicht mehr) von einer Straßenbahn erfasst wurde, als sie auf diese gewartet hatte...




-> Ihr habt alle vollkommen recht damit, dass die Gefahr gering ist. Aber mit der Haltung »es passiert eh schon nichts« bin ich auch vorsichtig mit.
Die angst von dem Mädel die ich erwähnte kann ich zwar verstehen, finde ich aber auch ein bisschen zu extrem. Ich gerate deswegen nicht in Angst oder Panik.
Aber es reicht aus, dass ich diese Diskussion mit euch führe. Gedanken mache ich mir also schon darüber.

Ich unterhalte mich ja auch mit Leuten darüber, wie gefährlich es ist auf den Straßen.
Gestern ist 50 Meter von hier eine Frau gestorben, die mit ihrem Kind im Auto saß, weil ein anderes Auto ihr mit heftiger Wucht hinten rein gefahren ist und sie sich überschlug.
So nah, so häufig. Alle paar Tage Autounfälle. Fast immer verletzte und bei jedem gefühlten 4. Mal auch eine Tote Person dabei..

Das alles macht aber die Gefahr nicht unwichtiger, die es in geringerem Maße gibt.

Ich danke euch für die Diskussion. :) Sehr interessant. Wenn ich eine Wortwahl erwischt habe, die euch vielleicht unangenehm traf, dann entschuldigung. Ich denke da auch an Worrel.
Wo ich sarkastisch auf die Aussage mit den tausend Toten reagiert habe. Du hast natürlich recht, aber das ändert nichts an dem Problem, oder einer Gefahr. ;)
 

Jojoselavi

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Interessanterweise hab ich gestern mit Kollegen über das gleiche Thema gesprochen. Und auch da fiel das Thema Straßenverkehr. Es ist in der Tat wesentlich gefährlicher, täglich in ein Auto zu steigen und zur Arbeit zu fahren (noch dazu in einen Kleinwagen aufgrund des leider nach wie vor steigenden SUV-Anteils) - die Angst vor einem Anschlag fühlt sich wohl irgendwie anders an, ist aber im Grunde irrational, weil extrem gering. Möglicherweise könnte es auch in meiner Gegend passieren, aber ich mache mir da keine so großen Sorgen. Eher stürze ich irgendwann mal beim Bergsteigen ab...
 
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Aica

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Nein, ich meint schon die Autobahn selber :-D Wobei ich mal über eine Brücke mit nem Kumpel bin und in dem Moment ein LKW mit nem Kran-Aufsatz darunter eine kleine Schneise geschabt hat. War laut und ein krasses Gefühl. Aber deshaöb Brücken zu meiden? Darüber dachte ich damals (war ich 16 oder so) noch gar nicht nach.

Nein, ich meinte wie schon gesagt die Autobahn. Als Beispiel, dass man eben abwägen kann, welchen Weg man wählt und wie sehr man sich in Gefahr bringen möchte und kann. Ob ich nun die Brücke lieber benutze, die Ampel lieber benutze oder doch lieber nur ins Kino gehe und nicht zum großen Straßenfest. Was ich vielleicht eh nicht mache, weil ich vielleicht eh keine Menschenmassen vertragen kann. Oder ich habe Angst vor Frauen/Männer, oder angst vor Regen und ich könnte was abbekommen. Was weiß ich.
Es gibt einfach so viele Gründe.
Nur finde ich aus diesem Grund diese Aussagen »du vermeidest es ja auch nicht über die Straße zu gehen« etwas brüchig. Weil ich ja durchaus entscheide, WIE ich das denn mache.
 

Nyx-Adreena

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Anschläge. Die Versuche und wie uns geraten wird, wie wir uns zu verhalten haben.

Es gibt einfach so viele Gründe.
Nur finde ich aus diesem Grund diese Aussagen »du vermeidest es ja auch nicht über die Straße zu gehen« etwas brüchig. Weil ich ja durchaus entscheide, WIE ich das denn mache.

Ich persönlich finde, dass das nur bedingt beeinflussbar ist.
Es liegt ja nicht nur daran, wie du dich im Straßenverkehr verhältst, sondern auch die anderen.

Bislang war ich zweimal in Situationen, in denen ich nur Glück hatte und nichts durch mein Verhalten hätte beeinflussen können, weil andere Autofahrer Fehler gemacht haben.

Mittwoch wäre fast noch jemand meiner Kollege in die Fahrerseite gefahren, die gerade parkte, weil die andere Fahrerin scheinbar was im Fußraum suchte und das Steuern dabei nicht hinbekam.

Mein Vater erzählt mir immer, wie groß die Angst der Menschen hier war, als sich der Kalte Krieg zuspitzte. Sprich: es gab hier immer Phasen der Angst aufgrund der Konfliktsituationen in der Welt.
Ich gehöre einer Generation an, die in einem Umfeld ohne Krieg aufgewachsen ist, in dem man kriegerische Konflikte nur im TV wahrgenommen hat. Natürlich macht man sich daher aktuell Sorgen, wo es auch Europa trifft, aber andere Menschen in der Welt leben tagtäglich mit dieser Angst und die ist viel begründeter und realistischer.

Das kann man sich hier gar nicht richtig vorstellen, wie das sein muss.

Abgesehen davon haben mir die Unwetter der letzten Tage mehr Sorgen gemacht. Vielleicht erledigt uns ja die Natur eher. [emoji6]
 

Worrel

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Aber die Gefahren und Versuche häufen sich.
Logisch. Wenn der IS an Macht gewinnt, kann er auch mehr Anschläge verüben.
Genauso wie die Rechten bei entsprechendem Zulauf deutlich mehr Straftaten ausüben - sei es jetzt Flüchtlingsheime anzünden oder ausländisch aussehende Menschen angreifen.

Statistisch gesehen liegen Letztere weit vorn.

