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  1. #21
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    Mich würde interessieren, welche Autos die Stuidenteilnehmer fahren. Ich merk es bei mir selber, wenn man ein Auto fährt, das, als Richtwert, über 100 PS hat, dann ist das eine große Umstellung. Bei meinem aktuellen Auto, das ich seit letztem Jahr hab (und das 1. Auto das über 100 Ps hat), bin ich immer wieder überrascht, wie schnell ich bei 130 bin obwohl ich denke, das ich nicht voll aufs Gas trete. Ich selber fahre gern Rennspiele, aber ich bin eher der Simulationsfahrer (über 400 Stunden in Assetto Corsa).

    Ich finde, die Studie müßte man europaweit machen, da jedes EU-Land auch anderes Fahrverhalten ausweist. Ich hab vor kurzem in der Auto, Motor, Sport gelesen, das z.B. in Polen die Fahrer gern handgreiflich werden während in Deutschland sich die Fahrer oft über andere aufregen.
    Wisdom is a curse when wisdom does nothing for the man who has it

  2. #22
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    Avatar von Cobar
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    Zitat Zitat von MichaelG Beitrag anzeigen
    Frauen haben beim Autofahren genauso ihre Schwächen wie Männer die ihren. Nur auf anderen Gebieten (überwiegend Orientierungssinn, Einschätzung von Maßen z.B. beim Einparken oder beim Thema Fahrzeugfront/-nase) und beim Thema Vorfahrt; Frauen nehmen häufiger an Kreuzungen oder einmündenden Straßen ohne Ampelregelung die Vorfahrt in der Innenstadt; auch das typische schnell noch vor dem ankommenden Fahrzeug mit Vorfahrt "herausschnippeln" machen Frauen nachdem was ich bisher beobachtet habe häufiger als Männer). Anderes Beispiel: Oft stehen Frauen mit ihrem Auto nicht komplett vorn an der Sichtlinie zur Querstraße oder dann das andere Extrem dann gleich mit 30% vom Fahrzeug schon auf der querenden Fahrbahn, daß man um deren Front einen Bogen fahren muß. Dieses Phänomen mit dem Einschätzen der Fahrzeugfront trifft dann aber auch auf ältere Männer (ü 70+) zu. Bei "jüngeren" Männern liegen die Probleme eher beim Sektor Geschwindigkeitsüberschreitungen und erhöhtem Risiko eingehen.

    Daher würde ich nicht pauschal behaupten wollen, daß Frauen generell die schlechteren oder die besseren Autofahrer sind. Sie haben nur andere Schwerpunkte bei den "Problemen" als die Männer. Jüngere Frauen spielen auch gern häufig während der Fahrt am Handy herum (klassisches Beispiel und häufiger selbst beobachtet). Ich laufe zur Apotheke (Luftlinie 450-500 m entfernt) und schaue mich dabei immer etwas um. Eine junge Frau (geschätzte Anfang bis Mitte 20) parkt gerade mit ihrem Golf aus und der erste Griff während des losfahrens geht erst einmal zum Smartphone. Oder bei der Einfahrt zum Fitnesstudio. Ich fahre hin, eine junge Frau (auch so in den 20ern) kommt rechts aus der Einfahrt vom Parkplatz rausgeschossen, schneidet mich und in deren Hand ist ein Smartphone. Das sind nur 2 von vielen Beispielen. Aber das Smartphone-Phänomen ist wohl eh (überwiegend bei den jüngeren Leuten) am Steuer generell ein Problem. Deutlich häufiger gesehen hab ich das aber bei Frauen als bei Männern.

    Oder sie verpennen manchmal auch die Grünphase weil sie in dem Moment mit anderen Dingen (Frisur/Schminke) beschäftigt sind statt auf den Verkehr oder die Ampel zu achten. Fällt mir zumindestens öfters mal an der Ampel auf. Oder sie schneiden gern beim Abbiegen die Kurven, manche blinken auch nicht oder erst auf dem allerletzten Drücker oder alternativ auch zu spät (wenn bereits 60% vom Spurwechsel schon vorbei sind). Auch das aprupte Spurwechseln ohne Rücksicht auf den rückwärtigen Verkehr vor einer Kreuzung ist eher typisch weiblich. Was nicht bedeutet, daß einige Männer das nicht auch machen. Aber ich sehe das in Verhältnis deutlich häufiger bei Frauen.
    Ich glaube, du hast dich da ziemlich auf etwas eingeschossen, kann das sein?

    Naja, egal... Ich glaube auch eher weniger, dass Rennspiele sich groß auf das generelle Fahrverhalten von Autofahrern auswirken.
    Zwar ist die Situation ungemein größer, dass man mal mit einem Auto fährt als dass man eine Waffe ind er Hand hat und in einen Krieg marschiert (Beispiel Kilelrspiele), aber viele Leute fahren einfach häufig zu schnell oder teils riskant ohne dass sie Rennspiele spielen würden. Ich gehe sogar davon aus, dass Rennspiele eher dann gespielt werden, wenn man sowieso schon zum schnelleren Fahren neigt und nicht andersherum und genau so müsste man diese unnötige Studie wohl auch verstehen.
    Nicht die Rennspiele sind es, die die Autofahrer schlechter machen, sondern wer gerne schnell fährt, der hat vielleicht oftmals auch mehr Spaß an Rennspielen und spielt sie deswegen.

