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  1. #701
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    Avatar von Herbboy
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    Zitat Zitat von JohnCarpenter Beitrag anzeigen
    Wenn man das Tagesgeschehen und insbesondere die statistische Entwicklung vefolgt, kann man nur über die Zahlen von Südkorea staunen. Eventuell wäre großen Teilen der westlichen Welt vieles erspart geblieben, hätten sie deren Maßnahmen tatsächlich gleich umgesetzt!?!
    Eventuell geht morgen die Sonne auf? ^^

    Natürlich wäre vieles besser gelaufen, wenn man viel früher restriktiv gehandelt hätte. Du darfst dabei aber nicht vergessen, dass Südkorea bereits Erfahrung mit einer solchen potenziellen Pandemie hatte, und zwar keine guten, und daher extrem sensibel auf eine mögliche Bedrohung reagiert und sofort handelt, außerdem auch sehr darauf vorbereitet ist. Selbst wir vor schon vor Wochen gewollt hätten, hätten wir zB nicht dafür sorgen können, dass >90% der Leute zumindest in geschlossenen Räumen Masken tragen, weil gar nicht genug da waren. In Südkorea und auch anderen Ländern Asiens laufen viele Leute selbst ohne Epidemie-Warnung mit Masken rum, und zwar aus einer Höflichkeit, um andere nicht mit IRGENDWAS anzustecken.

    Hinzu kommt ein, etwas platt gesagt, viel größeres "Gehorsam" in die Regierung inklusive einem Vertrauen darin, dass sie so was wie Daten nicht missbraucht. Daher konnte man in Südkorea auch mit Ortungsapps viel erreichen. Bei uns in Europa wiederum, vor allem in D, ist Datenschutz eine absolut heilige Kuh, sobald es um die Frage geht, ob auch Behörden die Daten nutzen dürfen. Privaten Unternehmen wirft man seine Daten hingehen gern in den Rachen.

    Ich weiß es zwar nicht, aber es würde mich nicht wundern, wenn Südkorea in den letzten Jahren bei anderen MÖGLICHEN Epidemien schon mal ähnlich gehandelt hat, es aber dann schnell Entwarnung gab und wir von deren Maßnahmen hier in der Öffentlichkeit gar nix mitbekommen hatten.


    Hier in D haben wir ja noch sehr schnell reagiert, wenn man überlegt, wie schnell es von den ersten Fällen hin zu Veranstaltungsverboten kam. In Italien zB hat man das völlig unterschätzt, in den USA hast du einen Deppen an der Macht, der alles kleinredet. Nicht beruhigt, was ja ok wäre, sondern wirklich kleinredet, als sei es mal wieder irgendeine angebliche "Fakenews". Viele Gouverneure handeln ja schon längst eigenständig entgegen den Dingen, die Trump sagt oder gesagt hat. Bei uns in D war es eher umgekehrt, da haben viele Bundesländer und Gemeinden erst auf Druck "von oben" eingesehen, dass es nicht so weitergeht.


