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Special - Spielemarkt: Deutschland gegen die Welt: Spielkritiken im Vergleich

AW:

Boesor am 08.05.2008 00:41 schrieb:
sickBoy82 am 08.05.2008 00:32 schrieb:
Anno, natürlich ist mangelhafte Langzeitmotivation ein KO Kriterium, ein Aufbauspiel, bei dem ich am zweiten Abend keine Lust mehr habe im freien Spiel weiterzumachen ist ein Fehlschlag, schlicht und ergreifend.

Das mag bei dir so sein, aber ich glaube kaum, dass der test suggeriert, die Motivation hört nach 2 Abenden auf.
wie lang muss dich ein Spiel motivieren, damit es kein "Fehlschlag" ist
Ich weiß nicht wie lange oder intensiv du anno gespielt hast, aber bis zum Schloss/Leuchtturm/Unabhängigkeit dauert es schon eine Weile.

Nein der Test suggerierte das nicht und ich wollte auch nicht meine persönliche Meinung zu dem Spiel als einzig wahren Bewertungsmaßstab durchsetzen. Ich wollte nur feststellen, dass ich diesen Kritikpunkt, der in vielen internationalen Reviews angesprochen wird (http://uk.pc.ign.com/articles/393/393032p3.html) nachvollziehen kann und ihn für zu schwerwigend halte, und das Spiel als sehr gut zu bezeichnen.

Natürlich kann man nicht sagen, das spiel muss mich mindestens 36 Tage fesseln, aber wenn die Motivation derart schnell nachlässt (und eben die mittelfristigen ´Ziele nicht motivierend genug sind weiterzumachen) ist es zumindest für mich kein gutes Spiel.

Die Anmerkung mit dem KO kriterium bezog sich auf sich auf den Post, der fragte soll man dem Spiel deswegen gleich 60-70% geben. Ich würde es tun, aber es scheint ja auch einigen anderst ergangen zu sein...
 
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Einen kleinen Bonus für Spiele aus deutschen Landen kann man eigentlich nicht abstreiten. Ja ja, die Wertungen sind natürlich subjektiv. Trotzdem kann man im internationalen Vergleich einen Trend erkennen, wie der Artikel zeigt. Das ist ja auch legitim, nur muss man halt darauf achten, seine Glaubwürdigkeit nicht zu verlieren.

Ich finde insgesamt, dass die deutschen Redaktionen zu unkritisch sind und, gerade im Segment der Action-Spiele, mit Spitzenwertungen nur so um sich werfen. Jetzt könnte man wieder über Sinn und Unsinn des 100%-Systems streiten, da über die Hälfte des Spektrums in der Bedeutungslosigkeit dahinvegetiert. Stellt sich nur die Frage, ob sich durch ein kompakteres System etwas an den Overratings ändern würde. Wahrscheinlich würde genau das Gegenteil passieren. Ein UT3 würde dann nicht mit schmeichelhaften 91% davonkommen, sondern eine fette 10/10 einsacken. Nicht wirklich besser.

Die deutschen Mags, und damit meine ich jetzt auch ausdrücklich PCG, haben in den letzten Jahren einfach den Fehler gemacht, sich die Messlatte viel zu hoch zu legen. Ein Ego-Shooter ohne 90er-Wertung ist inzwischen schon fast als Enttäuschung einzustufen. Da freut sich natürlich der Publisher, aber der Leser/Spieler ist am Ende der Dumme, weil es dadurch viel schwieriger wird zu differenzieren, wenn alles so nahe zusammen liegt. Dadurch wird der eigentliche Sinn verfehlt, nämlich eine Kaufberatung zu geben.

SSA
 
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Burtchen am 07.05.2008 20:35 schrieb:
Ich könnte mich irren, aber

1. spricht doch der Test den Kritikpunkt langfristig mangelnder Abwechslung an und
2. gibt es keine Objektivität bei der Spielebewertung.

Nein, Sie irren sich nicht! Doch genau das ist ja der Kritikpunkt, wie in schon einer meiner Vorredner gut aufgefasst hat: Warum dann trotzdem solch eine hohe Wertung? Wie kann man Dinge bemängeln (gerade die Langzeitmotivation ist ein Hauptpunkt in der Spielspaßwertung) und dann trotzdem Wertungen verteilen, die dem nicht gerecht werden? Und auf meinen Punkt, daß in den letzten Jahren zu euphorische Wertungen vergeben wurden(da erwähnte jemand ganz richtig Gothic3, woraus Ihr ein Ab- und Aufwertungsspektakel gemacht habt) wird nicht eingegangen ;-)
Aber verstehen Sie mich bitte nicht falsch! Ich bin seit über Zehn Jahren treuer Leser eurer Zeitschrift und finde ihr macht wunderbare Arbeit bei euren Artikeln. Aber anders als früher entscheide ich bei einem Test nicht mehr nach der Spielspaßwertung, sondern nach dem Fazit und eben allgemein dem Testartikel.
Und das ist eben Punkt 2: Natürlich ist eine Bewertung einer Sache immer Subjektiv, keine Frage! Aber wenn ein Redakteur nicht objektiv bewerten kann, tut mir leid, dann sollte er keine Tests schreiben.
Klingt widersprüchlich! Aber ich meine damit, wenn Ihnen persönlich(mir fällt gerade ein ,daß Sie ja diesen Test geschrieben haben :-D )Anno so gut gefällt, kann und will Ihnen das niemand schlecht reden. Aber man kann wohl erwarten, daß ein Test in einer Zeitschrift welche, wenn ich nicht irre über 1 Million Menschen jeden Monat lesen, nicht eine Bewertung eines Spiels widergibt die wohl nur 10% der Leser ebenso vergeben würden. Sondern man erwartet eine OBJEKTIVE Meinung, die eben als Einkaufsratgeber dient und somit auch eine Wertung entsteht die nicht nur mit "Fanbrille" der Realität entspricht.
Denn es ist durchaus irritierend, ernsthafte Kritikpunkte(Früher war die Langzeitmotivation so ein Punkt! - Ja Früher war alles besser ;-)) zu lesen. Aber dann eine Wertung von über 85% zu sehen. Oder sind Sie da anderer Meinung Herr Burtchen?
 
