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Kolumne: Sony lockt die Indies - je kleiner das Studio, desto größer die Innovation?

Innovation und Big-Budget geht schlecht zusammen, denn Innovation bedeutet Risiko. Nicht nur auf Seiten des Entwicklers, sondern auch auf Seiten des Käufers, der kaum 50 Euronen dafür hinlegt, sich mal überraschen zu lassen. Man kann natürlich ein einmal erfolgreich debütiertes Spielkonzept für einen wesentlich teurer produzierten Nachfolger übernehmen.

P.S. John Romero nicht vergessen, hehe ;)
 
Warum kommt Dr. Jones eigentlich in keinem dieser Indie-Games vor? ;)
 
Schön geschrieben Petra. Ich glaube aber vielmehr, dass Indie Entwickler irgendwann untergehen. Einige von denen kommen vielleicht mal in den großen Studios unter, aber an deren Namen wird sich auch keiner mehr erinnern. Ich finde zwar diese Sparte ganz okay vor allem in Kombination mit Kickstarter, aber große Chancen haben diese Entwickler auch nicht. Innovation hin oder her.
 
"Eure Meinung: Was ist euch im Zweifel lieber - spannende Innovationen oder sanft verbesserte, bewährte Spielideen?"

Eine gesunde Mischung aus beidem. Ich möchte auf der einen Seite weiter mein PES, weiter mein Elder Scrolls haben, aber auf der anderen Seite auch abgedrehte, durchgeknallte Ideen und dafür sind Indiespiele natürlich sehr gut geeignet.
Das Wichtigste ist immer, dass es genügend Vielfalt und eine gesunde Mischung aus tradionellen und neuen, innovativen Titeln gibt, dann ist das Ganze kein Problem.
 
Ich glaube aber vielmehr, dass Indie Entwickler irgendwann untergehen. Einige von denen kommen vielleicht mal in den großen Studios unter, aber an deren Namen wird sich auch keiner mehr erinnern. Ich finde zwar diese Sparte ganz okay vor allem in Kombination mit Kickstarter, aber große Chancen haben diese Entwickler auch nicht. Innovation hin oder her.
Dem stimme ich teilweise zu, teilweise aber auch nicht^^. Dazu muss ich etwas ausholen:

Die bekanntesten Spiele und vorallem AAA-Produktionen werden - so mein Eindruck - mehr und mehr auf Massenkompatibilität ausgerichtet (Ausnahmen bestätigen die Regel, Stichwort Dark Souls). Diverse Entwicklungen in den letzten Jahren sprechen da für sich: Allgemeine Senkung des Schwierigkeitsgrades ("[Schwer] ist das neue [Normal]"), Fokussierung auf Gameplayelemente der Konkurrenz ("Überall muss Multiplayer rein, auch wenn es nicht passt", "Call of Duty hat Schlauchlevel, brauchen wir auch"), Interaktion auf Belangloses ("Press [Space] for Super-Awesome-Animationmove"), Werbung in Zielgruppen-untypischen Bereichen (letztens wurde sogar in - wenn ich mich nicht irre - "Bayern 3" für irgendein Spiel beworben, und der Sender zählt zu den Öffentlich-Rechtlichen Senderanstalten) etc...

Mein Eindruck ist, dass die Indies aber jene Zielgruppe ansprechen, die in den 80ern und 90ern schon mit Spielen zu tun hatten oder damit aufgewachsen sind. Wie du sagtest, gibts da den einen oder anderen Ausreißer (Minecraft dürfte das bekannteste Beispiel sein - unabhängig davon, was man vom Spiel hält, kann man seinen Erfolg und seine Verbreitung nicht leugnen), aber sonst werden im Indie-Bereich Tugenden gefordert, die in den kommerziellen Schwergewichten kaum Aufmerksamkeit erfahren (und teilweise den angepeilten Zielgruppen widersprechen, was wohl auch der Grund dafür sein dürfte). "Super Meat Boy" und "The Binding of Isaac" sind dafür sehr gute Beispiele, die eher den Ehrgeiz des Spielers wecken und ihm dabei nicht viel schenken - ich habe mit diesen Spielen teilweise mehr Stunden verbracht als mit dem einen oder anderen ach-so-hochgeloben AAA-Titel... "Legend of Grimrock" ist auch eines jener Spiele, die es - um frei aus einem anderen Magazin zu zitieren - laut gängigen Markenregeln in der Spielebranche im 21. Jahrhundert eigentlich nicht geben dürfte. Dennoch hat sich das Spiel dermaßen gut verkauft, dass der Entwickler schon fleißig am Nachfolger bastelt...

Direkt untergehen werden die Indies ganz sicher nicht; im Gegenteil ist dank Desura und dem Kickstarter-Hype die Branche relativ groß geworden...
 
Dem stimme ich teilweise zu, teilweise aber auch nicht^^. Dazu muss ich etwas ausholen:

Die bekanntesten Spiele und vorallem AAA-Produktionen werden - so mein Eindruck - mehr und mehr auf Massenkompatibilität ausgerichtet (Ausnahmen bestätigen die Regel, Stichwort Dark Souls). Diverse Entwicklungen in den letzten Jahren sprechen da für sich: Allgemeine Senkung des Schwierigkeitsgrades ("[Schwer] ist das neue [Normal]"), Fokussierung auf Gameplayelemente der Konkurrenz ("Überall muss Multiplayer rein, auch wenn es nicht passt", "Call of Duty hat Schlauchlevel, brauchen wir auch"), Interaktion auf Belangloses ("Press [Space] for Super-Awesome-Animationmove"), Werbung in Zielgruppen-untypischen Bereichen (letztens wurde sogar in - wenn ich mich nicht irre - "Bayern 3" für irgendein Spiel beworben, und der Sender zählt zu den Öffentlich-Rechtlichen Senderanstalten) etc...

Mein Eindruck ist, dass die Indies aber jene Zielgruppe ansprechen, die in den 80ern und 90ern schon mit Spielen zu tun hatten oder damit aufgewachsen sind. Wie du sagtest, gibts da den einen oder anderen Ausreißer (Minecraft dürfte das bekannteste Beispiel sein - unabhängig davon, was man vom Spiel hält, kann man seinen Erfolg und seine Verbreitung nicht leugnen), aber sonst werden im Indie-Bereich Tugenden gefordert, die in den kommerziellen Schwergewichten kaum Aufmerksamkeit erfahren (und teilweise den angepeilten Zielgruppen widersprechen, was wohl auch der Grund dafür sein dürfte). "Super Meat Boy" und "The Binding of Isaac" sind dafür sehr gute Beispiele, die eher den Ehrgeiz des Spielers wecken und ihm dabei nicht viel schenken - ich habe mit diesen Spielen teilweise mehr Stunden verbracht als mit dem einen oder anderen ach-so-hochgeloben AAA-Titel... "Legend of Grimrock" ist auch eines jener Spiele, die es - um frei aus einem anderen Magazin zu zitieren - laut gängigen Markenregeln in der Spielebranche im 21. Jahrhundert eigentlich nicht geben dürfte. Dennoch hat sich das Spiel dermaßen gut verkauft, dass der Entwickler schon fleißig am Nachfolger bastelt...

Direkt untergehen werden die Indies ganz sicher nicht; im Gegenteil ist dank Desura und dem Kickstarter-Hype die Branche relativ groß geworden...

Sehe ich auch so. Beispiel: Mit Project Eternity und Torment bekommt man wieder schöne Party-Rollenspiele alter Schule. Mit Shroud of the Avatar ein neues Ultima. Da glänzen bei älteren Spielern gleich die Augen. :-D
 
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