    Ganz anderes Thema: hat eigentlich irgendjemand mal geschaut, wie viele Leute in den Krisenregionen normalerweise sowieso pro Tag sterben? Nur um die Relationen zu verstehen? In Italien wären es, basierend auf den Daten von 2017, etwa 1780 Menschen. Wenn man dann die 700-800 pro Tag in den letzten Tagen anschaut und dabei auch bedenkt, dass auch die mitgezählt werden, die nicht WEGEN Corona starben, sondern bei denen man nach dem Tod lediglich den Virus gefunden hat, kommt das am einem am Ende vielleicht nicht GANZ so drastisch vor. Möglicherweise wären sogar die meisten der Toten sowieso in den nächsten Wochen gestorben, auch ohne Corona? Auf der anderen Seite sind ja selbst in Italien nur bestimmte Regionen betroffen, zB in der Lombardei mit Bergamo, Mailand usw. aktuell über 500 an einem Tag bei 10 Mio Einwohnern, weniger Bayern oder Baden-Württemberg und erst recht als NRW (18 Mio Einwohner). So betrachtet also dann doch wieder erschreckend. Ich bin, da ich mal rund um das Thema auch Vorlesungen hatte und Ärzte in der Familie habe, gespannt auf eine Analyse nach der Pandemie, wenn man alles mal genau statistisch berechnet.
    Geändert von Herbboy (27.03.2020 um 17:31 Uhr)
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  2. #702
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    Avatar von Spassbremse
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    Ein nicht zu unterschätzender Faktor in Südkorea ist die Bedrohung durch den unberechenbaren Nachbarn im Norden.
    Die Südkoreaner sind seit Jahrzehnten nicht nur auf atomare, sondern auch chemische und biologische Konfliktszenarien sehr gut vorbereitet.
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  3. #703
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    Avatar von Loosa
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    Zitat Zitat von Herbboy Beitrag anzeigen
    Hinzu kommt ein, etwas platt gesagt, viel größeres "Gehorsam" in die Regierung inklusive einem Vertrauen darin, dass sie so was wie Daten nicht missbraucht. Daher konnte man in Südkorea auch mit Ortungsapps viel erreichen. Bei uns in Europa wiederum, vor allem in D, ist Datenschutz eine absolut heilige Kuh, sobald es um die Frage geht, ob auch Behörden die Daten nutzen dürfen. Privaten Unternehmen wirft man seine Daten hingehen gern in den Rachen.
    Eben. So manches was die machten wäre bei uns schlichtweg illegal.
    Da müssten erstmal die Gesetze angepasst werden. Wenn es nicht sogar an Grundrechten kratzt.
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  4. #704
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    Avatar von Bonkic
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    die geographische lage wird auch 'ne rolle spielen: südkorea ist quasi 'ne insel. die einzige landesgrenze ist seit jeher hermetisch abgeriegelt.
    machen südkoreaner viel urlaub im ausland? falls ja, was ich nicht glaube, sind sie deshalb auch definitiv auf flugzeug und / oder schiff angewiesen.
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  5. #705
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    Avatar von Herbboy
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    Zitat Zitat von Bonkic Beitrag anzeigen
    die geographische lage wird auch 'ne rolle spielen: südkorea ist quasi 'ne insel. die einzige landesgrenze ist seit jeher hermetisch abgeriegelt.
    machen südkoreaner viel urlaub im ausland? falls ja, was ich nicht glaube, sind sie deshalb auch definitiv auf flugzeug und / oder schiff angewiesen.
    Ja, allerdings müsste mit dem Argument ja England alles bestens im Griff haben Aber das Quasi-Insel-Dasein lässt die Maßnahmen sicher noch "besser" werden, WENN die Grundeinstellung stimmt.
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  6. #706
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    Avatar von MartinaTG
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    Mal ehrlich - wer hat Befürchtungen das wenn er Corona bekommt die Sache nicht überlebt?

    Zu mir: ich habe große Angst davor, weil ich auch zur Risikogruppe gehöre. Zwar mit 56 nicht ganz vom Alter, aber eben Herzinsuffizienz, Diabetes und Niereninsuffizienz.
    Natürlich denkt und hofft man - mich wird es schon nicht erwischen, aber ich sehe das ganze schon sehr besorgt.
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  7. #707
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    Avatar von HanFred
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    Die wenigsten von uns haben Angst um sich, würde ich annehmen, es geht um euch. Dazu gehören Bekannte und Verwandte fortgeschritteneren Alters oder eben aus anderen Gründen der Risikogruppe zugehörig.

  8. #708
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    Avatar von Worrel
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    Natürlich geht es rein von Ansteckungsprozeß her erstmal darum, daß ich Corona nicht bekomme. Denn wenn ich es nicht bekomme, kann ich es auch nicht an meine 99jährige Großmutter weitergeben.
    Sie ist zwar bereit, zu sterben, dennoch möchte ich nicht der Überbringer des Todesurteils sein.