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Ein sehr guter Artikel! Gute Arbeit!

Die oft vertretene Auffassung, die Amis mögen alles einfacher, weil sie allgemein ein bisserl doof sind, ist vielleicht auf anti amerikanistischen Vorurteilen begründet. Dann wäre ja auch die Civ Reihe kaum so erfolgreich. Sie mögen es vielleicht einfach abwechslungsreicher und motivierender, durchaus auch schneller, wollen einfach mehr Spass haben beim Spielen, hassen Spiele, die in Arbeit und Wirtschaftsabhandlungen ausarten. Wollen Spiele des Spielen willens, nicht um sich zu beweisen, dass sie selbst die härtesten WiSims knacken können.

Der Trend zu hohen Wertungen seitens der deutschen Printmags ist vielleicht auch dadurch zu begründen, dass die diversen Marktstudien ergeben, dass der Durchschnittsleser gar nicht an der ungeschminkten Wahrheit über einen Hypetitel intressiert ist, sondern die Zeitschrift bevorzugt, die seiner eigenen (überzogenen) Meinung am ehesten entspricht. Wie man auf amazon zb gut sehen kann, werden da oft Spiele noch zig Monate vor dem Erscheinen in den UserReviews gen Himmel gelobt. Wehe ein Magazin wagt es, dem Spiel weniger als 90% + X zu geben. Und das, obwohl noch keiner das Spiel gespielt hat.

Doch durch den nicht zu übersehenden allgemeinen Trend zum Hype in den Previews bei den Printmags, haben sie sich diese überzogene Erwartungshaltung der Fans auch selbst zuzuschreiben, keine Frage.
 
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Cornholio04 am 08.05.2008 08:54 schrieb:
Burtchen am 07.05.2008 20:35 schrieb:
Ich könnte mich irren, aber

1. spricht doch der Test den Kritikpunkt langfristig mangelnder Abwechslung an und
2. gibt es keine Objektivität bei der Spielebewertung.

Nein, Sie irren sich nicht! Doch genau das ist ja der Kritikpunkt, wie in schon einer meiner Vorredner gut aufgefasst hat: Warum dann trotzdem solch eine hohe Wertung? Wie kann man Dinge bemängeln (gerade die Langzeitmotivation ist ein Hauptpunkt in der Spielspaßwertung) und dann trotzdem Wertungen verteilen, die dem nicht gerecht werden?
Bezogen auf Anno 1701 halte ich 86 Punkte für eine gerechte Wertung. Ja, das Spiel wird urch die mangelnde Kampagne nach etlichen Stunden etwas weniger unterhaltsam, aber sackt (Motivationskurve!) trotzdem nicht unter einen guten Wert - nur eben nicht mehr so super-euphorisch wie am Anfang der ersten Siedlung.
Und das ist eben Punkt 2: Natürlich ist eine Bewertung einer Sache immer Subjektiv, keine Frage! Aber wenn ein Redakteur nicht objektiv bewerten kann, tut mir leid, dann sollte er keine Tests schreiben.
Das verstehe ich nicht ganz.
1. Eine Bewertung ist immer subjektiv.
2. Eine Bewertung durch einen Redakteur muss objektiv sein.

Das schließt sich für mich aus. Zumal ich glaube, dass dann niemand auf dieser Welt Tests schreiben dürfte.
Klingt widersprüchlich! Aber ich meine damit, wenn Ihnen persönlich(mir fällt gerade ein ,daß Sie ja diesen Test geschrieben haben :-D )Anno so gut gefällt, kann und will Ihnen das niemand schlecht reden. Aber man kann wohl erwarten, daß ein Test in einer Zeitschrift welche, wenn ich nicht irre über 1 Million Menschen jeden Monat lesen, nicht eine Bewertung eines Spiels widergibt die wohl nur 10% der Leser ebenso vergeben würden. Sondern man erwartet eine OBJEKTIVE Meinung, die eben als Einkaufsratgeber dient und somit auch eine Wertung entsteht die nicht nur mit "Fanbrille" der Realität entspricht.
Denn es ist durchaus irritierend, ernsthafte Kritikpunkte(Früher war die Langzeitmotivation so ein Punkt! - Ja Früher war alles besser ;-)) zu lesen. Aber dann eine Wertung von über 85% zu sehen. Oder sind Sie da anderer Meinung Herr Burtchen?
Aber natürlich!