Oh, das ändert natürlich alles. Dann ist es ja nicht so schlimm, wenn es nur ein paar hundert sind. Entschuldige bitte MR. Haarspalter -.-'
Nein, das ändert nichts. Jeder Anschlag ist schlimm, egal, ob es dabei "nur" eine Handvoll oder zigtausend Opfer gibt.

In der Tat sind "mehr Opfer" allerdings schlimmer, da dann - wenn man es denn unbedingt aufrechnen muß - mehr Leid angerichtet wird.

Ich weiß nicht, wieviele da in Düsseldorf rum laufen und wie viele sterben würden, wenn da zwei Bomben hoch gehen und zwei andere mit Gewehren um sich schießen. Da fehlt mir die Erfahrung, so etwas einschätzen zu können.
Wenn du - wie du weiter unten schreibst - doch so sehr darauf pochst, daß man Nachrichten alle präsent haben sollte, dann solltest du doch auch die jeweiligen Opferzahlen von den Anschlägen in Paris oder der Türkei im Kopf haben. :finger:

Hmm,

Hat für mich nicht so viel Gewicht, falls es stimmt.
a) Ah ja. Welche Quelle hätte denn dann mehr Beweiskraft? Irgendein Video eines durch nichts qualifizierten Niemands auf YouTube, der völlig quellenlos die Machenschaften der "Lügenpresse" "aufdeckt"? ;)

b) Wenn das stimmt, "hätte es für dich nicht so viel Gewicht"? Wie soll ich das denn jetzt verstehen?
Wenn wir als zugrundeliegenden Fakt nehmen, daß die Polizei schon länger von dieser Gruppe UND diesem Anschlagsplan wußte - dann ist die Polizei doch "aufmerksam gewesen".
Wieso "hat das kein Gewicht"?! Das ist doch genau das, was "aufmerksam sein" bedeutet!

Wenn du diskutieren willst, dann solltest du wissen (und dich erkundigen), was zu dem Thema so passiert ist in der Vergangenheit.
Nun stell dir einmal vor: Alle Menschen haben verschiedene Informationsquellen und -bedürfnisse, Hintergrundwissen und "Informationsauszeiten" (zB während Hochzeitsvorbereitungen oder Todesfällen).

In Diskussionen ist es nun mal üblich, daß man wenigstens kurz anreißt, worum es geht - vor allem in Internet, wo letzten Endes jede Information mit einem eingefügten Link eingebettet werden kann. (Wie bspweise meine Behauptung, daß die Polizei Bescheid wußte).

Das ist nun kein must have in dieser Diskussion, weil es nicht um Schwanzvergleich geht, wer mehr weiß etc. Geh doch einfach davon aus, dass ich - wie ich ja schon geschrieben habe - Nachrichten höre. Und ich denke, dass du dies auch machst. Oder liest.
Richtig: Es geht nicht um Schwanzvergleich.
Sondern darum, was wir von dem jeweiligen Thema halten. Da es gerade in diesem Bereich von verschiedensten Seiten (un)gewollte Falschmeldungen, redaktionelle Unachtsamkeiten und hetzerische Propaganda gibt, sind Quellen bei diesem Thema um so wichtiger.
Denn dann streiten wir nicht nur um Plattitüden wie "Das weiß man doch", sondern hat Fakten auf dem Tisch, die Thesen, Behauptungen und Argumentationen untermauern oder widerlegen. Zudem bekommt ja auch nicht jeder alles mit - geht ja gar nicht bei der Flut an (Falsch)Informationen, die täglich ins Netz schwappen.

Wie irrational ist es da noch vom Blitz erschlagen zu werden?
Es ist irrational, davor Angst zu haben, vom Blitz erschlagen zu werden.

Genau. Die Angst ist das Irrationale. Ich habe Worrel geschrieben, dass die Gefahren nicht irrational wären. stimmt wohl auch. Aber die Angst ist jene, die oft irrational ist.
Nichts anderes habe ich geschrieben.

Irgendwann ist man doch auch selbst die Person, wo man sich dann fragt »warum ich? Bei so vielen Leuten,trifft es ausgerechnet mich?«
Kann ich nicht nachvollziehen. Denn das hieße ja, daß es eine Antwort darauf gibt - daß irgendwer oder -was darüber entschieden hätte, daß mir das jetzt zustoßen soll. Dabei ist es meistens schlicht ein dummer Zufall, der Ursache, Wirkung und mich an den Ort des Geschehens gebracht hat.


Du bist - egal, wohin du gehst - immer mit einer gewissen prozentualen Wahrscheinlichkeit in den nächsten paar Stunden tot.

Da kann man sich jetzt von verrückt machen lassen, das vollkommen ignorieren oder in vernünftigem Rahmen vorsichtig sein.
 

Loosa

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Natürlich macht man sich daher aktuell Sorgen, wo es auch Europa trifft, aber andere Menschen in der Welt leben tagtäglich mit dieser Angst und die ist viel begründeter und realistischer.

Es führt etwas ab vom Thema, möchte zu der Aussage trotzdem gerne einen Punkt hinzufügen: Drohnenkrieg.

Seit 2004 wurden geschätzte 2000 bis 3000 "Militante" in Pakistan durch sie getötet, plus 150 bis 1000 Zivilisten. Wobei es schwierig ist die einen von den anderen zu unterscheiden. Von USA initiierter und, augenscheinlich, vom Westen tolerierter Terror.
Kinder in Pakistan haben Angst vor dem blauen Himmel und freuen sich wann immer er bedeckt ist; dann können Drohnen nicht fliegen. Angst, dass Ihnen der Himmel auf den Kopf fällt! Und das tut er tatsächlich.

Inwiefern Gewalt, Gegengewalt provoziert ist eine alte Debatte. Aber die Angriffe dort (plus unbestritten Terrorangriffe der lokalen Banden) ist ein Terror gegen den unsere Sorgen wie Luxus erscheinen. Wie so oft.