    Zum einen gibt es auch eine gewisse Sterblichkeitsrate, die jedes Alter betrifft, zum anderen habe ich selbst schlicht keinen Bock darauf, krank oder gar beatmet zu werden und dauerhafte Lungenschäden davon zu tragen. (daß ich noch nie stationärer Krankenhauspatient war, mag in diesem Aspekt auch den Faktor "Angst" erzeugen)
    Beruflich mache ich zur Zeit Home Office, so daß ich mich eigentlich optimal vom Ansteckungsrisiko abkapseln kann.
    Nach dem ich draußen war, achte ich sehr genau darauf, daß ich nichts anfasse, bevor ich mir die Hände wasche. Einkäufe in Plastik (auf dem Corona unter Laborbedingungen bis zu 3 Tagen aktiv sein kann), stelle ich separat und fasse die auch erst nach drei Tagen wieder an.

    Türklinken sind in meinem Mehrfamilienhaus natürlich ein Ansteckungsrisiko, da täglich mehrmals Schwestern zu den Nachbarn kommen, um beim Waschen & Co zu helfen. Daher: Nach jedem Betreten der Wohnung: Hände waschen.

    Das mag jetzt ein wenig paranoid wirken, aber wenn man damit in der Summe die benötigten Intensivbettenzahl reduzieren kann:
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  9. #709
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    Avatar von Herbboy
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    Selbst für die Risikogruppe gibt es AKTUELL noch immer eine viel größere Gefahr, dass man ohne Impfung wegen einer "normalen" Grippe oder Pneumokokken oder anderer Infektionen einen schweren Verlauf hat, weil andere Dinge ganz einfach viel weiter verbreitet ist als Corona. Das sag ich nicht, weil Corona nicht gefährlich ist, sondern weil es in D einfach noch immer nicht so weit verbreitet ist in Relation zur Bevölkerung.

    Und für die Nicht-Risikogruppen ist es sowieso sicherlich noch immer gefährlicher, ne Glühbirne auf einer Leiter stehend zu wechseln als dass man wegen Corona stirbt. Daher habe ich da keine Sorgen, will aber auch vermeiden, dass ich es VIELLEICHT an meiner Eltern weitergebe, die über 70 sind. In Köln gibt es brandaktuell 1250 bekannte Fälle. So, wie es viele Experten annehmen, sind es 10x so viele als "Dunkelziffer", also 12.500. Das sind 1,25% der Kölner Bevölkerung. Treffe ich also im Laufe der Tage auf 100 Leute, haben von denen nur 1-2 Leute Corona. UND dann muss einer von denen mich ja überhaupt erst anstecken - man weiß ja von vielen überprüften Fällen, dass sie im Schnitt 2-3 andere Leute anstecken, und zwar "nur" 2-3 obwohl sie einige Tage in Unwissenheit über ihre Infektion mit viel mehr Leuten Kontakt hatten UND es damals, als man die Zahlen errechnete, die heutigen Schutzmaßnahmen noch nicht gab. Da muss als ein Infizierter in meiner Nähe sein UND mich per Tröpfchen mit infizieren ODER vorher an irgendeiner Stelle mächtig viel Viren hinterlassen habe, die ich anpacke und dann damit in mein Gesicht gehe.

