Ich bin auf einer Karte Griechenlands und der Ägäis in der klassischen Zeit (5. Jh. v. Chr.) auf die Unterscheidung verschiedener Stadt-Kategorien gestoßen, die aber nicht weiter erklärt werden. Unterschieden wird zwischen "wichtigen Städten", "Hauptstädten", "Poleis" und "Kleinere Städte".Wichtige Städte sind vermutlich einfach die größten und einflussreichsten, unabhängig von ihrem formellen politischen Status. Es gibt auch eine farbige Unerscheidung von Landstrichen, was aber vermutlich nur die Verbreitungsgebiete griechischer Stämme wie Ionier oder Dorer meint, keine Herrschaftsgebiete oder Städtebünde. Meine Frage: Inwiefern gab es unter antiken griechischen Städten eine Hierarchie und unter welchen Beindungen und Konsequenzen wurde sowas etabliert? Angesichts von Hauptstädten muss ich ja davon ausgehen, dass es eine Hierarchie gab. Anscheinend konnte auch eine Polis einer anderen untergeordnet sein und die Bürger beide Poleis waren dann womöglich gleichberechtigt im gemeinsamen Verbund, dessen zentrale Verwaltung in der Hauptstadt lag, oder waren es unterworfene (aber nicht versklavte) oder durch Verträge an die oben stehende Polis gebundene Städte? Und die kleineren Städte dann womöglich abhängige Städtchen oder Städtchen ohne Burg? Kolonien sind in der Karte nicht erwähnt.
Hat jemand aufschlussreiche Quellen zur Hand, um das aufzuklären?