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  1. #5381
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    Zitat Zitat von Herbboy Beitrag anzeigen
    Spoiler:
    er hat sein Ziel erreicht und kann nun friedlich aus dem Leben treten
    Spoiler:

    Mit diesem Ende hätte ich auch sehr gut Leben können. Würde auch zur eher deprimierenden, grauen Gesamtstimmung passen. Das Ende aber Offen zu lassen, war wohl die beste Entscheidung, dann hat jeder was davon.


    PS: Die Anekdote ist ja mal richtig geil
    Entschwindendes Licht
    Schnell greift Dunkelheit um sich
    Der Blicke entrückt


    Mein erstes Haiku, Ghost of Tsushima

  2. #5382
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    Zitat Zitat von Herbboy Beitrag anzeigen
    Der Film wurden vor ca 13 Jahren "restauriert", Raumschiffe und Planeten per Computer nachbearbeitet oder ersetzt. Das hat man aber auch extra so gemacht, dass es nicht zu "modern" aussieht, so dass man zuerst denken könnte, es sei immer noch ein kleines Modell, was gefilmt wurde. Auch die komplette Star Trek-Originalserie wurde auf diese Weise Nachbearbeitet
    Stimmt, hatte ich vergessen zu erwähnen das ich die überarbeitete Fassung schaue. Aber wenn mich mein Gedächtniss nicht allzu sehr täuscht, dann wurden die Originaleffekte am Computer nachgebaut, damit sie so aussehen als ob sie schon in der Originalfassung drin gewesen wären. An dieser Stelle muss ich wirklich mal ein Lob an Paramount aussprechen. Die Überarbeitung von TOS sieht hervorragend aus und auch den Filmen sieht man an, dass da sehr viel Zeit und Aufwand in die Restaurierung gesteckt wurde. Die restaurierte Fassung von TNG hab ich noch nicht gesehen, aber nach allem was ich gelesen habe, soll die ebenfalls sehr, sehr gut sein.

    B2T:

    Star Trek III - Auf der Suche nach Mr. Spock

    Der erste kleinere Dämpfer innerhalb der "Star Trek"-Kinofilmreihe. Nicht dass er schlecht wäre, das sicher nicht, aber irgendwie fühlt sich Teil 3 etwas uninspiriert an. Ich habe den Eindruck, dass das kontroverse Ende von Teil 2 möglichst schnell in einer Fortsetzung aufgearbeitet werden sollte und den Drehbuchschreibern einfach nicht genug Zeit blieb, um sich kreativ auszutoben. Den im Kern ist die Story von Teil 3 eine Kopie der Geschichte des Vorgängers.

    Story
    Spoiler:
    Spock ist doch nicht tot!

    Wer hätte das gedacht. Am Ende von Teil zwei übeträgt Spock sein Katra, seinen Geist/Seele, auf McCoy, der mit dieser seelischen Belastung enorme Schwierigkeiten hat. Sarek, Spocks Vater, erklärt Kirk, dass Spocks Geist gerettet werden kann, wenn er McCoy und Spocks Körper nach Vulkan bringt. Kirk und seine Crew kapern daraufhin die Enterprise und machen sich illegalerweise auf in Richtung Genesis-Planet, der von der Föderation mittlerweile zum Sperrgebiet erklärt wurde.
    Unterdessen untersuchen Lt. Saavik und Kirks Sohn David den Planeten Genesis und entdecken dort einen vulkanischen Jungen, bei dem es sich, wie sich später herausstellt, um Spock handelt. Der Genesiseffekt bewirkt sowohl bei Spock als auch bei dem Planeten einen rapiden Alterungsprozess. Unterdessen versucht der klingonische Commander Kruge das Genesisprojektil in seine Gewalt zu bringen und zerstört dabei das Forschungsschiff Grissom im Orbit des Planeten und tötet Kirks Sohn.
    Es entbrennt ein Duell zwischen Kirk und Krugae was Kirk schlussendlich für sich entscheidet, allerdings wird dabei die Enterprise zerstört. Mit dem gekaperten Bird of Prey von Kruge fliegt die Crew nach Vulkan um Spock zu retten.

    Fazit
    Wieder ein Duell um Genesis wie im zweiten Teil, nur wurde Khan durch Kruge ersetzt. Und es ist bei Weitem nicht so spannend inszeniert. Hervorzuheben ist jedoch Christopher Lloyd, der den Kruge ganz hervorragend spielt. Hätte ich Doc Brown gar nicht zugetraut.
    Irgendwie versucht der Film die Mystik und Esoterik des ersten mit der Action des zweiten Films zu verbinden. Leider bleibt er dadurch in beiden Bereichen nur mittelmässig. Man sollte sich halt immer auf ein Konzept beschränken und dieses richtig gut machen, als in mehreren Disziplinen zu kämpfen und überall nur Mittelmaß zu sein.
    Letztendlich rettet der immer mal wieder aufblitzende Humor in den durchweg gut geschriebenen Dialogen den Film vorm Mittelmaß. Und auch die Geschichte um Spocks "Wiedergeburt" ist an und für sich ganz gut, wird jedoch am Schluss arg komprimiert zu Ende gebracht. Da hätte man durchaus den Anfang 10 Minuten kürzen können, um damit das Ende etwas umfangreicher darzustellen.