    Ich verstehe übrigens nicht, wieso hier immer von "der Ängstliche" gesprochen wird, wenn mal jemand nicht mit 200 rumfährt oder sich vielleicht sogar unterhalb des Geschwindigkeitslimits befindet.
    Man muss nicht immer auch 110 fahren, nur weil man es dürfte, auch auf der Autobahn nicht...
    "I'm not a leader of men, since I prefer to follow!"

  3. #23
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    Avatar von MichaelG
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    Zitat Zitat von huenni87 Beitrag anzeigen
    Der Aussage der Studie grundsätzlich würde ich sogar zustimmen. Obwohl, ne. Menschen die viele Rennspiele spielen sind nicht zwangsläufig die schlechteren Autofahrer, sondern eher die risikoreicheren. Wurde ja hier auch schon gesagt.

    Das Problem ist aber eben meistens, wer ist jetzt der schlechtere Autofahrer wenn der risikobereite auf den ängstlichen trifft. Bestes Bsp. Autobahn. Kommt täglich tausendfach vor. Ein Auto kommt mit 200 km/h links angefahren (Das ist der Gamer ) und in der Mitte fährt ein eher ängstlicher Fahrer der mit 110 unterwegs ist. Rechts ein LKW. Nun blinkt bspw. der LKW weil er einen anderen LKW überholen will.

    Das korrekte Verhalten wäre nun. Der langsame muss nach hinten schauen, die Situation einschätzen. Er sieht den Gamer heranrauschen und entscheidet sich daher auf der mittleren Spur zu bleiben. Nun zieht der LKW aber einfach raus, die Sau. Also was macht der ängstliche Fahrer? Er sollte bremsen um den LKW herausfahren zu lassen. Doch was tut er in der Regel, er zieht nach links, ohne zu schauen oder kurz zu überlegen. Es ist eine Kurzschlussreaktion, ein Bauchgefühl. Nun rauscht der Gamer in den ängstlichen hinein und es kommt zum Unfall. Der LKW Fahrer ist natürlich weg, der hatte damit ja nichts zu tun.

    Laut Rechtsprechung hat der Gamer schon mal grundsätzlich eine Mitschuld, weil zu schnell. (Richtgeschwindigkeit) Und ich weis, dass sehr viele Menschen jetzt, wahrscheinlich auch hier, auf den bösen Raser schimpfen. Doch wer ist in diesem Szenario denn der "schlechtere Autofahrer"? Wirklich der, der 200 gefahren ist? Eine ganze Kette an Ereignissen und Fehlentscheidungen hat dazu geführt, angefangen beim LKW Fahrer, aber am Ende ist der Raser über den geschimpft wird.

    Das ist nur eines von Hunderten oder tausenden Beispielen die täglich vorkommen und in den meisten Fällen sogar gut gehen. Wie auch die von Michael beschriebene Überholsituation.

    Sowas hatte ich ähnlich mal selbst wo es auch zum Unfall kam. Ich fuhr hinter einer Dame her die ihrerseits hinter einem Opchen war. Wir fuhren über viele KM hinter Opchen her und bei keiner Situation machte die Dame Anstalten zu überholen. Ich wartete immer brav ab, doch nichts. Dann erkannte ich meine Chance und zog raus. Als ich bereits neben ihr war, zog sie ohne zu schauen raus und wollte dann plötzlich überholen. Ich konnte einen schweren Unfall nur vermeiden, weil ich mit 100 km/h einen Begrenzungspfahl umfuhr und auf den Radweg neben der Straße auswich. Mein Auto kaputt, sie fuhr weiter. Ein nachfolgender der das gesehen hat, ist ihr dann gefolgt und brachte sie zum stehen. An der Unfallstelle erklärte die Polizei ihr dann, dass sie eben nicht das Anrecht hat als erstes zu überholen und alle anderen warten müssen. Und das sie den rückwärtigen Verkehr auch beim Überholen beachten muss. Die Polizei sprach ihr vor Ort sogar die Schuld zu. Und dann ging das Theater los.

    In Ihrer Aussage war ich plötzlich ein Drängler und habe sie über viele KM lang genötigt. Sie brach bei der Verhandlung sogar in Tränen aus wie fertig sie das gemacht hat. Und jetzt seht die Situation mal aus dem Blick. Ein 24 Jähriger, der in einem 200 PS starken getunten BMW unterwegs ist und eine Mutti in ihrem 12 Jahre alten Golf. Was glaubt ihr wer am Ende Recht bekommen hat? Richtig, ich nicht. Sie hatte keinerlei Schaden und ich durfte meine Reparatur selbst regeln. Wer ist in dem Szenario der schlechtere Fahrer gewesen?
    Da wäre es sinnvoll gewesen die anderen Zeugen vor Gericht griffbereit zu haben (ich weiß Theorie). Aber die Frau hat sich hier offensichtlich mit Händen und Füßen gesträubt und gelogen, damit sie den Schaden nicht übernehmen muß. Es wäre auch gut gewesen die Polizisten mit in den Gerichtsfall einzubinden. Ich hätte bei der Dame auch auf dem vollen Programm bestanden (Alkoholtest und Co.)