Ich glaube tatsächlich nicht, dass nur 10% aller Leser meine Meinung teilen. Bei Gamesvote sieht es zum Beispiel anders aus.
Ich glaube auch, mit der deutschlandweit niedrigsten Wertung kann ich mir die Fanbrille getrost absetzen.

Wo sagen wir, dass wir objektiv werten? Und vor allem: Wie soll das bitte aussehen? Spiele sind doch keine Waschmaschinen!

Objektive Spielspaßbewertung gibt es nicht. Nicht von mir, nicht von irgendeinem anderen Redakteur dieser Welt. Jeder Redakteur, der einem das Gegenteil weißmachen will, lügt.
 
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Burtchen am 09.05.2008 00:20 schrieb:
Ich glaube tatsächlich nicht, dass nur 10% aller Leser meine Meinung teilen. Bei Gamesvote sieht es zum Beispiel anders aus.
Ich glaube auch, mit der deutschlandweit niedrigsten Wertung kann ich mir die Fanbrille getrost absetzen.

Wo sagen wir, dass wir objektiv werten? Und vor allem: Wie soll das bitte aussehen? Spiele sind doch keine Waschmaschinen!

Objektive Spielspaßbewertung gibt es nicht. Nicht von mir, nicht von irgendeinem anderen Redakteur dieser Welt. Jeder Redakteur, der einem das Gegenteil weißmachen will, lügt.

Das mit der Deutschlandweit niedrigsten Wertng wusste ich garnicht, gut! Aber mir immer noch zu hoch :-D da haben wir dann genau meinen bemängelten Punkt: Das ist ebenso subjektiv wie Ihre Wertung. Von daher muss ich Ihnen natürlich recht geben! Es ist unmöglich rein objektiv zu bewerten - keine Frage.

Ich habe jetzt wohl auch im Eifer des "Gefechts" ein wenig dramatisch formuliert. Dafür bitte ich um entschuldigung!
Denn Ihre Tests gehören meiner Meiung nach zu den Besten im Heft, eben von so mancher Wertung mal abgesehen. ;-)

Aber ich meine ein Quentchen mehr Objektivität wäre möglich und ebenso sinnvoll. Laßen Sie mich erklären: Wenn bei einem Spiel eben solche Dinge kritisiert werden, wie eben zum Beispiel bei Anno, finde ich sollte sich ein Redakteur kurz zurrücklehnen, und überdenken: "Okay wenn nun jemand nicht so oft solche Spiele spielt(kein Fan solcher Spiele ist), würde es ihn bestimmt schneller langweilen. Er würde die kritisierten Punkte stärker gewichten und somit bestimmt eine niedrigere Wertung vergeben."
So Moment, jetzt kommt der springende Punkt :-) : Natürlich ist dies dann wieder subjektiv gesehen! Aber ich denke wenn man nun hergeht und sagt: "Mir gefällt das Spiel sehr gut, der breiten Masse wohl ein bischen weniger. Da ich als Liebhaber des Genres über Dinge hinwegsehe. Dann sollte ich wohl 2-3 Punkte(nennen wir dies den "Subjektivitätsfaktor") Spielspaß von meiner Wertung abziehen."

So das war nun ein haufen Text und es bestimmt ein wenig Korinthenkackerei. Dennoch wollte ich mich nun noch erklären und da es ja auch die ein oder andere kritische Stimme neben meiner gibt, war es doch mal nett darüber geredet zu haben! ;-)
 
AW:

Ich nehme mir einmal aus dem Artikel, der mir übrigens recht gut gefallen hat, einen einzelnen Satz heraus (Seite 3, letzter Absatz), um hier evtl. hinter die Objektivität eines der größten europäischen PC-Spielemagazine zu schauen.

Nicht nur - in den Vereinigten Staaten ist die Präsentation ein weniger wichtiges Kriterium, denn nur eine geringe Zahl der spielenden Amerikaner verfügt über High-End-PCs.
1. Frage:
Stammt der ganze Bericht von Thomas Wilke (Online-Volontär) oder sind noch andere Redakteure der PC Games Redaktion daran beteiligt gewesen?

2. Frage:
Woher beruht die Annahme, dass der (allgemeine) Amerikaner weniger Wert auf die Präsentation legt?

3. Frage:
Wie kommt man zu dieser Mutmaßung, in derer die spielenden Amerikaner nur in sehr geringer Zahl über High-End-PCs verfügen?


Auf was beruht dieser einzelne Satz eigentlich?
auf Vermutungen, auf jahrelange Erfahrungswerte, der berühmte „Blick“ hinter die Kulissen, Mutmaßungen, Quellenstudium, auf Umfrageergebnisse, Berichterstattungen, hören und sagen, Studienergebnisse oder auf eigene Hypothesen.
 
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