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Herbboy

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Nun dachte ich mir: nur aus dem Grund, weil der doch emotional geworden ist, sind viele tausend Leben verschont geblieben.
Viele tausend? ^^ Wie kommst du denn bitte auf SOLCHE Dimensionen? Selbst den allerschlimmsten Anschlägen im durch Sicherheitskräfte WEIT weniger gut geschützten Drittwelt-Ausland hast du nur selten mal dreistellige Opferzahlen, von vierstelligen ganz zu schweigen. Die haben ja keine Mini-Atombomben dabei oder so was... ;)

Nicht etwa, weil die Polizei oder sonst wer aufmerksam gewesen ist.
das ist sogar ein gutes Zeichen, weil es beweist, dass "die Terroristen" nicht alle zu 100% überzeugt sind. Viel schlimmer wäre es, wenn NIE einer was verrät oder aufdeckt und es NUR per behördlichen Ermittlungen entdeckt wird.

Damit möchte ich nicht die Arbeit der Polizei kritisieren, sondern verdeutlichen, wie scheiße knapp das gewesen war.
Das weiß man ja noch nicht, wie knapp es war und WIE entschlossen die waren. Es waren "Pläne", die hatten aber noch nicht mal Waffen oder so.


Eine Freundin von mir hat richtig angst und traut sich kaum noch raus.
Kann ich verstehen. Würde ich in einer Großstadt wohnen, hätte ich auch mehr Bange, als hier auf dem Dorf.
ich verstehe Deine Freundin nicht. Wenn sie wirklich Sorge hat, dann kann sie ja DIE Orte meiden, wo "viel los" ist. Da gibt es doch mehr als genug Dinge, die man trotzdem machen kann, selbst wenn man Schiss hat. Grad in Großstädten gibt es, wenn man die 20 "meist besuchten" Orte meidet, noch ca 9980 andere Orte, wo man sich aufhalten kann ;)


Und dann heißt es ja seit einiger Zeit »wichtig ist, dass die Bürger weiter leben. Dass sie weiter in die Stadt gehe und einkaufen und sich nicht verstecken, damit die Terroristen wenigstens nicht dieses Ziel erreichen«.

Ich denke mir da: was haben wir davon?
Für die Terroristen ist das eine win-win-Situation. Gehen wir raus, können die uns töten.
Bleiben wir zu Hause, haben die so eine Genugtuung und ein Siegesgefühl. Nur dass dabei wenigstens niemand stirbt.
genau DAS wollen die Erreichen, das wäre dumm, sich davon einschüchtern zu lassen, zumal selbst dann, wenn es bis Jahresende ich sag mal 1000 Tote geben SOLLTE die Chance, dass man selber betroffen ist, MEGAgering ist.

Gutes Bespiel ist ja schon der genannte Straßenverkehr. Klar kannst du im Straßenverkehr aufpassen und das Risiko verkleinern - gegen Vollidioten, die eine Kurve zu schnell nehmen oder ohne Sicht überholen und mit Dir zusammenstoßen, kannst du aber nichts machen. Gegen Raser, die von der Straße abkommen und dich als Radfahrer/Fußgänger mitnehmen, kannst du nix machen. Gegen Leute, die eine rote Ampel missachten, kannst du nichts machen (außer du willst ab jetzt über ne grüne Ampel fahren, als hättest DU ein "Vorfahrt achten"-Schild) Als Beifahrer kannst du auch nix machen, wenn "dein" Fahrer nen Fehler macht. Usw usw. - die meisten der Verkehrstoten konnten da selber gar nichts für und hätten es auch mit noch mehr Aufmerksamkeit nicht verhindern können. Und für Terror gilt das gleiche: wenn du da aufmerksam bist, kannst du auch eher "entkommen", FALLS denn was passiert. Aber zu Hause zu bleiben wegen Terror, dann darfst du wegen des Straßenverkehrs ERST RECHT nicht mehr rausgehen. Solange es nicht zig Tausend Tote jedes Jahr hier in D gibt, ist Terror nicht gefährlicher als Straßenverkehr, und auf absehbare Zeit ist Straßenverkehr VIEL gefährlicher als Terror.

Oder schau mal auf den Bahnunfall in Bayern vor ein paar Monaten - da fährst du zu Arbeit, und WUMMS - das war's. Das KANN auch als Terrorakt passieren, aber eben auch ohne Terror.

Frei zu leben ist immer ein Risiko, und der Faktor "Terror" ist rational gesehen nun wirklich ein kleiner Faktor. Wenn du in Aleppo oder Bagdad wohnen würdest, okay... aber selbst da gehen die Leute ihrem normalen Leben nach. Oder schau nach Isreal, da ist Terror Alltag, aber die lassen sich nicht kirre machen, und das ist auch gut so.


Aber ob ich nun mit dem Cousin meiner Freundin zur GC gehen soll dieses Jahr, um ihm das zu zeigen, überlege ich mir doch irgendwie. So ein Messegelände in Köln wäre ein super Ziel…
jo, aber da gibt es am gleiche Wochenende auch dutzende andere Veranstaltungen, die ein "super Ziel" wären. Und selbst WENN die GC angegriffen WÜRDE: selbst dann musst du Pech haben, um unter den Opfern zu sein. Rein rational gesehen ist die Fahrt zur GC gefährlicher als BEI der GC Terroropfer zu werden ;)

Auch in Paris: da musstest du auch echt Pech haben, wenn du unter den opfern gewesen wärst. In Paris waren zu dem Zeitpunkt ganz sicher mind 500.000 Leute "auf der Piste", und ca. 130 Tote gab es, bei WEITEM die größte Zahl seit langem hier in Europa, ich glaube nur einer von 3-4 Anschlägen mit dreistelliger Zahl jemals, und trotzdem wäre es wie gesagt Pech gewesen, selber betroffen zu sein. Selbst wenn "nur" 100.000 Leute in der City unterwegs waren, wäre das Risiko, unter den Opfern zu sein, bei 0,13 Prozent, also 1,3 Promille. nur mal zur Verdeutlichung: in D haben ca 1,6 Mio Menschen Krebs in den letzten 5 Jahren diagnostiziert bekommen - das sind 2 Prozent, also 15 mal so viele wie in meinem Paris-Beispiel.
 