    Aber vor Gericht ist Recht bekommen nicht gleichzusetzen mit Recht haben. Leider. Und das auch sehr häufig.

    Und zu 1. Fall. Das ist ein typischer Fall wie er zigfach auf der Autobahn in Deutschland vorkommt. Normalerweise müßte sich der Mittelspurfahrer zurückfallen lassen sofern das noch geht (wenn er nicht schon fast vorbei am Lkw ist) um den Lkw überholen zu lassen (der eh nicht zurückzieht). Daß der Mittelspurfahrer in 99% der Fälle aber rauszieht ist leider nichts neues. Ich hatte vor kurzem auch so ein Erlebnis. Ich überhole auf der Mittelspur einen großen Lkw und bin fast an dem vorbei. Der Lkw zieht aber plötzlich in dem Moment raus. Ich will daraufhin nach links ausweichen aber links neben mir ist bereits irgendein BMW der mich meinerseits überholt. Der denkt aber clevererweise mit und fährt äußerst links, ich soweit links wie möglich und der Lkw (ein Litauer) überholt gemütlich den anderen Lkw. Da wurde aus einer 3-spurigen Autobahn für kurze Zeit eine 4-spurige. Auch nicht ohne so eine Situation. Den Lkw-Fahrer hatte das ganze aber 0 gejuckt.

    Deswegen fahre ich bei stärkerem Verkehr in der Regel nicht so schnell. Weil ich immer damit rechnen muß, daß irgendein Trödler auf die Mittelspur oder von der Mittelspur ganz nach links zieht. Gern auch wenn er in 1 km Entfernung irgendein Fahrzeug auf der rechten Fahrspur sieht. Statt andere erst einmal vorbeizulassen zieht er aber ohne Rücksicht auf Verluste raus. Es gibt auch gern mal im Lkw-Überholverbot 2 Lkw nebeneinander. Oder bei dreispurigen Autobahnen überholen Lkw öfters trotz Verboten auch ganz links.
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  4. #24
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    Avatar von Bonkic
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    Zitat Zitat von MichaelG Beitrag anzeigen
    Ja Zugang zu den Daten nur mit Premiumaccount. Alles klar.
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  5. #25
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    Zitat Zitat von Bonkic Beitrag anzeigen
    link in die google-suchleiste eingeben -> draufklicken -> freuen
    Oder den anderen Link benutzen. Die Zahlen vom Statistischen Bundesamt sind natürlich die gleichen, nur die Präsentation ist etwas...unkomfortabler.
    "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben."

    Alexander von Humboldt



  6. #26
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    Avatar von Promego
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    Hat jemand von euch die Studie gelesen? Gibt es einen Link dazu?

  7. #27
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    Avatar von LarryMcFly
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    Zitat Zitat von MichaelG Beitrag anzeigen
    Frauen haben beim Autofahren genauso ihre Schwächen wie Männer die ihren. Nur auf anderen Gebieten (überwiegend Orientierungssinn, Einschätzung von Maßen z.B. beim Einparken oder beim Thema Fahrzeugfront/-nase) und beim Thema Vorfahrt; Frauen nehmen häufiger an Kreuzungen oder einmündenden Straßen ohne Ampelregelung die Vorfahrt in der Innenstadt..
    Wir haben hier in einer unter 100000 Einwohner Stadt inzwischen einen guten Teil Kreiverkehr.
    Meine ganz persönliche Statistik hier:
    Junge Kerle mit entsprechenden Wagen versuchen oft ihre Geschwindigkeit in den Kreisverkehr hinein zu halten - wenn man entsprechend vor ihnen in den Kreisverkehr einbiegt und sie deswegen stoppen müßten, erhöhen sie oft sogar noch die Geschwindigkeit damit sie vor einem durch sind - um ja nicht abbremsen zu müßen.
    Deswegen mach ich öfters etwas langsamer, damit sich die armen Jungs im allerbesten Fall nicht die Felgen versauen, weil sie die Linie nicht halten können.
    Genau das Gegenteil (zumindest hinsichtlich der Konzentration und Aufmerksamkeit) sind junge Frauen.
    Hier vermute ich, daß diese Damen eine im Wagen eingebaute Vorfahrtautomatik haben.
    Denn nach links wird gar nicht geschaut - wozu auch, man fährt einfach in den Kreisverkehr ein, die anderen werden schon bremsen auch wenn sie nur einen halben Meter entfernt sind.
    Und ja...die Smartphones sind eine erhebliche Seuche was die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer angeht...
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  8. #28
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    Avatar von LarryMcFly
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    Zitat Zitat von Cobar Beitrag anzeigen
    Ich verstehe übrigens nicht, wieso hier immer von "der Ängstliche" gesprochen wird, wenn mal jemand nicht mit 200 rumfährt oder sich vielleicht sogar unterhalb des Geschwindigkeitslimits befindet.
    Man muss nicht immer auch 110 fahren, nur weil man es dürfte, auch auf der Autobahn nicht...
    Hier wird nicht immer von "der Ängstliche" gesprochen oder willst du aus einer Aussage von einer Person (huenni87) das konstruieren?
    Außerdem hat er nicht behauptet, daß jeder der langsamer fährt ängstlich ist, sondern hat in dem Beispiel gebracht das der Ängstliche sich in diesem Fall falsch verhält wenn er einfach nach links rauszieht, anstatt seine Gechwindigkeit weiter zu reduzieren, damit der LKW sein erzwungenes (da regelwidrig) Überholmanöver abschließen kann.
    Nein man muß nicht immer die maximal mögliche Geschwindigkeit fahren, ich möchte aber auch erinnern, daß "Gegen die StVO verstößt auch, wer ohne triftigen Grund durch Langsamfahren den Verkehr behindert. Die Geschwindigkeit müsse so gewählt werden, dass sie sich dem Verkehrsfluss anpasse." ( §3 Absatz 2 StVo) gültig ist.
    Es mag seltener vorkommen, aber es wird tatsächlich auch durch die Polizei geahndet, wenn der Beschuldigte freie Fahrt hätte und sich hinter ihm unnötigerweise eine Fahrzeugschlange bildet.