    Alles in allem bekommt der dritte Kinoauftritt der alten Enterprise-Crew 7/10 gut gemeinte Katras.

    So, jetzt kurze Unterbrechung für den Kurbesuch bei Frau und Kind bis es Sonntag Abend mit Teil 4 weitergeht.
    Geändert von Briareos (07.10.2016 um 15:05 Uhr)
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  3. #5383
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    Star Trek IV - Zurück in die Vergangenheit

    Teil 2 bis 4 sind die einzigen "Star Trek"-Filme, die inhaltlich direkt aufeinander aufbauen, und so ist der vierte Teil der Abschluss der, wie ich sie nenne, "Spock"-Trilogie. Und mit vier Oscar-Nominierungen ist es der bis dato erfolgreichste Film der Reihe.

    Story
    Eine unbekannte, röhrenförmige Sonde bewegt sich unaufhaltsam auf die Erde zu und legt auf seinem Weg jedes Raumschiff lahm, das sich ihm nähert. (Teil 1 ick hör dir trapsen... aber immerhin wird den Raumschiffen nur die Energie aubgesaugt und sie werden nicht gleich zerstört.) Bei der Erde angekommen richtet die Sonde ihre unverständliche Botschaft auf die Meere, was zur Verdampfung des Wassers und somit zu massiver Wolkenbildung führt.
    Die Crew der Enterprise macht unterdessen auf Vulkan die gekaperten Bird of Prey für den Rückflug zur Erde klar, um sich dort einem Kriegsgericht zu stellen. Der mehr oder weniger wieder genesene Spock schließt sich ihnen an, um seine Freunde vor Gericht zu verteidigen. Bei der Erde angekommen erkennt Spock (wer sonst), dass es sich bei den Nachrichten um Gesänge der Buckelwale handelt, die jedoch nicht beantwortet werden können, da die Buckelwale im 23. Jahrhundert ausgestorben sind.
    Kirk unternimmt deswegen mit dem klapprigen Klingonenraumschiff einen Zeitsprung und die Crew landet im Jahr 1986. Dort angekommen benötigen sie zwei Buckelwale, einen geeigneten Transportbehälter und Uranbrennstäbe, da die klingonischen Dilithiumkristalle bei dem Zeitsprung fast vollständig verbraucht wurden. Nach allerlei teils komödiantischen Verwicklungen haben sie alles zusammen und wagen den Zeitsprung zurück ins 23. Jahrhundert. Dort können sie schlussendlich die Wale nach einer Notwasserung freilassen und nachdem diese der Sonde geantwortet haben dreht diese ab und die Erde ist gerettet. Nun müssen sich Kirk und seine Crew aber doch noch der Gerichtsbarkeit des Föderationsrates stellen.

    Fazit
    Der bisher humorvollste "Star Trek"-Film, der später erst mit Teil 8 wieder annähernd erreicht wird. Und in beiden Filme steht eine Zeitreise im Mittelpunkt... Zufall? Auch wenn die Grundidee der Story sehr an Teil 1 erinnert, schafft es Star Trek IV wunderbar eigenständig zu bleiben. Und vor allem werden nicht die Fehler von Teil 3 wiederholt: Leonard Nimoy gelingt diesmal eine fast perfekte Mischung aus Humor, Action und typischem "Star Trek"-Feeling. Und vor allem konzentriert sich dieser Film nicht nur allein auf das Triumvirat Kirk, Pille & Spock, sondern lässt auch den übrigen Crewmitgliedern ausreichend Screentime und Lacher. Ich liebe die Szenen, wenn Scotty versucht mit dem Computer zu kommunizieren, wenn Uhura und Chekov nach den "atomgetriebenen Kriegsschiffen" suchen oder Pille sich über die seiner Meinung nach "mittelalterlichen" Behandlungsmethoden im Krankenhaus echauffiert.

    Ich habe lanbge überlegt, ob dieser Film für mich auf der selben Stufe wie Teil 2 steht und bin am Ende zu dem Schluss gekommen: Ja. Deswegen bekommt er von mir hoch verdiente 10/10 transparentes Aluminium.
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  4. #5384
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    Zitat Zitat von Briareos Beitrag anzeigen
    Und mit vier Oscar-Nominierungen ist es der bis dato erfolgreichste Film der Reihe.
    .
    Stimmt nicht, ST 2009 hält den gleichen Nominierungsrekord und hat außerdem einen Golgjungen gewonnen, was widerum keinem den alten Filme gelungen war.


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  5. #5385
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    Zitat Zitat von sauerlandboy79 Beitrag anzeigen
    Stimmt nicht, ST 2009 hält den gleichen Nominierungsrekord und hat außerdem einen Golgjungen gewonnen, was widerum keinem den alten Filme gelungen war.
    Deswegen schrieb ich ja:
    Zitat Zitat von Briareos Beitrag anzeigen
    Und mit vier Oscar-Nominierungen ist es der bis dato erfolgreichste Film der Reihe.
    Und das bis dato bezieht sich in diesem Fall auf das Entstehungsjahr des Films, also 1986.