    Ich hab ehrlich gesagt immer noch deutlich mehr Schiss dafür, dass ich von irgendeinem Honk über den Haufen gefahren wäre, wenn ich per Rad die 4km zu meinen Eltern fahre, als dass ich mir Corona einfange und meine Eltern damit anstecke Das heißt an sich bin ich immer noch auf dem Standpunkt wie vor vielen Wochen: Sorge: ok. Angst? Blödsinn, jedenfalls nicht mehr als vor etlichen anderen Dingen, die einem im Alltag passieren können. Eine Ausnahme sind die, die viel Kontakt haben MÜSSEN, zb Pfleger, Kassiererinnen usw., aber auch Leute, die selbst hilfe/pflegebedürftig sind - da ist das Risiko natürlich viel höher und eine gewisse Angst über ein Alltagsmaß hinaus auch verständlich.
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  10. #710
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    Avatar von Neawoulf
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    Ich gebe zu: Ein wenig Angst hab ich schon davor, vor Grippe aber auch. Ich brauche sowas nicht, da mich eine einfache Erkältung oft schon recht hart erwischt. Wo ich aber sehr viel mehr Angst vor habe, als vor dem Coronavirus bzw. der Krankheit an sich, ist die Überlastung des Gesundheitssystems. Ich hatte für April eigentlich mehrere Untersuchungstermine wegen einer Sache, die mich schon länger "quält", die jetzt erstmal abgesagt bzw. auf unbestimmte Zeit verschoben wurden. Auch mache ich mir Sorgen um ein paar Leute aus dem Verwandtenkreis, die gesundheitlich nicht wirklich fit sind. Sollte die so oft angedrohte und in anderen Ländern bereits vorhandene massive Überlastung der Krankenhäuser und Arztpraxen tatsächlich auch hier so passieren, kann das ganz übel enden.

    Ich hoffe daher einfach mal, dass ein Großteil der Leute so vernünftig ist und sich an die aktuellen Maßnahmen hält, wenn schon nicht für die eigene Gesundheit, dann für die derer, die wirklich angeschlagen und gefährdet sind und unter Umständen kurzfristig ärztliche Hilfe brauchen könnten, wegen Coronavirus oder auch wegen anderer Sachen. Leider denken aber immer noch viel zu viele Leute einfach nur an sich und sind der Meinung "wenn ich das kriege, wird es schon nicht so schlimm sein" ... Egoismus pur!


    Und warum kriege ich hier eigentlich tausend Threads zum Thema "Bier auf der Tastatur" vorgeschlagen?? Ich will kein Bier auf meiner Tastatur haben!
    Ohne Wurst ist alles Käse!

  11. #711
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    Avatar von Nyx-Adreena
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    Angst nicht, aber Respekt. Ich mag meine Gesundheit und bin ungern krank.
    Daher achte ich zur Zeit auch darauf, nicht jeden Tag einkaufen zu gehen und Abstand zu halten, wenn ich raus muss. Bei uns sind die Fälle noch vergleichsweise gering, aber die Dunkelziffer liegt sicher entsprechend hoch
    Ich achte jetzt auf bestimmte Dinge bewusster (nicht ins Gesicht packen beim Einkaufen ), aber seit ich gelernt habe, was eine Legionellose ist, lasse ich z.B. auch auf Reisen im Hotel erstmal das warme und kalte Wasser laufen.
    Sprich: Vorsicht lasse ich auch bei anderen Erregen, die unter Umständen auch für mich ziemlich beschissen sein könnten, walten. Bin eh seit meiner Ausbildung Hypochonder.
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  12. #712
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    Avatar von sauerlandboy79
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    Die meiste Angst - neben der um die Risiko-Gefährdeten - machen mir die wirtschaftlichen Folgen die Corona mit sich zieht. Das ist etwas das keine stinknormale Grippe schafft.

    Geändert von sauerlandboy79 (28.03.2020 um 20:11 Uhr)
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  13. #713
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    Avatar von Worrel
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    Zitat Zitat von sauerlandboy79 Beitrag anzeigen
    Die meist Angst - neben der um die Risiko-Gefährdeten - machen mir die wirtschaftlichen Folgen die Corona mit sich zieht. Das ist etwas das keine stinknormale Grippe schafft.
    Da hätte schon längst die Entscheidung zum Grundeinkommen für Betroffene gefällt werden müssen.