    Zitat Zitat von Spassbremse Beitrag anzeigen
    @huenni87: Tempolimit 120-130km/h, und das Problem ist gegessen.
    NIEMAND sollte im öffentlichen Raum mit 200 Sachen durch die Gegend brettern, egal, wie "toll" er sich selbst als Fahrer einschätzt.
    Nicht die langsamsten Verkehrsteilnehmer haben sich nach den schnellsten zu richten, sondern umgekehrt.
    Wer rasen will, soll das in seiner Freizeit auf privaten bzw. extra dafür ausgelegten Rennstrecken tun (ich bin durchaus dafür, solche Möglichkeiten für Rennfreunde auszubauen bzw. zu schaffen)
    130 ist eine Richtgeschwindigkeit auf Autobahnen, wer darüber ist bei entsprechenden positiven Strecken und Wetterverhältnissen ist mitnichten ein Raser, entsprechendes sollte man in der Fahrschule mit abschließender Fahrprüfung vermittelt bekommen haben - alles andere ist lediglich Populismus.
    Wie oben schon beschrieben ist es keinesfalls automatisch so (insbesondere auf Autobahnen) das sich die schnellsten nach den langsamsten Fahrern zu richten haben, sondern auch hier gilt insbesondere §1 Grundregel (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht & (2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.
    Wer sich außer stande sieht diese einfachen Regeln zu befolgen - im Schnellen oder im Langsamen, hat grob gesagt als Fahrer eines motorisierten Fahrzeugs nichts auf öffentlichen Straßen verloren.
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  9. #29
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    Zitat Zitat von LarryMcFly Beitrag anzeigen
    130 ist eine Richtgeschwindigkeit auf Autobahnen, wer darüber ist bei entsprechenden positiven Strecken und Wetterverhältnissen ist mitnichten ein Raser, entsprechendes sollte man in der Fahrschule mit abschließender Fahrprüfung vermittelt bekommen haben - alles andere ist lediglich Populismus.
    Du magst das als Populismus sehen, ich sehe zu schnelles Fahren als gefährlichen Anachronismus, aus einer Zeit stammend, in der die Autos erstens insgesamt deutlich weniger leistungsstark waren und zweitens die Verkehrsdichte erheblich geringer war.
    Nun wird ja immer gerne argumentiert, dass deutsche Autobahnen ja insgesamt sehr sicher seien und auch Unfälle aufgrund hoher Geschwindigkeiten eher die Ausnahme seihen, ich aber argumentiere, dass bereits JEDER vermeidbare Unfall Grund genug für entsprechende Einschränkungen ist.


    Wer sich außer stande sieht diese einfachen Regeln zu befolgen - im Schnellen oder im Langsamen, hat grob gesagt als Fahrer eines motorisierten Fahrzeugs nichts auf öffentlichen Straßen verloren.
    Da stimme ich zu, wobei ich ja eh inständig hoffe, dass in wenigen Jahr(zehnt)en autonome Fahrzeuge der Standard sein werden und die völlig losgelöst vom Faktor Mensch unfallfrei von A nach B navigieren.
    "Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben."

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  10. #30
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    Zitat Zitat von Spassbremse Beitrag anzeigen
    Nun wird ja immer gerne argumentiert, dass deutsche Autobahnen ja insgesamt sehr sicher seien und auch Unfälle aufgrund hoher Geschwindigkeiten eher die Ausnahme seihen, ich aber argumentiere, dass bereits JEDER vermeidbare Unfall Grund genug für entsprechende Einschränkungen ist.
    Ich bin kein Freund davon Leben mit Leben bzw. Tod mit Tod aufzuwiegen, aber du läßt mir hier keine Wahl:
    Auch ein beliebtes Argument ist, daß mehr Leute im Haushalt umkommen (knapp 10000) als auf Autobahnen (um die 400, wobei die grob zur Hälfte auf Geschwindigkeit fallen).
    Normalerweise würde ich so einen Vergleich als nicht wirklich stichfest behandlen, da du aber argumentierst, dass bereits JEDER vermeidbare Unfall Grund genug für entsprechende Einschränkungen ist, die Frage:
    In wie weit sollten wir jegliches normales Leben komplett einschränken um die horrenden Todeszahlen im Haushalt zu verhindern?
    Allein Absicherung, TÜV, Gutachter, Kontrolleure für jeden Haushalt etc. müßte eine Mehrbelastung pro Haushalt von mehreren Tausend Euro pro Jahr und Kopf verursachen, von den Verboten allein gar nicht zu sprechen (durchgehende Kameraüberwachung eines jeden Haushaltes um einen Notfall schnell zu entdecken und die betreffende Person zu retten etc.).
    Wer Leben retten will sollte mit solchen Einschränkungen komplett einverstanden sein oder nicht?