    BtW: Der erste Teil des Reboots heißt bei mir einfach nur "Star Trek", da der erste Kinofilm ja noch den Zusatz "The Motion Picture" bzw. "Der Film" hat.
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  6. #5386
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    Charlie und die Schokoladenfabrik (1971)

    Als Gene Wilder starb ist mir aufgefallen das ich den Film noch garnicht kennt sondern nur den von Jonny Depp. Storymässig gefiel er mir besser sogar als der neue Film.
    Der Remake von dem Film ist nicht ganz schlecht aber die Songs haben mehr in den Film reingepasst fand ich. Die Story mit den Schauspieler wirkte auch glaubhafter und am Stück während im Remake gefühlt viel Füllmaterial dabei war.

    Dschungelbuch Remake
    Ich bin mit dem Dschungelbuch von disney aufgewachsen und mit dem Dschungelbuch Roman. Der neue Film war irgendwie ein Zwischending. Er hatte natürlich den King Louie Song und probiers mal mit gemütlichkeit drinne aber das wars auch.
    Ich war bei dem Film nicht so begeistert er war okay aber wenn man die alten Filme und das buch kennt fand ich ihn nicht so toll. Der Film wusste irgendwie nicht so wollte er jetzt ernst sein oder doch eher ein abenteuerfilm für kinder ?

  7. #5387
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    Zitat Zitat von Briareos Beitrag anzeigen
    Star Trek III - Auf der Suche nach Mr. Spock

    Der erste kleinere Dämpfer innerhalb der "Star Trek"-Kinofilmreihe. Nicht dass er schlecht wäre, das sicher nicht, aber irgendwie fühlt sich Teil 3 etwas uninspiriert an.
    Ich kann die Kritik an ST3 nicht nachvollziehen. der ist maximal schlechter, weil Khan einfach phänomenal gespielt und inszeniert war.

    Den im Kern ist die Story von Teil 3 eine Kopie der Geschichte des Vorgängers.
    Äh ... was?
    In ST3 geht es um freundschaftliche Loyalität, philosphische Fragen zu Leben und Tod, wissenschaftliche Experimente, persönliche Dramen und ja: auch wieder um das Genesis Projekt. Aber um dessen "andere Seite" - während ST2 die Versprechungen und Möglichkeiten des Genesis Projektes beleuchtet hat, geht es in ST3 um dessen Schattenseiten und das Scheitern des Projektes.

    Wieder ein Duell um Genesis wie im zweiten Teil, nur wurde Khan durch Kruge ersetzt. Und es ist bei Weitem nicht so spannend inszeniert.
    Weil es diesmal nur Quoten-Klingonen sind und nicht die titelgebenden Antagonisten. Im Prinzip könnte man die auch komplett aus ST3 rausschreiben, es würde sich wenig ändern.

    Man sollte sich halt immer auf ein Konzept beschränken und dieses richtig gut machen, als in mehreren Disziplinen zu kämpfen und überall nur Mittelmaß zu sein.
    Nein, man sollte sich nicht zwangsweise auf ein Konzept beschränken.
    Sonst gäbe es ja Filme wie From Dusk till Dawn, Das Leben ist schön, Psycho, Matrix, die Insel, Million Dollar Baby, Night on Earth oder Cloud Atlas nicht - die ich allesamt für großartige Filme halte.
    Dem Sprach ist ein schwerer Vogel mit mattigfalten Händen, der fluglärms nach der Nachten trotzt.

  8. #5388
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    Zitat Zitat von Worrel Beitrag anzeigen
    Ich kann die Kritik an ST3 nicht nachvollziehen. der ist maximal schlechter, weil Khan einfach phänomenal gespielt und inszeniert war.
    Im direkten Vergleich zu ST2 kann eigentlich jeder andere ST-Film nur verlieren, das stimmt.

    Zitat Zitat von Worrel Beitrag anzeigen
    In ST3 geht es um freundschaftliche Loyalität, philosphische Fragen zu Leben und Tod, wissenschaftliche Experimente, persönliche Dramen und ja: auch wieder um das Genesis Projekt. Aber um dessen "andere Seite" - während ST2 die Versprechungen und Möglichkeiten des Genesis Projektes beleuchtet hat, geht es in ST3 um dessen Schattenseiten und das Scheitern des Projektes.
    Das stimmt, allerdings nimmt dieser Teil der Handlung vielleicht ein Viertel, wenn ich großzügig bin ein Drittel des Films ein. Im Rest steht die Gier Kruges nach dem Genesis-projektil bzw. sein persönliches Duell mit Kirk im Vordergrund der Handlung. Deswegen meinte ich ja auch, dass man hier zugunsten des Endes und Spocks "Wiedergeburt" ruhig etwas hätte kürzen können.