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@Worrel. Entschudige, aber so macht das keinen SInn mit dir zu diskutieren, wenn du meine Zitate zerstückelst,damit du dementsprechend auf meine Aussagen rumhacken kannst, obwohl ich da mehr zu geschrieben habe. Und hättest du die Zitate von mir "heile" gelassen ,hättest du weniger Möglichkeit mich da zu kritisieren. Das finde ich etwas unfair und so funktioniert eine vernünftige Diskussion nicht.
Du kannst es dir nicht zurecht biegen, damit du mich besser an machen kannst...

@Nyx-Adreena: Das mit dem Unwetter stimmt allerdings. Da ist die Chance echt größer, da irgendwie härter von erwischt zu werden. Ich hab aber auch nie behauptet, dass die Chancen beim Terrorangriff zu sterben höher sein soll. :)

@Loosa: Es führt nicht direkt vom Thema ab. Es ist zwar nicht die Antwort auf meine Frage, aber dennoch ein interessanter Fakt und vollkommen richtig. Und meiner Meinung nach auch gut passend. :)

@Herboy: Ja, man kann das auch positiv sehen, dass der doch-nicht-Terrorist weich geworden ist. Ist es ja auch. So meinte ich das nicht.
Und wie knapp sowas war, weiß man nie. Heute wieder jemand mit über 100kg Sprengstoff gefasst. Manchmal kommt mir das vor, wie Kinder, die keine Ahnung haben, wie man heimlich sich aus dem Haus in der Nacht raus schleicht und dabei erwischt werden.

- Sie meidet solche Orte ja auch.

- Bei den Beispielen mit dme Straßenverkehr hast du vollkommen recht. Trotzdem kann ich halt das Risiko verringern, wie oft ich in Gefahr bin. Dass unterm Strich eben nur noch die Gefahr bleibt, die ich nicht vermeiden kann, aber zumindest die Gefahr weg fällt, welche ich eben auch vermeiden kann.
 

Worrel

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@Worrel. Entschudige, aber so macht das keinen SInn mit dir zu diskutieren, wenn du meine Zitate zerstückelst,damit du dementsprechend auf meine Aussagen rumhacken kannst, obwohl ich da mehr zu geschrieben habe. Und hättest du die Zitate von mir "heile" gelassen ,hättest du weniger Möglichkeit mich da zu kritisieren. Das finde ich etwas unfair und so funktioniert eine vernünftige Diskussion nicht.
Du kannst es dir nicht zurecht biegen, damit du mich besser an machen kannst...
Ich versteht dein Problem gerade nicht. Du hast doch mein Posting genauso seziert ... :O

Und ok - bei einem (!) Punkt habe ich "auf einer deiner Aussagen rumgehackt" - aber das war als Vorzeigebeispiel für Doppelmoral auch zu perfekt auf dem Silbertablett serviert. ;)

Ich sehe nicht, daß ich irgendwo was Relevantes als Zitat weggelassen hätte... ok, den einen Satz habe vielleicht unnötig rausgefischt - aber ich habe nicht darauf rumgehackt, oder versucht, dich zu kritisieren oder anzumachen, sondern lediglich meine Meinung dazu geschrieben. Und dafür sind Foren wie dieses doch nun mal da.

Wenn man nicht an der Meinung anderer interessiert ist, warum sollte man dann hier was posten? :confused:

- Bei den Beispielen mit dme Straßenverkehr hast du vollkommen recht. Trotzdem kann ich halt das Risiko verringern, wie oft ich in Gefahr bin. Dass unterm Strich eben nur noch die Gefahr bleibt, die ich nicht vermeiden kann, aber zumindest die Gefahr weg fällt, welche ich eben auch vermeiden kann.
Und dann? bleibst du dann mehr zu Hause? Das wäre aber deutlich gefährlicher, als eine Straße zu überqueren.


Es stimmt natürlich: Jeder kann von einem Terroranschlag getroffen werden.
Genauso wie jeder im Lotto gewinnen kann.

Aber in beiden Fällen macht es keinen Sinn, mit dem jeweiligen Geschehen zu rechnen und sich schon im Vorneherein darauf zu freuen bzw: davor zu fürchten.
 
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Aica

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Ich versteht dein Problem gerade nicht. Du hast doch mein Posting genauso seziert ... :O

Und ok - bei einem (!) Punkt habe ich "auf einer deiner Aussagen rumgehackt" - aber das war als Vorzeigebeispiel für Doppelmoral auch zu perfekt auf dem Silbertablett serviert. ;)

Ich sehe nicht, daß ich irgendwo was Relevantes als Zitat weggelassen hätte... ok, den einen Satz habe vielleicht unnötig rausgefischt - aber ich habe nicht darauf rumgehackt, oder versucht, dich zu kritisieren oder anzumachen, sondern lediglich meine Meinung dazu geschrieben. Und dafür sind Foren wie dieses doch nun mal da.

Wenn man nicht an der Meinung anderer interessiert ist, warum sollte man dann hier was posten? :confused:


Und dann? bleibst du dann mehr zu Hause? Das wäre aber deutlich gefährlicher, als eine Straße zu überqueren.


Es stimmt natürlich: Jeder kann von einem Terroranschlag getroffen werden.
Genauso wie jeder im Lotto gewinnen kann.