    Zitat Zitat von Spassbremse Beitrag anzeigen
    Da stimme ich zu, wobei ich ja eh inständig hoffe, dass in wenigen Jahr(zehnt)en autonome Fahrzeuge der Standard sein werden und die völlig losgelöst vom Faktor Mensch unfallfrei von A nach B navigieren.
    Auch wenn ich allein schon Automatikgangschaltung als Lästerung gegenüber den Autogottheiten ansehe...die Beine hochlegen und meine Lieblingsserie anschauen, während mein Fahrzeug auf der Autobahn vor sich hin kreuzt ist ein netter Gedanke...
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  11. #31
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    Avatar von MichaelG
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    Also ich bin für das aktuelle Prozedere. Es sind eh schon 70% aller Autobahnen mit Tempobegrenzung versehen. Und der Großteil der Unfälle geschieht aufgrund Unachtsamkeit/Abgelenktheit (am Stauende reinkrachen) oder Spurwechsel ohne richtig zu schauen, Vorfahrtsfehler oder den klassischen Geisterfahrer. Die wenigsten Unfälle geschehen durch Raser. Wenn dann in eh bereits begrenzten Autobahnabschnitten.

    Ich fahre sehr viele km und ich kann Autofahrer zu einem sehr großen Teil mittlerweile "lesen". Ich ahne quasi voraus was diese als nächstes tun werden. Sonst hätte ich bei dem LKW wo wir zu 4 auf 3 Spuren unterwegs waren überreagieren müssen. Aber wo ich neben dem war und in Richtung Fahrerkabine war mir in dem Moment klar daß der ohne zu zucken rüberziehen würde.

    Ich fahre wie gesagt lange Strecken und viel. Im Durchschnitt bei freigegebener Strecke so 150-160, wenn es das Wetter, Streckenführung und Verkehr zulassen und ich im richtigen Auto sitze (Porsche) aber auch mal 250-260 km/h. Das sind dann aber solche Streckenabschnitte wo die Verkehrsdichte nicht allzu hoch ist. Wenn ich schon mehrere Lkw sehe und Pkw fahre ich schon deutlich langsamer an denen vorbei weil ich jeden Moment damit rechne, daß irgendein Träumer einfach nach links rüberzieht. Und wenn der Lkw noch 1 km entfernt ist.

    Was mich am meisten nervt sind die permanenten Mittelspur- und Linksfahrer. Ich fahre selbst mit 260 km/h rechts wenn die Strecke frei ist.
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  12. #32
    Erfahrener Benutzer
    Avatar von Neawoulf
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    Dieses Mal dürfte es der richtige Thread sein:

    Selbst der talentierteste Fahrer in Sachen Fahrzeugbeherrschung ist eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer, wenn er auf öffentlichen Straßen wie irre rumheizt auf eine Art, die für andere Leute nicht oder nur schwer einzuschätzen ist. Die meisten Rennspiele (egal ob Arcade oder Hardcoresimulation) drehen sich um das Fahren am Limit. Im Straßenverkehr sollte man das aber grundsätzlich nicht machen (dafür gibt's Trackdays auf Rennstrecken, wenn man das unbedingt will). Wer's doch macht ... siehe erster Satz. Und den Leuten gehört auch der Führerschein abgenommen, wenn sie's nicht einsehen.

    Aber abgesehen von allen Unterschieden zwischen Autorennen und öffentlichem Straßenverkehr (brauchen beide völlig unterschiedliche Skills, egal ob Real oder Spiel/Simulation) halte ich solche Studien generell für ziemlich unsinnig. Ist im Grunde das gleiche, wie gewalttätiges Verhalten im echten Leben vs. Shooter zocken. Man kann nie sicher sein, ob das Spiel nun ein bestimmtes Verhalten im echten Leben bewirkt, oder ob die Person im echten Leben einfach schon so gestrickt ist, dass sie eben gern entsprechende Spiele spielt. Oder anders ausgedrückt: Wer gerne im richtigen Leben rast, der spielt vermutlich auch gerne Rennspiele.
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  13. #33
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    Avatar von Herbboy
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    Zitat Zitat von MichaelG Beitrag anzeigen
    Also ich bin für das aktuelle Prozedere. Es sind eh schon 70% aller Autobahnen mit Tempobegrenzung versehen. Und der Großteil der Unfälle geschieht aufgrund Unachtsamkeit/Abgelenktheit (am Stauende reinkrachen) oder Spurwechsel ohne richtig zu schauen, Vorfahrtsfehler oder den klassischen Geisterfahrer. Die wenigsten Unfälle geschehen durch Raser.
    Jein. Es ist nicht so, dass die meisten Unfälle von "Rasern" aktiv verursacht werden. Aber sehr wohl ist bei den meisten Autobahn-Unfällen eine zu hohe Geschwindigkeit Ursache in dem Sinne, dass man im Streitfalle eine nicht angepasste, also für die Situation zu hohe Geschwindigkeit feststellt und mit "vernünftigem" Speed zu verhindern gewesen wäre, so dass die hohe Geschwindigkeit die Hauptursache oder zumindest eine Mitursache ist. Siehe zB hier https://www.ace.de/fileadmin/user_up...ACE-Studie.pdf auch wenn das nun schon 10 Jahre alt ist und als Ursache sicherlich so was wie Handy deutlich häufiger geworden ist.