    Zitat Zitat von Worrel Beitrag anzeigen
    Weil es diesmal nur Quoten-Klingonen sind und nicht die titelgebenden Antagonisten. Im Prinzip könnte man die auch komplett aus ST3 rausschreiben, es würde sich wenig ändern.
    Dann würde aber die Action fehlen und genau das war es, was Paramount mMn in diesen Film unbedingt drinne haben wollte. Ohne Klingonen hätte man wieder so einen sehr philosophischen Film wie den ersten gehabt. Und das ist es was ich mit "auf ein Konzept beschränken" meinte. Der erste Teil war quasi "Star Trek"-Philosophie und -Esoterik in Reinkultur und Teil zwei hat sich vor allem auf das spannende, actionreiche Duell zwischen Kirk und Khan verlassen. Aber Teil 3 wollte sowohl das eine als auch das andere und hat in beiden Punkten eben nur Mittelmass abgeliefert.

    Zitat Zitat von Worrel Beitrag anzeigen
    Nein, man sollte sich nicht zwangsweise auf ein Konzept beschränken.
    Sonst gäbe es ja Filme wie From Dusk till Dawn, Das Leben ist schön, Psycho, Matrix, die Insel, Million Dollar Baby, Night on Earth oder Cloud Atlas nicht - die ich allesamt für großartige Filme halte.
    Ich habe ja auch nicht zwangsweise gesagt. Ich glaube nur das ST3 im Speziellen hätte besser sein können, wenn man sich auf einen Schwerpunkt konzentriert hätte. Das es andere Filme besser machen und durchaus diesen Spagatt zwischen verschiedenen Stilmitteln hinbekommen steht außer Frage. Bei ST3 hat es aber (mMn) eben nicht funktioniert.
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  9. #5389
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    Und weiter geht es mit dem fünften "Star Trek"-Film aus dem Jahre 1989. Zu diesem Zeitpunkt reist die "Enterprise-D" mit Captain Picard bereits seit zwei Jahren durch die unendlichen Weiten des 24. Jahrhunderts.

    Star Trek V - Das unentdeckte Land

    Nachdem Leonard "Mr. Spock" Nimoy bei Teil 3 und 4 Regie geführt hat, nimmt nun zum ersten Mal William "Kirk" Shatner auf dem Regiestuhl Platz. Wenn man bedenkt dass auch Nimoys Regiedebüt nicht gerade als filmisches Meisterwerk in Erinnerung geblieben ist, hat man schon im Vorfeld ein etwas mulmiges Bauchgefühl.

    Story
    Der Planet Nimbus III in der neutralen Zone war ursprünglich ein gemeinsames Friedensprojekt von Föderation, Klingonischem Reich und Romulanischem Imperium: Siedler aller drei Fraktionen sollten dort gemeinsam leben. Das Projekt scheiterte jedoch und so leben dort nun hauptsächlich zwielichtige Aubenteurer, Kleinkriminelle und Ausgestossene. (Erinnert irgendwie an die Besiedlung von Australien. )
    Der Vulkanier Sybok kann aufgrund hypnotischer Kräfte (keine Ahnung, das wird im Film nicht erklärt) die Menschen beeinflussen und schart so eine "Armee der Ausgestossenen" um sich, mit deren Hilfe er die Botschafter der drei Fraktionen auf Nimbuss III in seine Gewalt bringt. Die Föderation schickt die, am Ende von Teil 4 in Dienst gestellte "Enterprise-A" auf eine Befreiungsmission, die jedoch scheitert. Kirk, Spock und Pille werden von Sybok gefangen genommen und dieser übernimmt das Kommando über die neue Enterprise.
    Spock erklärt, dass Sybok sein Halbbruder ist und von Vulkan verbannt wurde, da er das vulkanische Streben nach Logik ablehnte. Sybok erläutert unterdessen seine Absichten: Er will mit der Enterprise ins Zentrum der Galaxis fliegen, da sich dort nach dem religiösen Glauben fast aller Zivilisationen der Planet Gottes befindet, im vulkanischen "Sha-Ka-Ree" genannt. Mit seiner geheimnissvollen geistigen Kraft hat er die Besatzung der Enterprise beeinflusst und tatsächlich schafft das Schiff es die "Große Barriere" zu überwinden. Und tatsächlich entdeken sie dahinter einen bisher unbekannten Planeten...
    Spoiler:
    Und auf diesem Planeten finden sie ein Energiewesen, von dem Sybok glaubt das es Gott ist. Aber natürlich ist nichts so wie es zu sein scheint. Das Energiewesen entpuppt sich als unfassbar böse und will die Enterprise nutzen um von dem Planeten, seinem Gefägnis, zu fliehen. Sybok opfert sich, um Kirk, Spock und McCoy die Flucht zu ermöglichen. Ach ja, ein Klingonenschiff taucht am Ende auch noch auf, tötet schlussendlich "Gott" und rettet Kirk.