    Sobald man Schulen und gewisse Arbeitsplätze gleichzeitig schließt, gibt das ja sofort einen Rattenschwanz an Verdienstausfällen. Eltern, AN an geschlossenen Firmen, Selbstständige ohne Arbeitsmöglichkeit ...
    Dazu kommen dann noch Kunden, die wegen der Kontaktsperre dann auch zB nicht so wichtige Kontrolluntersuchungen erstmal aussetzen oder Termine verschieben. Meinen Termin zum Ohrenwachs entfernen werde ich zB auch erst ein paar Monate später antreten, gerade zum HNO Arzt (bei dem man auch mit Termin schon mal länger im Wartezimmer abhängt) muß ich jetzt nicht unbedingt gehen ...

    Das kann man gar nicht in einzelnen Zuwendungen an betroffenen Firmen machen, da müßte man ja erst mal ein kompliziertes Regelwerk entwickeln, wer denn jetzt berechtigt ist und wer nicht. Das müßte ganz einfach geregelt werden zB Kontoauszug vom letzten Monat mit Gehalt und diesem monat ohne Gehalt vorweisen => man bekommt Grundeinkommen
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  14. #714
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    Zitat Zitat von Herbboy Beitrag anzeigen


    Ganz anderes Thema: hat eigentlich irgendjemand mal geschaut, wie viele Leute in den Krisenregionen normalerweise sowieso pro Tag sterben? Nur um die Relationen zu verstehen?
    Dito. Vor allem welche Maßnahmen dagegen ergriffen werden. Ich denke der gefährlichste "Virus" dürfte immer noch Hunger sein
    In Italien wären es, basierend auf den Daten von 2017, etwa 1780 Menschen. Wenn man dann die 700-800 pro Tag in den letzten Tagen anschaut und dabei auch bedenkt, dass auch die mitgezählt werden, die nicht WEGEN Corona starben, sondern bei denen man nach dem Tod lediglich den Virus gefunden hat, kommt das am einem am Ende vielleicht nicht GANZ so drastisch vor. Möglicherweise wären sogar die meisten der Toten sowieso in den nächsten Wochen gestorben, auch ohne Corona?
    Ergo gestorben mit Corona aber nicht durch Corona? Gut möglich. Ist die Frage ob das im Nachhinein untersucht und dementsprechend statistisch bewertet wird.

    Auf der anderen Seite sind ja selbst in Italien nur bestimmte Regionen betroffen, zB in der Lombardei mit Bergamo, Mailand usw. aktuell über 500 an einem Tag bei 10 Mio Einwohnern, weniger Bayern oder Baden-Württemberg und erst recht als NRW (18 Mio Einwohner). So betrachtet also dann doch wieder erschreckend.
    Hier wäre es interessant zu wissen ob es auch bei vergangenen Grippewellen derartige Hotspots gab, welche in einer überregionalen Saisonstatistik gar nicht auffallen.

    Ich bin, da ich mal rund um das Thema auch Vorlesungen hatte und Ärzte in der Familie habe, gespannt auf eine Analyse nach der Pandemie, wenn man alles mal genau statistisch berechnet.
    Oh ja. Aber ich habe da kein großes Vertrauen in die Datenlage.
    1. dürfen Ärzte ohne einen Test die Diagnose Corona stellen.
    2. Bekommst du keinen Coronatest wenn du Grippesymptome aufzeigst.
    3. Die Mortalität von Grippenwellen wird üblicherweise wie folgt berechnet:
    "[...]ist man international übereingekommen, die Zahl der Grippetoten durch statistische Schätzungen zu bestimmen. Hierfür wird zunächst die sogenannte "Hintergrundmortalität", also die Sterblichkeit während einer Influenzawelle, die ohne kursierende Grippeviren zu erwarten wäre, ermittelt. "Während hinreichend starker Influenzasaisons kann ein Mortalitätsanstieg beobachtet werden, der mehr oder weniger deutlich über die Hintergrundmortalität hinaus geht und der Influenza zugeschrieben wird", so die Experten des RKI." Quelle: daserste.de
    4. "Doch Influenza wird häufig nicht als Todesursache auf dem Totenschein eingetragen, selbst wenn die Grippe wesentlich zum Tod beigetragen hat. Stattdessen werden häufig andere vorliegende Krankheiten, z.B. Diabetes mellitus, Pneumonie oder Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, für ursächlich erklärt." Quelle: daserste.de