    Ich fahre wie gesagt lange Strecken und viel. Im Durchschnitt bei freigegebener Strecke so 150-160, wenn es das Wetter, Streckenführung und Verkehr zulassen und ich im richtigen Auto sitze (Porsche) aber auch mal 250-260 km/h. Das sind dann aber solche Streckenabschnitte wo die Verkehrsdichte nicht allzu hoch ist. Wenn ich schon mehrere Lkw sehe und Pkw fahre ich schon deutlich langsamer an denen vorbei weil ich jeden Moment damit rechne, daß irgendein Träumer einfach nach links rüberzieht. Und wenn der Lkw noch 1 km entfernt ist.
    Selbst wenn er nur noch 200m entfernt ist: wenn von hinten einer mit plus ca 150 ankommt, können das viele eben nicht richtig einschätzen und denken, es sei genug Platz. Daher ist es vollkommen richtig, wenn Du nur dann richtig Gas gibst, wenn wirklich alles frei ist.

    Selbst ich als sehr aufmerksamer Fahrer war schon oft - hab ich schon mal erzählt - überrascht, dass ein "raser" schon ganz nah war, der beim letzten Spiegelblick noch weit weg zu sein schien. Nicht "überrascht" im Sinne von "fast hätte es gekracht", auch nicht "erschrocken"sondern einfach nur verwundert. Man schaut nach hinten, der ist locker 200m weg, dann schaut man nach vorne, wei weit der LKW noch weg ist, dann will man blinken und ausscheren und schaut nochmal nach hinten - und der andere ist in den 2 Sekunden schon auf 80-100m rangekommen und wird in den nächsten 2 Sekunden absehbar auf gleicher Höhe sein. Mit +150 km/h kommt man eben in nur 2 Sekunden seine 80-90m näher ran...


    Das gefährlichste für Vielfahrer ist, dass sie in der Tat oft routiniert sind und relativ gut fahren, aber dann häufig davon ausgehen, dass alle anderen ähnlich drauf sind. zB Taxifahrer sind da ganz schlimm... das fängt schon damit an, dass eine aus Sicht des Routiniers sichere Fahrweise einem Außenstehenden als "knapp" vorkommen kann und man dadurch jemanden so erschreckt, dass er einen Fehler macht. zB wenn ein Taxi auf einer Stadtstraße mit einer Engstelle auf seiner Fahrbahnseite trotz Gegenverkehr mit 60km/h durchbrettert und 40-50cm in die Gegenfahrbahn reinragt: der Taxifahrer weiß, dass es trotzdem passt - der Gegenverkehr aber vlt. nicht, und dann wird er von der Aktion des Taxis erschreckt und macht vlt. einen Schlenker => Außenspiegel ab, oder sogar eine Vollbremsung => Auffahrunfall, im schlimmsten Falle fährt ein Rad- oder Mopedfahrer hinten drauf. Da kann man zwar sagen: Abstand halten, dann passiert nix. Aber die hinterherfahrenden konnten das Taxi ja sehen und haben ebenfalls nicht damit gerechnet. Ich glaube jeder musste schon mal bremsen, weil ein Entgegenkommender rücksichtslos an einem Hindernis vorbeifährt und einem die Fahrbahn teilweise blockiert oder es zumindest so wirkt.

    Was mich am meisten nervt sind die permanenten Mittelspur- und Linksfahrer. Ich fahre selbst mit 260 km/h rechts wenn die Strecke frei ist.
    Du meinst wenn links frei ist?
    Geändert von Herbboy (05.07.2019 um 17:48 Uhr)
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  14. #34
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    Zitat Zitat von LarryMcFly Beitrag anzeigen
    Ich bin kein Freund davon Leben mit Leben bzw. Tod mit Tod aufzuwiegen, aber du läßt mir hier keine Wahl:
    Auch ein beliebtes Argument ist, daß mehr Leute im Haushalt umkommen (knapp 10000) als auf Autobahnen (um die 400, wobei die grob zur Hälfte auf Geschwindigkeit fallen).
    Normalerweise würde ich so einen Vergleich als nicht wirklich stichfest behandlen, da du aber argumentierst, dass bereits JEDER vermeidbare Unfall Grund genug für entsprechende Einschränkungen ist, die Frage:
    In wie weit sollten wir jegliches normales Leben komplett einschränken um die horrenden Todeszahlen im Haushalt zu verhindern?
    Allein Absicherung, TÜV, Gutachter, Kontrolleure für jeden Haushalt etc. müßte eine Mehrbelastung pro Haushalt von mehreren Tausend Euro pro Jahr und Kopf verursachen, von den Verboten allein gar nicht zu sprechen (durchgehende Kameraüberwachung eines jeden Haushaltes um einen Notfall schnell zu entdecken und die betreffende Person zu retten etc.).
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    Nanana, das ist so billig argumentiert, da bräuchte ich ja gar nicht darauf eingehen, oder? Klassischer Fehlschluss mit Analogiefalle.