    Fazit
    Die Parallelen zur Bibelgeschichte sind ja nicht zu übersehen. Sybok, der einst wie Jesus seine Jünger aus den Reihen derjenigen rekrutiert, die am Rande der Gesellschaft leben oder aus dieser verstossen wurden. Und als Kirk auf dem fremden Planeten in einer minutenlangen Einstellung auf den Gipfel eines Felsen klettert, hat man den Eindruck das gleich Gott erscheint und ihm die 10 Gebote diktiert. Aber ist auch okay, es geht in dem Film ja schließlich um die Suche nach Gott. Und so wie Sybok in der ersten Filmhälfte als religiös-fanatischer "Terrorist" dargestellt wird, dem jedes Mittel Recht ist um sein Ziel zu erreichen, hat der Film (leider) sogar sehr aktuellen Bezug.
    Und damit hätten sich die positiven Aspekte des Films auch schon so gut wie erschöpft. Den SFX merkt man selbst in der Überarbeitung an, dass diesmal nicht ILM mitgewirkt hat. Vor allem die Barriere (sieht aus wie ein blauer Schleimball in Makroaufnahme) und das Erscheinen "Gottes" müssen selbst 1989 schon billig ausgesehen haben. Die Story reisst einen nun auch nicht gerade vom Hocker und ist zu allem Überfluss auch noch teilweise schlecht inszeniert. Und sie strotzt vor Logikfehlern!

    Warum (und vor allem wie) können ausgerechnet Kirk, Spock und McCoy sich gegen Syboks geistigen Einfluss erwehren, während alle um sie herum diesem erliegen?
    Nachdem sie die Barriere überwunden haben nimmt Kirk einfach so wieder im Captainstuhl Platz, als wäre nichts geschehen. Das Sybok sein Schiff entführt und seine Besatzung hypnotisiert hat, scheint ihn von einer Sekunde auf die andere nicht mehr die Bohne zu interessieren.

    Und im Gegensatz zu Teil vier wird sich hier wieder hauptsächlich auf die drei Hauptfiguren Kirk, Spock und McCoy konzentriert, der Rest der Crew wird nur sehr stiefmütterlich in die Handlung eingebunden. Humor kommt so gut wie nie vor (maximal wenn Scotty involviert ist) und auch die "Star Trek"-typischen Dialoge fehlen fast vollständig. Zurück bleibt ein äußerst mittelmässiger, durchschnittlich produzierter, uninspirierter Science-Fiction-Film, der zumindest vom Namen und dem Main Theme an "Star Trek" erinnert.

    Leider kann ich für Kirks Regiedebüt nur 5/10 Row, Row, Row vergeben.

    Übersicht
    • Star Trek I (1979) - 8/10
    • Star Trek II (1982) - 10/10
    • Star Trek III (1984) - 7/10
    • Star Trek IV (1986) - 10/10
    • Star Trek V (1989) - 5/10
    sauerlandboy79, Rdrk710 and MrFob haben "Gefällt mir" geklickt.
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  10. #5390
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    Bis auf die Schlafpille von Teil 1 deckt sich deine Wertung mit der meinen.

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  11. #5391
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    Mockingjay II

    War ganz in Ordnung aber eigentlich nichts besonderes

    7/10
    "Wenn du etwas suchst und nicht weißt, wo du es finden kannst, dann geh nach Khorinis - dort wirst du es ganz sicher kaufen können."

  12. #5392
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    Zitat Zitat von Briareos Beitrag anzeigen

    Übersicht
    • Star Trek I (1979) - 8/10
    • Star Trek II (1982) - 10/10
    • Star Trek III (1984) - 7/10
    • Star Trek IV (1986) - 10/10
    • Star Trek V (1989) - 5/10
    Ist damit dein Star Trek Marathon beendet? Wäre schade, denn, ich habe deine Kurzkritiken gerne gelesen und es kämen ja noch ein paar Schmuck- wie auch "Dreck"stücke und ich würde gerne deine Meinung dazu sehen
    Das Leben ist höchst gesundheitsschädlich und endet meist mit dem Tode...

  13. #5393
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    Avatar von Briareos
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    Zitat Zitat von sauerlandboy79 Beitrag anzeigen
    Bis auf die Schlafpille von Teil 1 deckt sich deine Wertung mit der meinen.
    An Teil 1 spalten sich ja die Geister. Bei mir hat es auch bis zum dritten oder vierten Anlauf gebraucht, bis ich den Film wirklich verstanden hatte. Und ich kann es durchaus verstehen, wenn einige den Film für langweilig halten. Ist bei uns so ähnlich wie mit "2001". Ich halte ihn für ein Meisterwerk, meine Frau hingegen, die sehr gerne und viel SciFi liest und schaut, findet den Film strunzenlangweilig. So sind halt die Geschmäcker.

    Zitat Zitat von Rdrk710 Beitrag anzeigen
    Ist damit dein Star Trek Marathon beendet? Wäre schade, denn, ich habe deine Kurzkritiken gerne gelesen und es kämen ja noch ein paar Schmuck- wie auch "Dreck"stücke und ich würde gerne deine Meinung dazu sehen
    Nein natürlich nicht. Es wäre ja kein Marathon, wenn ich nicht mindestens bis zur "Star Trek"-Nemesis durchhalten würde.
    Ich hatte die Zusammenfassung nur jetzt angehängt, damit ich selber etwas den Überblick behalte.