Aber in beiden Fällen macht es keinen Sinn, mit dem jeweiligen Geschehen zu rechnen und sich schon im Vorneherein darauf zu freuen bzw: davor zu fürchten.
Du verfehlst damit total den eigentlichen Sinn meiner Aussagen.
Dass ich schrieb, dass die eine Sache nicht so viel Gewicht für mich hat, habe ich im selben Abschnitt auch begründet. SOmit macht es überhaupt keinen Sinn, dass du da irgendwleche Quellen mit einer Beweiskraft von mir verlangst.
Ich versteh nicht, wo DEIN Problem ist. Ich verstehe nicht, warum du so herablassend mir gegenüber bist.

Und dass ich keine anderen Meinungen lesen möchte,stimmt auch nicht. Damit hast du auch wieder nur Blödsinn geschrieben.
Ich mag es nur nicht, wenn mir Worte im Mund verdreht werden, oder Aussagen ignoriert werden.
Ich habe auch nicht dein komplettes Posting gelesen, weil die erste Hälfte schon totaler Blödsinn ist, weil du meine Texte nicht so genommen hast, wie ich sie geschrieben habe. SOmit weiß ich auch nicht, von was für einer Doppelmoral du da schreibst. Interessiert mich aber auch nicht.

Nur sehe ich, dass die anderen User es hervorragend hin bekommen, über dieses Thema zu diskutieren und ich die Meinungen SEHR interessant finde. Dies habe ich auch nie bemängelt, dass ich andere Meinungen zu lesen bekomme.

Und deine Aussage wieder zu der Sache mit dem Straßenverkehgr, ob ic hdann zu Hause bleiben würde.
Willst du es nicht verstehen? »MEHRERE« User haben es nun erläutert, wie es gemeint ist. Aber du willst es nun unbedingt wieder missverstehen um da eine andere Diskussion zu führen? BIst du so Aufmerksamgeil, dass sich der Thread um dich drehen muss? Oder was soll das Ganze?

Wie schon mehrmals geschrieben wurde: es geht nicht darum, zu Hause zu bleiben und sich einzuschließen, sondern… naja, lese noch mal die postings. Habe da keine Lust für dich da extrawürste zu machen, wenn du doch angeblich so schlau bist, wie du tust…
 

Worrel

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Du verfehlst damit total den eigentlichen Sinn meiner Aussagen.
Vielleicht argumentiere ich nur von einem anderen Standpunkt aus und von meinem Standpunkt aus haben deine Aussagen wenig Sinn ...

Dass ich schrieb, dass die eine Sache nicht so viel Gewicht für mich hat, habe ich im selben Abschnitt auch begründet. SOmit macht es überhaupt keinen Sinn, dass du da irgendwleche Quellen mit einer Beweiskraft von mir verlangst.
Deine Begründung macht aber keinen Sinn, da "wie es genau abgelaufen wäre" keinerlei Einfluß darauf hat, ob die Polizei vorher was davon wußte oder nicht. Darum und um nichts anderes ging es ja bei meinem Satz, den du zitiert hast.

Quellen habe ich nicht als Beweiskraft gefordert, sondern als Antwort hierauf:
Der Grund, warum ich so denke? Schaut in die Zeitungen der letzten Wochen und Monate und sucht euch einen aus.
, denn einfach mal eine derart unkonkrete Floskel auf den Diskussionstisch zu werfen, ist ebenfalls recht sinnfrei. Wenn ich ein Argument oder einen Grund habe, der zum Thema gehört und das/den ich anspreche, dann ist es auch meine Aufgabe, diesen Diskussionsbeitrag den anderen mit der entsprechenden Ausführlichkeit zu erläutern.

Ich mach ja auch keinen Thread auf "Mann, mann, mann, was der Erdogan sich wieder geleistet hat. Was haltet ihr davon?" ohne jetzt zu konkretisieren, ob es mir um die Forderung nach Rechenschaft über den Holocaust und den Völkermord in Herero, den Spruch mit dem Blut und den Laboruntersuchungen oder neueste Entwicklungen beim Schmähgedicht geht.

Ich versteh nicht, wo DEIN Problem ist. Ich verstehe nicht, warum du so herablassend mir gegenüber bist.
Ich bin nicht herablassend, ich schreibe nur meine Meinung.

SOmit weiß ich auch nicht, von was für einer Doppelmoral du da schreibst. Interessiert mich aber auch nicht.
Ok, noch mal zum Mitdenken:
A: "Wenn du diskutieren willst, dann solltest du wissen (und dich erkundigen), was zu dem Thema so passiert ist in der Vergangenheit."
B: "Ich weiß nicht, wieviele da in Düsseldorf rum laufen und wie viele sterben würden, wenn da zwei Bomben hoch gehen und zwei andere mit Gewehren um sich schießen. Da fehlt mir die Erfahrung, so etwas einschätzen zu können."

und wie ich schon schrieb: "Wenn du [...] doch so sehr darauf pochst, daß man Nachrichten alle präsent haben sollte, dann solltest du doch auch die jeweiligen Opferzahlen von den Anschlägen in Paris oder der Türkei im Kopf haben." :finger:

(Smilies kennzeichnen übrigens Aussprüche, die man nicht 100%ig ernst nehmen sollte) ;)

Willst du es nicht verstehen? »MEHRERE« User haben es nun erläutert, wie es gemeint ist.
Möglicherweise kann ich es auch nicht verstehen ...

Ich hab jedenfalls bisher kein überzeugendes Gegenargument gehört. Die statistischen Werte haben sich nicht geändert - Straßen sind immer noch gefährlicher als Terroristen.
 

Scholdarr

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Es häuft sich und das sogar in Deutschland.

Für viele ist es bestimmt noch nicht so real.
Es ist auch nicht real, zumindest nicht in der Hinsicht, dass es von Bedeutung wäre. Ich mache mir darüber ZERO Gedanken.