    Zumal tatsächlich alles Menschenmögliche getan wird, um tödliche Unfälle in Haushalten zu minimieren (Jüngstes Beispiel: Rauchmelderpflicht in Privathaushalten).

    Ich kann's ja menschlich irgendwo nachvollziehen. Autobahnfahrten sind unglaublich öde. Natürlich juckt es da einen, ein bisschen stärker auf die Tube zu drücken, einfach wegen dem Nervenkitzel.
    Trotzdem muss man sich vor Augen halten, dass höheres Tempo eben immer auch ein höheres Risiko bedeutet, für einen selbst, aber eben auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer.
    Die notwendigen Reaktionszeiten verkürzen sich, ein Fahrer, selbst wenn er "gut" ist (oder sich das zumindest einbildet) kann da nicht automatisch mithalten.

    Es braucht nur der berühmte "Schleicher" plötzlich unvermittelt die Spur zu wechseln und es kann übel ausgehen. KIar hat der "Schleicher" dann den Unfall verursacht, aber das spielt dann eigentlich keine Rolle, insbesondere, wenn noch andere Verkehrsteilnehmer in Mitleidenschaft gezogen werden. Ich habe selbst schon eine Massenkarambolage erlebt - mir ist nichts passiert - aber nein danke.

    Eine möglichst einheitliche Geschwindigkeit ist doch erwiesenermaßen ein Segen für ALLE Verkehrsteilnehmer.
    Auch aus eigener Erfahrung:

    Nirgendwo (okay, innerhalb Europas) fährt es sich so unentspannt wie auf deutschen Bundesautobahnen. Wenn ich z. B. aus Frankreich kommend auf die A5 auffahre, dauert es keine 10 Minuten, bis man wieder das Gefühl hat, man befinde sich in einem Kriegsgebiet.

    Aus dem Grund ziehe ich es, ehrlich gesagt, auch zunehmend vor, wann immer möglich zu fliegen (ja, ich weiß, Umweltbilanz ), oder mit der Bahn zu fahren (wobei das im Ausland lustigerweise auch sehr viel angenehmer ist).


    Ein generelles Tempolimit würde dagegen niemandem wirklich weh tun. Wie MichaelG schon richtig angemerkt hat, existieren auf den meistens Streckenabschnitten sowieso schon entsprechende Einschränkungen. Ich sage, weg mit dem nervigen Schilderwald, machen wir gleich eine einheitliche Geschwindigkeit daraus.
    Ich denke, es würde zunächst wütend abgelehnt, aber irgendwann stillschweigend und achselzuckend akzeptiert werden...so wie das Rauchverbot in Kneipen...oder die Gurtpflicht...etc.
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  15. #35
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    Avatar von Herbboy
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    Zitat Zitat von Spassbremse Beitrag anzeigen
    Ein generelles Tempolimit würde dagegen niemandem wirklich weh tun. Wie MichaelG schon richtig angemerkt hat, existieren auf den meistens Streckenabschnitten sowieso schon entsprechende Einschränkungen. Ich sage, weg mit dem nervigen Schilderwald, machen wir gleich eine einheitliche Geschwindigkeit daraus.
    Ich denke, es würde zunächst wütend abgelehnt, aber irgendwann stillschweigend und achselzuckend akzeptiert werden...so wie das Rauchverbot in Kneipen...oder die Gurtpflicht...etc.
    Ich fänd es furchtbar, wenn ich zB bei komplett bis halbleerer A3 an einem Samstag Abend nur 130 fahren dürfte, wenn ich von Frankfurt nach Köln zurück will. Daher bin ich nicht für ein generelles Limit.

    Aber man könnte die Gesetze klarer gestalten, strenger gestalten, so dass man nur schnell fahren darf, wenn wirklich freie Bahn ist. zB. Im Falle eines Unfalls bekommt man definitiv 3 Monate Lappen weg, wenn man bei einem Speed über 130 km/h mit mehr als 30 km/h Tempodifferenz auf einen anderen Wagen auffährt und der Unfall definitiv mit weniger Speed zu verhindern gewesen wäre. D.h. wenn der Vordermann wirklich kurz vorher erst ausschert, sollte es nicht zu dieser Strafe kommen. Aber idR ist ja sowieso im Zweifel der Auffahrende (Mit)schuld. Und DANN könnten die Strafen eben höher sein.

    D.h. wer 200 fährt und auf einen drauffährt, der 140 fährt => Lappen weg. mit 250 auf einen der 210 fährt => Lappen weg. 140 bei dichtem Verkehr und auf einen drauf fahren, der 100 fährt => Lappen weg. D.h. jeder der schneller als 130 fährt, weiß dann unmissverständlich um das Risiko und kann dann selber entscheiden: ist die Autobahn leer genug, um Gas zu geben, oder sollte ich mich zurückhalten?