    Bis Teil 10 schaff ich die noch bis Frau und Kind wieder zu Hause sind und ab dem Reboot schaut dann auch meine Frau wieder mit.
    Und wenn ich da angelangt bin müsste der neueste Film eigentlich auch schon im Verleih sein. Weiß da vielleicht jemand den genauen Zeitpunkt, wann "Beyond" im Videoverleih startet?
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  14. #5394
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    Avatar von sauerlandboy79
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    Zitat Zitat von Briareos Beitrag anzeigen
    Und wenn ich da angelangt bin müsste der neueste Film eigentlich auch schon im Verleih sein. Weiß da vielleicht jemand den genauen Zeitpunkt, wann "Beyond" im Videoverleih startet?
    01. Dezember.

    http://www.areadvd.de/news/star-trek...-blu-ray-disc/


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  15. #5395
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    Avatar von golani79
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    Siege of Jadotville

    Basierend auf einer wahren Begebenheit, wird hier die Geschichte einer irischen UN Einheit im Kongo erzählt, die zwischen die Fronten gerät und sich ohne wirkliche Unterstützung einer Übermacht entgegenstellen muss.

    9/10
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  16. #5396
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    Zitat Zitat von Briareos Beitrag anzeigen
    Wenn man bedenkt dass auch Nimoys Regiedebüt nicht gerade als filmisches Meisterwerk in Erinnerung geblieben ist,
    Einspruch. ... ach ne, das hatten wir ja schon.

    Fun Facts:
    - eigentlich sollte Sean Connery Sybok spielen. "Sha-Ka-Ree" ist eine Art lautmalerisches Wortspiel auf seinen Namen.
    - "Gott" sollte eigentlich als ein Wesen aus Stein dargestellt werden - das hätte die Effektabteilung aber nicht (rechtzeitig) fertig gekriegt. Daher gibt's das Steinwesen erst in Galaxy Quest.

    Warum (und vor allem wie) können ausgerechnet Kirk, Spock und McCoy sich gegen Syboks geistigen Einfluss erwehren, während alle um sie herum diesem erliegen?
    Sybok benutzt ja die Gefühle für seine Gehirnwäsche. Daß Spock dagegen immun ist, ist also nachvollziehbar.

    Bei Kirk könnte es seine Verantwortung gegenüber dem Schiff und der Crew sein, die er rein beruflich immer über seine Gefühle stellen muß, die ihm hilft, gegen Sybok zu bestehen.

    Pille hingegen könnte widerstehen, weil er als Arzt ständig mit Mitgefühl für Patienten und Angehörigen zu tun hat, sich einfach sehr gut mit Gefühlen und wie man diese ausnutzen kann auskennen und daher Sybok's Masche durchschauen. (wurde Pille nicht auf Syboks Seite gezogen und mußte wieder zurück geholt werden? Lange nicht mehr gesehen, den Film...)

    Nachdem sie die Barriere überwunden haben nimmt Kirk einfach so wieder im Captainstuhl Platz, als wäre nichts geschehen. Das Sybok sein Schiff entführt und seine Besatzung hypnotisiert hat, scheint ihn von einer Sekunde auf die andere nicht mehr die Bohne zu interessieren.
    iirc hat sich doch Sybok geopfert, um der Enterprise die Flucht zu ermöglichen. Paßt doch dann absolut ins Bibelthema: Aufopferung bzw Vergebung nach Abkehr vom Fehlglauben.

    Humor kommt so gut wie nie vor
    So viel Humor ist in den anderen ST Filmen (abgesehen von IV) aber auch nicht enthalten. Allerdings sind witzige Einlagen wie "Scotty läuft gegen einen Querbalken" nicht gerade Beispiele für einen humoristischen Niveaugipfel.
    Dem Sprach ist ein schwerer Vogel mit mattigfalten Händen, der fluglärms nach der Nachten trotzt.

  17. #5397
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    Star Trek VI - Das unentdeckte Land

    Nachdem der letzte "Star Trek"-Film nicht nur an den Kinokassen enttäuschte, sondern auch gleich noch drei Goldene Himbeeren erhielt ("Schlechtester Film", "Schlechteste Regie", "Schlechtester Schauspieler") und sogar als "Schlechtester Film des Jahrzehnts" nominiert war (konnte sich hier jedoch nicht gegen "Meine liebe Rabenmutter" durchsetzen), sollte beim nächsten wieder alles besser werden. Außerdem stand ja auch das 25-jährige Jubiläum von "Star Trek" vor der Haustür und so wurde erneut Nicolas Meyer als Regisseur verpflichtet, der bereits den grandiosen zweiten Film der Reihe inszeniert hatte.