Wenn Leute wie du denken, dann hat das Böse schon gewonnen. Angst ist Macht und Waffe des Bösen.
 

PcJuenger

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Es häuft sich und das sogar in Deutschland.

Für viele ist es bestimmt noch nicht so real. Man kriegt es zwar mit, aber ist sich nicht so im klaren, was genau das eigentlich heißt, weil das bisher immer etwas war, was "weit weg" war. Man macht sich ja auch keine Gedanken über viele tödliche Krankheiten wie in Afrika oder so.

Jedenfalls habe ich heute auf der Arbeit im Radio (WDR) die genaueren Details zu der Aktion in Düsseldorf gehört.
Es hat geheißen, dass einer der vier Typen 'ausgestiegen' ist und bei der Polizei ausgepackt hat und seine 3 Kollegen verraten hat. Der Grund sei, dass er bei seinem Kind nicht als Terrorist gesehen werden wollte.

Nun dachte ich mir: nur aus dem Grund, weil der doch emotional geworden ist, sind viele tausend Leben verschont geblieben. Nicht etwa, weil die Polizei oder sonst wer aufmerksam gewesen ist.
Damit möchte ich nicht die Arbeit der Polizei kritisieren, sondern verdeutlichen, wie scheiße knapp das gewesen war.

Gut. Man weiß nicht, ob die Polizei oder sonst wer, vielleicht doch noch aufmerksam geworden wären und es irgendwie entdeckt häten. Aber ich gehe mal davon aus, dass nicht. Der Grund, warum ich so denke? Schaut in die Zeitungen der letzten Wochen und Monate und sucht euch einen aus.

Eine Freundin von mir hat richtig angst und traut sich kaum noch raus.
Kann ich verstehen. Würde ich in einer Großstadt wohnen, hätte ich auch mehr Bange, als hier auf dem Dorf.

Und dann heißt es ja seit einiger Zeit »wichtig ist, dass die Bürger weiter leben. Dass sie weiter in die Stadt gehe und einkaufen und sich nicht verstecken, damit die Terroristen wenigstens nicht dieses Ziel erreichen«.

Ich denke mir da: was haben wir davon?
Für die Terroristen ist das eine win-win-Situation. Gehen wir raus, können die uns töten.
Bleiben wir zu Hause, haben die so eine Genugtuung und ein Siegesgefühl. Nur dass dabei wenigstens niemand stirbt.

Also der Tipp, der in den Medien, in Zeitungen etc. gegen wird, kann ich zwar nachvollziehen; finde diesen aber auch riskant und fragwürdig.

Was sagt ihr dazu? Überlegt ihr euch zwei Mal, ob ihr Veranstaltungen mit macht? GC? LBM? und was es noch so alles gibt.

Geht ihr lieber ins kleine Geschäft am Stadtrand und nicht mehr in die Einkaufsstraße?

Ich wohne wie gesagt auf dem Dorf, ich brauch nicht extra meinen Alltag nun umgestallten, sofern ich da Sorge hätte.

Aber ob ich nun mit dem Cousin meiner Freundin zur GC gehen soll dieses Jahr, um ihm das zu zeigen, überlege ich mir doch irgendwie. So ein Messegelände in Köln wäre ein super Ziel…

Erstens: Tausende ist maßlos übertrieben.
Zweitens: Ah ja...sich verstecken ist jetzt also die Lösung? Wie heißt's doch so schön "Wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, wird beides verlieren.".
Welches Leben willst du denn schützen, wenn du es dir allein schon aufgrund von Angst wegnehmen lässt? Das ist keine Lösung und das wird auch nie die Lösung sein.

Ich hätte eher Angst vor dem was nach einem Anschlag passiert, als vor dem Anschlag an sich. Klar, es ist eine Katastrophe sondergleichen, aber kannst du dir vorstellen, welche Pogromstimmung hier hochschwappt, wenn es tatsächlich dazu kommen sollte?
 

Scholdarr

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Ein Anschlag ist im Prinzip nur ein besonders grausames Verbrechen. Es ist ein krimineller Akt, nicht mehr und nicht weniger. Und es gibt weitaus größere und wahrscheinlichere Gefahren im Leben, insbesondere hier in Deutschland.
 

Herbboy

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Ein Anschlag ist im Prinzip nur ein besonders grausames Verbrechen. Es ist ein krimineller Akt, nicht mehr und nicht weniger. .
Doch, es ist IMHO schon was anderes. Ein normaler krimineller Akt mit Toten eines geistig nicht verwirrten Menschen erfolgt aus purer Habgier oder Sadismus bzw. sexuellen Motiven oder aus einem sehr spontanen Streit oder zum Verdecken einer andere Straftat, und gegenüber jemanden, den man kennt, vielleicht noch als weiteres mögliches Motiv Rache oder Eifersucht . Ein Anschlag aber hat immer das Ziel, ein politisches Signal zu setzen und/oder die Bevölkerung zu verunsichern, eben zu terrorisieren. ;) Und ein Anschlag muss auch nicht mal BESONDERS grausam sein. Was das Mörder-Pärchen da in Höxter mit den Frauen gemacht hat war an sich grausamer als jemanden mit einem Gewehr direkt zu erschießen oder gar per Bombe sofort in den Tod zu reißen. ^^

Natürlich könnte man auch sagen, dass zB ein IS-Terrorist an sich auch "nur" eine Art Rache verübt und es das gleiche ist, als wenn ein zB unzufriedener VW-Kunde in einem Autohaus Amok läuft. Aber bei einem Terroristen sind eben immer ideologisch-politische Gründe der Hauptgrund und nicht das "Sauer sein", weil eine Personengruppe X ihm persönlich was angetan hat, was er nicht durchgehen lassen will.


Aber ein Terror-Mord ist eben schon was anderes als ein "normaler" Mord. Ob einige der Terroristen vlt in Wahrheit einfach nur irre Sadisten sind, die schon immer mal "so was machen" wollten, egal ob im Namen Allahs, Gottes oder einfach nur ihrer Straßengang aus dem Heimatviertel, das sei mal dahingestellt.
 