    Denn bei 1-2km freier Bahn auf gerader Strecke mit 130 dahintuckern zu MÜSSEN findet sicher jeder scheiße.


    und/oder man könnte auch Bestrafen, wenn jemand mit mehr als +50km/h an einem Fahrzeug vorbeifährt. Das könnte allerdings schwer werden, da manche Fahrzeuge ganz recht echt nur 70 fahren, vor allem wenn es mal bergauf geht...
    Geändert von Herbboy (05.07.2019 um 18:19 Uhr)
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  16. #36
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    Zitat Zitat von MichaelG Beitrag anzeigen
    2. Wie sieht die km-Leistung der Probanten die miteinander verglichen wurden überhaupt aus ? Wenn der Autorennspieler im realen Leben z.B. 50.000 km im Jahr auf teils unbekanntem Terrain fährt ist die potentielle Gefahr für einen Unfall naturgemäß ungleich höher wie bei einem Rentner der nur am Wochenende seine permanent ständig gewohnte Runde ohne neue Wege zum Kaufland und Waschanlage fährt (der typische Sonntagsfahrer halt) und nur auf ungefähr 4000 km/Jahr kommt
    Ich würde eher sagen das die Km Leistung im gewissen Sinne unaussagekräftig ist.
    So kann jemand im schnell veränderlichen Kurzstrecken Stadtverkehr bei 10Km "geschulter"sein als ein Autobahnpendler mit 500Km im selben Zeitraum.

    Aber generell ist die Fahrpraxis ein wichtiges Beurteilungskriterium, da bin ich bei Dir !

  17. #37
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    Zitat Zitat von Herbboy Beitrag anzeigen
    Denn bei 1-2km freier Bahn auf gerader Strecke mit 130 dahintuckern zu MÜSSEN findet sicher jeder scheiße.
    Genaugenommen nicht, es ist halt nur eine Einschränkung von etwas "was man mal durfte"
    Siehe US Waffengesetze, Rauchverbote, Gurtpflicht, ...

    Gleichmäßiges "mit 130 dahintuckern" ist stressfreier und besser als ständig zwischen 100 - 180 zu "pendeln" und trotzdem mit 130 Schnitt anzukommen.
    Wenn alle mehr miteinander und weniger "me, myself & i" denken und fahren würden, käme man viel weiter, auch in der Stadt bei Auto, Fahrräder und Fussgänger.

    Schade das ich das nicht mehr erleben werde !

    Wobei ich eines auch unterschreiben kann, Dauerlinks/-mittelspurbesetzer sind ebenso ein Problem wie ausscherende LKW die 2Km/h schneller als der Vordermann sind.
    Ebenso wie naturgemäß (für die Autobahn untermotorisierte) Kleinwagen, die hinter einem LKW ausscheren und dann mit wenig Motorpower die volle Wucht des nicht mehr vorhandenden Windschatten spüren dürfen und ungewollt ein Verkehrshindernis werden.

  18. #38
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    Muss ich jetzt meinen Führerschein abgeben weil ich zu viel Racing zocke.
    Öhm ja Überleg ich mir noch. Ach habe doch was gefunden!
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  19. #39
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    also 130 und dahintuckern sind für mich 2 absolute Gegensätze

    ich fahr nie über 130 auf der Autobahn, weil ich absolut keinen Bock auf Raserei hab, fahr aber eh keinen PS-starken Sportwagen und will es auch gar nicht.

    Daher hätte ich auch absolut nix gegen ein 130er Tempolimit auf deutschen Autobahnen, im Gegenteil, ich fände es sogar sehr gut.
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  20. #40
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    Zitat Zitat von LOX-TT Beitrag anzeigen
    also 130 und dahintuckern sind für mich 2 absolute Gegensätze

    ich fahr nie über 130 auf der Autobahn, weil ich absolut keinen Bock auf Raserei hab, fahr aber eh keinen PS-starken Sportwagen und will es auch gar nicht.

    Daher hätte ich auch absolut nix gegen ein 130er Tempolimit auf deutschen Autobahnen, im Gegenteil, ich fände es sogar sehr gut.
    Ich fahre ein relativ gut motorisiertes Fahrzeug, dem deutschen Durchschnitt entsprechend mit ~150PS, einfach weil ich im Fall des Falles schon einigermaßen zügig überholen möchte.

    Und ja, auch wenn ich für ein Tempolimit von 130km/h bin, fahre ich gerne im Bereich zwischen 140-150km/h. Das würde ich vermutlich auch bei einem Tempolimit beibehalten, aber wenn ich geblitzt werde, meine Güte, dann ist das auch kein Weltuntergang.

    Aber mir geht es ja v. a. darum, dass die extremen Raser ausgebremst werden. Erst neulich wieder, kurz vor Frankfurt, habe ich selbst auf ca. 180km/h beschleunigt, um eine LKW-Kolonne zügig zu überholen und trotzdem ist hinter mir noch einer mit einem Affenzahn angebrettert; deutlich > 200km/h, wahrscheinlich sogar ~250.

    Das muss doch wirklich nicht sein.
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