    Story
    Auf dem klingonischen Mond Praxis, der als Hauptenergiequelle für die Heimatwelt der Klingonen dient, ereignet sich eine verherrende Explosion. Dies führt zu einer existenzbedrohenden Krise innerhalb des Reiches und zwingt die Klingonen Friedensgespräche mit der Föderation aufzunehmen. Kirk ist nicht der Einzige in der Föderation, der diesem Vorhaben mehr als skeptisch gegenübersteht und auch auf Seiten der Klingonen gibt es einige, die lieber mit wehenden Fahnen untergehen wollen. Dennoch fügt sich Kirk und erhält den Auftrag Gorkon, den Obersten Kanzler des Klingonischen Rates, auf dem Weg zu den Friedensverhandlungen sicher durch das Föderationsgebiet zu eskortieren.
    Plötzlich werden, scheibar von der Enterprise, zwei Photonentorpedos auf den klingonischen Kreuzer "Kronos 1" abgefeuert und zerstören dort u.a. das künstliche Schwerkraftfeld. Daraufhin beamen zwei Männer in Raumanzügen der Sternenflotte mit Gravitationsstiefeln auf das Schiff, töten die wehrlosen Klingonen und verletzen Kanzler Gorkon schwer. Sich ihrer Unschuld bewußt beamen Kirk und McCoy auf die Kronos, können aber den Tod des Kanzlers nicht mehr verhindern. Sie werden verhaftet und in einem Schauprozess verurteilt. Um die Friedensverhandlungen nicht zu gefährden wird die Todesstrafe in lebenslange Arbeitslagerhaft auf dem Gefägnisplaneten Rura Penthe umgewandelt.
    Auf der Enterprise unter Spocks Kommando versucht man derweil verzweifelt herauszufinden was wirklich passiert ist. Unterdessen gelingt Kirk und McCoy mit Hilfe eines Formwandlers (sieht auf alle Fälle besser aus als Odo ^^) die Flucht außerhalb des Magnetfeldes, welches beamen verhindert. Allerdings werden sie von dem Wechselbalg in eine Falle gelockt, damit sie von den Klingonen getötet werden können und es wie ein Tod bei einem Fluchtversuch aussieht. In letzter Sekunde werden sie von der heraneilenden Enterprise hochgebeamt.
    Scotty findet derweil die belastenden Raumanzüge und mit einem Trick gelingt es Kirk und Spock den Verräter an Bord zu stellen. Mittels vulkanischer Gedankenverschmelzung gelingt es Spock an die Namen der Mitverschwörer zu kommen, darunter hohe Vertreter von Föderation, Klingonen und Romulanern. Von Captain Sulu, der mittlerweile die in Teil 3 sabotierte U.S.S. Excelsior kommandiert, erfährt Kirk Ort und Zeitpunkt der geheimen Friedensverhandlungen. Und so kommt es im Orbit von Khitomer und im Verhandlungssaal zum letzten großen Duell zwischen Ewiggestrigen und Zukunftsorientierten ...
    Spoiler:
    Selbstverständlich gewinnen die Guten. Die Attentäter werden getötet, die Drahtzieher der Konspiration verhaftet und der historische Friedensvertrag von Khitomer unterzeichnet. Ansonsten hätte Lt. Worf aber auch einen sehr schweren Stand an Bord der Enterprise-D.


    Fazit
    In Star Trek werden ja oft aktuelle Themen aufgegriffen, wie z.B. in Teil IV das aufkeimende Umweltbewusstsein in den 80er Jahren. Hier wird der Zerfall der Sowjetunion, der Fall der Berliner Mauer und das Ende des Kalten Krieges auf den Konflikt zwischen Föderation und Klingonen übertragen. Und auch die Explosion von Praxis kann man als Verweis auf den Super-GAU von Tschernobyl sehen. Der Kern der Story trägt die Essenz von "Star Trek" in sich: Die beiden "Supermächte" Föderation und Klingonen bewegen sich langsam aufeinander zu, doch Frieden nach jahrzentelanger Feindschaft muss schwer erkämpft werden. Die Feinde stehen nicht nur auf der jeweils anderen Seite, sondern kommen auch aus den eigenen Reihen, aber in all den Intrigen und Verrat gibt es die Idealisten, die trotz aller Widrigkeiten an ihrer Vision für die Zukunft festhalten.
    Der Film profitiert ganz enorm von Meyers Regie. Er ist hervorragend inszeniert, abwechslungsreich und spannend. Einstellungen und Kamerafahrten im Zusammenspiel mit den sehr guten Special Effects ergeben ein sehr gutes visuelles Gesamtbild. Und obwohl der Film im Grunde ein Thriller mit SciFi-Setting ist, wird die ernste Handlung immer wieder von humorvollen Sequenzen und nachdenklichen Dialogen mit typischem "Star Trek"-Flair unterbrochen. Vor allem die Dialoge sind wirklich gut geschrieben, immer wieder taucht dieses "Star Trek"-typische Augenzwinkern auf. Trotzdem nimmt sich der Film ernst, der Humor wirkt nie aufgesetzt oder übertrieben, alles fügt sich wunderbar in ein grandioses Gesamtbild ein.

    Mit diesem Film kann sich die Crew der alten Enterprise völlig zufrieden in ihren wohlverdienten Ruhestand begeben und ich vergebe absolut verdiente 10/10 Shakespearezitate.