Scholdarr

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Doch, es ist IMHO schon was anderes. Ein normaler krimineller Akt mit Toten eines geistig nicht verwirrten Menschen erfolgt aus purer Habgier oder Sadismus bzw. sexuellen Motiven oder aus einem sehr spontanen Streit oder zum Verdecken einer andere Straftat, und gegenüber jemanden, den man kennt, vielleicht noch als weiteres mögliches Motiv Rache oder Eifersucht . Ein Anschlag aber hat immer das Ziel, ein politisches Signal zu setzen und/oder die Bevölkerung zu verunsichern, eben zu terrorisieren. ;) Und ein Anschlag muss auch nicht mal BESONDERS grausam sein. Was das Mörder-Pärchen da in Höxter mit den Frauen gemacht hat war an sich grausamer als jemanden mit einem Gewehr direkt zu erschießen oder gar per Bombe sofort in den Tod zu reißen. ^^

Natürlich könnte man auch sagen, dass zB ein IS-Terrorist an sich auch "nur" eine Art Rache verübt und es das gleiche ist, als wenn ein zB unzufriedener VW-Kunde in einem Autohaus Amok läuft. Aber bei einem Terroristen sind eben immer ideologisch-politische Gründe der Hauptgrund und nicht das "Sauer sein", weil eine Personengruppe X ihm persönlich was angetan hat, was er nicht durchgehen lassen will.


Aber ein Terror-Mord ist eben schon was anderes als ein "normaler" Mord. Ob einige der Terroristen vlt in Wahrheit einfach nur irre Sadisten sind, die schon immer mal "so was machen" wollten, egal ob im Namen Allahs, Gottes oder einfach nur ihrer Straßengang aus dem Heimatviertel, das sei mal dahingestellt.

Das Motiv ist natürlich politisch, aber es ist dennoch schlicht ein Verbrechen. Es ist einer innerstaatliche Angelegenheit, die ins Aufgabenfeld der Polizei fällt. Diese Attentäter sind in aller Regel keine eindeutigen Mitglieder eines ausländischen Staates, daher ist es auch keine kriegerische Handlung. Ob ich jetzt jemanden aus Habgier oder wegen politischer Ideologie töte, ist letztlich bedeutungslos. Und nein, es ist nicht etwas anderes als ein "normaler Mord". Es ist exakt dasselbe. Ein Mensch tötet einen anderen Menschen in unserem Land aus niederen Beweggründen. Das ist Mord. Man kann durchaus eine besondere Schwere der Schuld sehen (aka "Hassverbrechen"), aber selbst da wird es schwierig, denn für das tatsächliche Opfer und seine Angehörigen ändert sich dadurch auch wenig bis gar nichts. Der Effekt der Tat ist derselbe, das Opfer ist tot.

Der Mord an sich ist gar nicht unbedingt das eigentliche Ziel von Attentätern, völlig richtig, es ist meist Mittel zum Zweck. Aber das ist beim Mord aus Habier auch nicht anders. Natürlich wollen Attentäter vorrangig Angst erzeugen und bestimmte staatliche und gesellschaftliche Reaktionen hervorrufen. Sie wollen Gegenmaßnahmen provozieren, die Gesellschaft spalten und Unruhe säen. Und das ist leider genau das, was WIR ihnen zugestehen, weil wir so versessen darauf sind, ihnen einen speziellen Status einzuräumen, ihnen eine Unmenge Aufmerksamkeit einzuräumen, ihnen genau die Bühne zu bieten, die sie wollen. Würden wir endlich aufhören, Attentäter zu mehr zu machen als sie eigentlich sind, würde ihre ganze Strategie in sich selbst zusammen fallen. Attentäter nähren sich an unserer Versessenheit am Terrorismus. Es ist die letzte erbärmliche Strategie von Menschen, die uns vollkommen unterlegen sind. Aber wir kapieren das nicht und reagieren nicht entsprechend. Wir machen es zu einer Sensation, wir machen verblendete, armselige Einzeltäter, gewöhnliche Kriminelle zu Märtyrern, zu ernst zu nehmenden Kriegern, zu Feindbildern, vor denen unsere ganze Nation Angst haben müsste. Ich sage: lächerlich und völlig überzogen. Wir sind diesen Attentäter so unglaublich überlegen, dass es praktisch schon zynisch ist, wenn wir uns nicht mehr aus dem Haus trauen. Mal ganz davon abgesehen, dass wir die ursprünglichen Aggressoren gegen eine Region dieser Erde und gegen eine bestimmte Ideologie waren, die diese Art der Kriminalität überhaupt hervorgerufen haben...
 

Herbboy

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Das Motiv ist natürlich politisch, aber es ist dennoch schlicht ein Verbrechen. Es ist einer innerstaatliche Angelegenheit, die ins Aufgabenfeld der Polizei fällt. Diese Attentäter sind in aller Regel keine eindeutigen Mitglieder eines ausländischen Staates, daher ist es auch keine kriegerische Handlung. Ob ich jetzt jemanden aus Habgier oder wegen politischer Ideologie töte, ist letztlich bedeutungslos. Und nein, es ist nicht etwas anderes als ein "normaler Mord". Es ist exakt dasselbe. Ein Mensch tötet einen anderen Menschen in unserem Land aus niederen Beweggründen. Das ist Mord. Man kann durchaus eine besondere Schwere der Schuld sehen (aka "Hassverbrechen"), aber selbst da wird es schwierig, denn für das tatsächliche Opfer und seine Angehörigen ändert sich dadurch auch wenig bis gar nichts. Der Effekt der Tat ist derselbe, das Opfer ist tot.
Die WIRKUNG auf die Bevölkerung ist aber nun mal eine andere. Sonst würde man ja nicht seit Ewigkeiten das Thema "Terror" besonders hervorheben unter den Mord-Arten und manche Kriegsfraktionen/Rebellen es sogar als Taktik anwenden, um den Gegner zu destabilisieren, weil nämlich wahllose Verluste in der Zivilbevölkerung die Moral viel mehr treffen und die Stimmung der Zivlisten verschlechtern als ein militärischer gezielter Angriff auf gegnerische Kombatanten tun würde.

