AW:
Na ich weiß nicht. Der Satz wird ihm nicht gerecht. Man muss schon den Zeitgeist mit einbeziehen. Die 3D Spiele der ersten beiden Generationen (PS1+2) möchte ich heute auch nicht mehr spielen. Soll heißen: Damals war technischer Fortschritt ein wichtiger und auch spielspaßbeeinflussender Faktor und es war durchaus legitim sich diesen auf die Fahnen zu schreiben.
"Seltsam" war bei id nur immer, dass die auf einer ganz speziellen Schiene gefahren sind. Auf der einen Seite haben die stets den PC gelobt (auch wenn Q2 erst mit einer teuren Glide / OpenGL-Karte gut aussah und lief) und gleichzeitig die angeblichen Defizite der Konsolen betont (sinngemäß: „id Spiele sind nur auf dem PC gut“), aber trotzdem den Segen für Ports von Quake 1 / 2 / Hundefels / Doom gegeben, bzw. diese selbst entwickelt. Doom-Ableger gab es für SNES, GBA und N64. Quake 2 gab es in erweiterter / modifizierter Form für die PS1 und das N64.
Obwohl man auch damals Konsolen mit Spielen versorgt hat, kamen häufig entsprechende Spitzen gegen eben diese Plattformen. Heute hat Carmack begriffen, dass man - um wirtschaftlich erfolgreich zu sein - alle geeigneten Plattformen "gleichberechtigt" behandeln und mit Software versorgen muss.
Regards, eX!
Du hast zwar Recht, das er gerade was PS2 und Cube angeht nicht viel gutes an der Programmierung dieser Konsolen gelassen hat, aber er hat damals schon ein Faible immer für Mario und Nintendo gehabt. Das betonte er öfters. Er hat nur auf sie gebashed, weil die Programmierung nunmal nicht falsch, anders als für den PC war, und die XBox leicht akzeptiert, weil sie "ähnlich" war, nur Leistungsschwächer. Von "angeblichen Defiziten" würde ich nicht sprechen. Vor allem die Unterschiede hat er immer herausgestellt. Aber hey, warum auch nicht, er ist auch nur ein Mensch, der nunmal den PC sehr mochte, vor Allem von der Programmierung. Wir sollten uns absolut an die eigene Nase fassen, was Akzeptanz von anderem, nicht nur in der IT, angeht.
Das id/Carmack "eingesehen"/"akzeptiert" hat, dass cross-plattform sein muss der Wirtschaftlichkeit wegen, gerade DAS würde ich ihm doch hoch anrechnen, und ihn nicht heute auf mehrere Jahre alte Statements festnageln. DAS sie gelernt haben, dass ist das was id und Carmack ausmacht. Sie haben ja auch sehr schnell eingesehen, dass sie mit Doom3 den falschen Technologie Fokus verfolgt haben. Diese Erkenntnisse sind es die sie alle sympathisch machen. Mal davon ab, mag es ja für id selber auch so richtig gewesen sein, in ihrem Kreis. Es brauch ja nicht jeder alles zu mögen, nur akzeptieren. Und man muss ja auch betrachten, dass Carmack gerade unter vorraussicht, dass sich der PC schneller entwickeln wird, immer wieder betont, dass es für Entwickler und sie wichtig sei, dass die jetzige Plattform noch lange die aktuelle bleibt. Es ist ja auch so, dass sie trotzdem immer noch betonen, dass die PC Version definitiv besser aussehen wird, auf Grund der Möglichkeiten. Also, sie sehen das größere nun, aber wissen auch das ganze im Verhältnis zu sehen.
Jeder von uns hier hat vor Jahren... ach was, letzte Woche, sicher etwas gesagt, was sich als falsch bewiesen hat, ne blöde IDee (sorry ^^') war oder einfach nicht stimmte. Das man daraus lernt ist das einzige was heute zählen sollte. Wenn Microsoft heute sagt, sie haetten mit der XBox alles richtig gemacht, das wäre Mist. Wenn Nintendo sagt, der Cube war erfolgreich, das wäre Mist. Aber gerade Carmack und id sagen oft genug, wenn sie einen falschen Weg eingeschlagen sind.
Bitte versteht diesen Post jetzt nicht gleich wieder als Bash oder sonst was gegen irgendjemanden. Das ist einfach nur meine subjektive Meinung zu Carmack und eXs ja richtig erwähnten früheren Anmerkungen von Carmack.