    Übersicht:

    • Star Trek I (1979) - 8/10
    • Star Trek II (1982) - 10/10
    • Star Trek III (1984) - 7/10
    • Star Trek IV (1986) - 10/10
    • Star Trek V (1989) - 5/10
    • Star Trek VI (1991) - 10/10
    Geändert von Briareos (12.10.2016 um 10:47 Uhr)
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  18. #5398
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    Zitat Zitat von Worrel Beitrag anzeigen
    Sybok benutzt ja die Gefühle für seine Gehirnwäsche. Daß Spock dagegen immun ist, ist also nachvollziehbar.
    Stimmt. Bei den anderen beiden, die ja schon immer als sehr emotionale (Pille) bzw. impulsive (Kirk) Menschen dargestellt werden, hätte Syboks Masche funktionieren müssen. Er sagt ja selbst sinngemäss "Jeder trägt Schmerz in seinem Herzen." und bei Pille hätte es auch fast funktioniert, doch plötzlich ... *puff* ... besinnt er sich und die Sache ist gegessen. Einfallsloser ist da ja nur noch die Erfindung einer parallelen Zeitlinie ...

    Zitat Zitat von Worrel Beitrag anzeigen
    iirc hat sich doch Sybok geopfert, um der Enterprise die Flucht zu ermöglichen. Paßt doch dann absolut ins Bibelthema: Aufopferung bzw Vergebung nach Abkehr vom Fehlglauben.
    Das war aber erst später. Die Szene die ich meinte läuft in etwa so ab:
    Kirk, Spock & McCoy werden von Scotty aus ihrer Zelle befreit. Auf dem Weg zur Brücke laufen sie Sybok in die Arme und es folgt oben bereits erwähnte Manipulationsszene. Als das nicht funktioniert gehen alle vier auf die Brücke und in diesem Moment durchquert die Enterprise die Barriere. Kirk setzt sich auf seinen Stuhl und übernimmt wieder das Kommando. Als verantwortungsbewußter Captain eines Raumschiffes hätte er wenigstens Sybok in Gewahrsam nehmen lassen können.

    Zitat Zitat von Worrel Beitrag anzeigen
    So viel Humor ist in den anderen ST Filmen (abgesehen von IV) aber auch nicht enthalten. Allerdings sind witzige Einlagen wie "Scotty läuft gegen einen Querbalken" nicht gerade Beispiele für einen humoristischen Niveaugipfel.
    Bei "Star Trek" kommt Humor schon häufig zum Einsatz. Selten mit direkten Lachern (außer Teil 4) oder Slapstik, sondern viel eher mit so kleinen Spitzen in Dialogen, die einem immer wieder so ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern.
    Geändert von Briareos (12.10.2016 um 11:21 Uhr)
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  19. #5399
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    Der Humor in ST5 war größtenteils einfach zum Fremdschämen (verfranstes Sulu und Chekov-Gespann, Nackedei-Uhura als Ablenkungsmanöver,...), dazu die vielen sinnbezogenen Ungereimheiten und die Klingonen deren Auftreten überhaupt nix zur Story beitrug... Man konnte das miese Drehbuch anhand dieser zahlreichen Defizite förmlich riechen. Die goldenen Himbeeren hat der Film leider zu Recht einkassiert.

    "Cogito ergo sum." (René Descartes)

  20. #5400
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    Zitat Zitat von Briareos Beitrag anzeigen
    Einfallsloser ist da ja nur noch die Erfindung einer parallelen Zeitlinie ...
    Dazu später.

    Kirk setzt sich auf seinen Stuhl und übernimmt wieder das Kommando. Als verantwortungsbewußter Captain eines Raumschiffes hätte er wenigstens Sybok in Gewahrsam nehmen lassen können.
    Ach so, die Szene meinst du. Stimmt, wäre sinnvoll gewesen.

    Bei "Star Trek" kommt Humor schon häufig zum Einsatz. Selten mit direkten Lachern (außer Teil 4) oder Slapstik, sondern viel eher mit so kleinen Spitzen in Dialogen, die einem immer wieder so ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern.
    Aber gerade beim Vorgänger gab es ja quasi einen Klamauk Overkill. Zu ST IV fallen mir alleine spontan eine Handvoll Szenen ein:
    - Spocks "Ausschalten" des Ghettoblasters
    - Chekovs Frage nach den Atomgetriebenen Ubooten
    - Spocks farbige Metaphern
    - "Hallo Computer!"
    - "Mir ist eine neue Niere gewachsen!"

    ... für ST III hingegen nur die "Andenken", die Scotty aus dem neuen Flaggschiff mitgebracht hatte.


    ST V hat ebenso wie ST IV mehr "Humor", dafür aber deutlich platteren.

    Das Problem an ST V ist mMn, daß die Hauptstory recht gelungen ist, aber das ganze Drumherum Mängel noch und nöcher aufweist. Was mit Row, row, row your boat anfängt und leider gen Ende auch wieder aufhört.
    Dem Sprach ist ein schwerer Vogel mit mattigfalten Händen, der fluglärms nach der Nachten trotzt.

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