Und auch für die Angehörigen ist es sicher manchmal egal, aber keinesfalls immer egal. Stell Dir vor, ein paar Angehörige von Pegida-Fans kommen bei einem islamistischen Attentat ums Leben. Die würden dann ganz sicher nicht still halten und den Tod so betrauern, als sei es ein Autounfall oder Raubüberfall oder Eifersuchtsmord oder so gewesen, sondern noch mehr aufwiegeln oder gar "progromartig" auf "Fremde" losgehen...


Natürlich SOLLTEN wir dem Terror nicht anders bewerten als einen "normalen" Mord und uns kirre machen lassen, aber die meisten Menschen tun das nun mal, wie du ja auch an dem Thread hier siehst, wo Leute allein aus Sorge vor einem extrem unwahrscheinlichen Ereignis schon manche Leute an Lebensqualität verlieren, indem sie sie nicht raustrauen oder froh sind, nicht in einer großen Stadt zu leben. Das wäre sicher nicht der Fall, wenn zB in Paris nicht Terroristen, sondern 2-3 unzufriedene Ex-Mitarbeiter des Clubs ein Massaker angerichtet hätten.
 

Scholdarr

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Die WIRKUNG auf die Bevölkerung ist aber nun mal eine andere.
Es ist nicht die Wirkung des Attentats. Es ist die Wirkung, die von unseren Medien und Politikern erzeugt wird. Und wir selbst gieren nach Blut, nach Sensation, nach Spektakel. Und wenn es vorbei ist, dann treffen wir immer die falschen Schlüsse, arbeiten für das Böse und vergessen das Gute. Wir spielen nur nach dem Plan derer, die nseren Lebensstil vernichten wollen, und nach dem Plan derer, die daran Geld verdienen, diesen Plan trotz seiner ursprünglichen Aussichtslosigkeit Wirklichkeit werden zu lassen.

Der direkte Effekt aller islamistischen Attentate zusammen ist nichts zu dem, was WIR darauf gemacht haben. Es ist Wahnsinn, wie schnell wir unsere Freiheiten aufgegeben haben für ein vermeintliches Gefühl der Sicherheit, die weder stichhaltig ist, noch jemals eine berechtigte Grundlage hatte. Es ist Wahnsinn, wie schnell wir armselige Einzeltaten mit Krieg und Vernichtung beantworten. Kurz: Wir sind Opfer unserer eigenen Verblendung, unserer eigenen Dummheit, unserer eigenen Bequemlichkeit, unserer eigenen Ignoranz. Und wir lassen die Welt dafür brennen...

Sonst würde man ja nicht seit Ewigkeiten das Thema "Terror" besonders hervorheben unter den Mord-Arten und manche Kriegsfraktionen/Rebellen es sogar als Taktik anwenden, um den Gegner zu destabilisieren, weil nämlich wahllose Verluste in der Zivilbevölkerung die Moral viel mehr treffen und die Stimmung der Zivlisten verschlechtern als ein militärischer gezielter Angriff auf gegnerische Kombatanten tun würde.
Ich weiß schon, warum es funktioniert. Und das ist das Problem.

Und auch für die Angehörigen ist es sicher manchmal egal, aber keinesfalls immer egal. Stell Dir vor, ein paar Angehörige von Pegida-Fans kommen bei einem islamistischen Attentat ums Leben. Die würden dann ganz sicher nicht still halten und den Tod so betrauern, als sei es ein Autounfall oder Raubüberfall oder Eifersuchtsmord oder so gewesen, sondern noch mehr aufwiegeln oder gar "progromartig" auf "Fremde" losgehen...
Es ist ein Unterschied, ob einzelne Betroffene entsprechend reagieren oder alle, selbst wenn sie vollkommen unbeteiligt sind.

Natürlich SOLLTEN wir dem Terror nicht anders bewerten als einen "normalen" Mord und uns kirre machen lassen, aber die meisten Menschen tun das nun mal, wie du ja auch an dem Thread hier siehst, wo Leute allein aus Sorge vor einem extrem unwahrscheinlichen Ereignis schon manche Leute an Lebensqualität verlieren, indem sie sie nicht raustrauen oder froh sind, nicht in einer großen Stadt zu leben. Das wäre sicher nicht der Fall, wenn zB in Paris nicht Terroristen, sondern 2-3 unzufriedene Ex-Mitarbeiter des Clubs ein Massaker angerichtet hätten.
Es liegt an uns, dieses irrationale Verhalten zu ändern und vor allem aufzuklären. Denn unser Staat und seine Behörden tut das leider nicht, aus verschiedenen Gründen.

Und ich denke auch nicht, dass wir machtlos sind und nichts am Status Quo ändern könnten, ganz im Gegenteil. Wir sitzen wie die Maden im Speck und jammern über sowas Lächerliches wie islamistischen Terrorismus, in völliger Ignoranz unser erbärmlichen Doppelmoral. Leute, die sich so verhalten, tun mir leid und ich - sorry - verachte ein derartiges Verhalten, diese Kombination aus irrationaler Angst, völlig überzogenen Forderungen bezüglich Gegenreaktionen und der Kaltblütigkeit und des Unverständnisses bezüglich des eigenen Tuns. Es ist feige, unmoralisch und falsch. Wer sich so verhält, arbeitet für das Böse, auch wenn man denkt, man stehe auf der richtigen Seite.
 
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