  15. #715
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    Zitat Zitat von Hurano Beitrag anzeigen
    2. Bekommst du keinen Coronatest wenn du Grippesymptome aufzeigst.
    In unserem Labor wird SARS-CoV-2/Influenza A und B/RSV aus einer Probe getestet.
    Also bekommt man bei uns tatsächlich einen Test auf SARS-COV-2, wenn man Symptome einer Influenza hat.
    Aber wir haben da vielleicht einen gewissen Luxus, da wir auch schnell an die Ergebnisse kommen.

  16. #716
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    Avatar von Spassbremse
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    Corona (nicht das Bier)-26157396-8129959-image-m-3_1584612356502.jpg

    Sorry für das recht drastische Bild, aber ich denke nicht, dass es in Italien normal ist, dass die Leichen von Verstorbenen mit Armeelastern abgeholt werden müssen, selbst nicht bei einer sehr schweren Grippewelle...

    Als Erinnerung für diejenigen, die das Ding immer noch für relativ ungefährlich halten.
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  17. #717
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    Avatar von Nyx-Adreena
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    Hinsichtlich der Situation in Spanien und Italien verstehe ich tatsächlich nicht, dass die Schweden noch so entspannt sind und sogar ihre Pisten geöffnet lassen.

  18. #718
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    Zitat Zitat von Worrel Beitrag anzeigen
    Da hätte schon längst die Entscheidung zum Grundeinkommen für Betroffene gefällt werden müssen.
    Aber wie willst du das finanzieren? Letztendlich kommt dieses Geld auch vom Steuerzahler. Langfristig wird das ein Teufelskreislauf.

    Was ich imho für sinnvoller halte ist ein Aussetzen der Einkommensteuer/Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer für Unternehmen. Limitierung der Gehälter von Staatsbediensteten. Abbau von Rundfunkanstalten und Behörden auf ein funktionelles Mindestmaß.
    Generell halte ich es für sinnvoll den Staatsbetrieb mehr an das BSP zu koppeln, damit die Damen und Herren etwas mehr finanzieller Effizienz ausgesetzt sind.
    Letztendlich werden unsere Volksvertreter eine noch größere Bankenrettung anstrengen bevor sie der Kneipe um die Ecke eine Kompensation anbieten.

  19. #719
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    Sorry für das recht drastische Bild, aber ich denke nicht, dass es in Italien normal ist, dass die Leichen von Verstorbenen mit Armeelastern abgeholt werden müssen, selbst nicht bei einer sehr schweren Grippewelle...
    Als mit AH1N1 1918 ein neuer Typ Influenza auf eine nicht vorbelastete Bevölkerung traf, starben 50 Millionen Menschen an den Folgen. Während der Ebola-Epidemie 2015 las ich ein Interview mit dem Leiter der größten Notaufnahme New Yorks, der sagte, Ebola mache ihm weniger Sorgen, aber wenn eine neue Spanische Grippe käme, bliebe er zu Hause. Keine Ahnung, was er heute macht.

    Was ich sagen will: redet die Grippe nicht klein. Wenn da mal eine neue Kombination auftritt, gegen die die saisonale Impfung dann vielleicht nicht hilft, wird es unter Umständen ähnliche Bilder geben. AH1N1 tötete damals überwiegend junge Menschen mit einem guten Immunsystem.

  20. #720
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    Zitat Zitat von Nyx-Adreena Beitrag anzeigen
    Was ich sagen will: redet die Grippe nicht klein. Wenn da mal eine neue Kombination auftritt, gegen die die saisonale Impfung dann vielleicht nicht hilft, wird es unter Umständen ähnliche Bilder geben. AH1N1 tötete damals überwiegend junge Menschen mit einem guten Immunsystem.
    Hast Du natürlich auch wieder recht.
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