AW: Special - Spielemarkt: Die Top Ten der Videospiel-Gefühle
Der Blog-Eintrag ist mit Sicherheit interessant, allerdings gefällt mir die Aufschlüsselung der Ergebnisse, mit eigenen Schlüssen und Wortschöpfungen des Autoren, überhaupt nicht. Der Eintrag gibt auch keine Aufschlüsse, wie die Ergebnisse der Umfrage zustande kommen. Auch die Bedeutung der Ergebnisse der Umfrage spielen für den Autor des Blog-Eintrags ganz offensichtlich keine Rolle. Da ich, im vergleich zu vielen anderen, nicht auf so einer Basis über ein Thema diskutieren mag, habe ich mich auf die Suche nach besagter Umfrage gemacht und daran ebenfalls teilgenommen. Hier folgen meine Ergebnisse, und ein Link zu einer .pdf Datei, die genauer darüber Aufschluss gibt, was Begriffe wie Hard oder Easy Fun bedeuten.
Wer will, kann selbst an der Umfrage teilnehmen. *click* und sich eine eigene Meinung bilden.
The Way You Play:
Your preferred pattern of play is Complex Mimicry
(Ludic Mimicry).
Some of the ways you enjoy games include:
Hard Fun: 12.5%
Easy Fun: 87.5%
Serious Fun: 37.5%
People Fun: 91.25%
Happy Fun: 25 %
Achievement Fun: 87.5%
Scary Fun: 100%
Mischievous Fun: 75%
An explanation of some of these terms can be seen in this PDF titled, Why We Play Games: 4 Keys to More Emotion from XEO Design
Gaming Skills:
You are an Expert Player
Your strongest Skill Set is Diplomatic
Zum eigentlichen Ergebniss möchte ich nichts weiter schreiben, wohl aber zu der Diskussion, über moralische Entscheidungen in Spielen. Mir will es sich nicht ganz erschliessen zu welchem Zweck hier paralellen zwischen einer Spielwelt, ganz konkret Bioshock, und der Realität gezogen werden. Auch ist mir aus den antworten nicht klar geworden, wieso das fehlen von Emotionen bei einem Spiel ein Zeichen von abstumpfung sein sollte. Schlimmer noch, hier wird mit moralischen Entscheidungen argumentiert, auch so eine Sache die ich im Bezug auf Spiele nicht im geringsten verstehen kann. Für mich ist das ganze keine Frage der Moral, einen Computer generierten Gegner aus dem Weg zu räumen, da ich immer die Gewissheit habe, es ist nicht real. Ich käme im Leben nicht auf die Idee zu denken, aber das würde ich doch im echten Leben auch nicht machen, oder, diese Aktion ist schädlich für andere NPC. Damit würde ich mir doch nur selbst den Spass an so manchem Spiel verderben, wenn ich ständig darüber nachdenke, aber das ist falsch, und das nicht gut, und moralisch wäre es bedenklich diesen und jenen Gegner zu töten. Alles das passiert in einem Spiel, hat aber keine Auswirkung auf mein Leben, wie ich denke, fühle, oder in bestimmten Situationen handle.
Ich empfinde aber schon etwas während ich ein Spiel spiele. Manchmal Wut, wenn ein Gegner nicht gleich umfällt, oder ich eine Stelle so und so oft mal wiederholen muss, damit ich weiterkomme. Auch empfinde ich Freude, wenn ich eine Stelle in einem beliebigen Spiel endlich geschafft habe, und Schadenfreude in einer Multiplayer-Party, wenn einem Mitspieler etwas dummes passiert. Lachen muss ich auch oft, wenn in einem Spiel etwas witziges passiert, und ich kann mich auch in RPG in die Charaktere hinein versetzen, und auch Entscheidungen treffen, von denen ich weiss, das sie mit Sicherheit in einer Katastrophe Enden. Ausnahmen betreffend meiner Gefühle während eines Spiels sind, abgesehen von Scham, jegliches fehlen von Schuld. So bald ich aber ein Spiel beende und wieder auf dem Desktop bin, dann habe ich in den meisten Fällen meinen Spass gehabt, und widme mich anderen Dingen. Ich denke dann auch nicht weiter darüber nach, ob ich in einem Spiel Little Sister

oder andere NPC, Drachen, Gnome, Gnolle getötet habe, denn danach schalte ich einfach ab, und lasse das Spiel hinter mir. Was von Spielen übrig bleibt sind verschiedene Eindrücke, besonders tolle Szenen, besonders spannende Momente, und das wichtigste, das Gefühl, mich gut unterhalten gefühlt zu haben.
