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Jepharin

Star Wars: The Old Republic Beta Preview

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von am 28.11.2011 um 20:12 (593 Hits)
Gut drei Wochen, dann ist es soweit – Star Wars: The Old Republic, dass bei Fans lang erwartete MMO aus dem Hause Bioware, erscheint. Ende November gewährte der Entwickler im Rahmen eines Stresstests vielen Spielern einen Einblick in das kommende Game. Auch ich habe mich hinein gewagt und erzähle euch, was euch erwartet, was toll wurde und was meiner Meinung nach hätte besser werden können.

Die Qual der Wahl

Ihr entscheidet euch zu Beginn des Spiels für eine von 2 Fraktionen, entweder für die Republik, die mit Hilfe der Jedis ihre Ideale vertritt, oder ihr wählt die düsteren Sith. Habt ihr eure Wahl getroffen, sucht ihr euch eine der 4 spielbaren Charakterklassen aus, die sich dann im Laufe des Spiels noch weiter spezialisieren lassen. Auf Seiten der Republik gäbe es da den Jedi-Ritter, der bevorzugt in den Nahkampf geht und dabei schwere Rüstung trägt. Der Jedi-Botschafter nutzt leichte Rüstung und Machtzauber, lässt sich aber mit der richtigen Spezialisierung auch in einen Nahkämpfer verwandeln. Der Schmuggler feuert aus der Deckung mit seinen Blaster, während der schwer gepanzerte Soldat lieber großes Gerät hervorholt. Das Imperium der Sith lässt euch die Wahl zwischen Sith-Krieger, Sith-Inquisitor, Agent und Kopfgeldjäger, die weitesgehend wie die Gegenstücke der Republik spielen und sich nur in Aussehen und einigen Zauberanimationen unterscheiden. So lässt der Inquisitor Blitze durch die Luft zucken, während der Jedi-Botschafter seinen Feinden mit Hilfe der Macht große Felsbrocken entgegenschleudert.

Das Abenteuer beginnt auf dem Heimatplaneten eures Charakters, auf dem ihr dann eure ersten kleinen Quests bestreitet. Habt ihr Level 10 erreicht, verlässt euer Hauptcharakter seinen Heimatplaneten, wobei dies sehr gekonnt in Szene gesetzt wird, im Falle des Jedi-Botschafters schmiedet ihr beispielsweise euer eigenes Lichtschwert – Fans geht hier das Herz auf. Ab hier entwickelt sich eine persönliche Storyline, die sich bis ins hohe Endgame zieht, womit wir auch schon beim größten Heraustellungsmerkmal von SW:TOR wären.

Große Dialoge

Bioware hat nämlich wirklich viel Arbeit in Dialoge, Storytelling und Ausarbeitung eures Charakters gesteckt. Ihr wählt in vollvertonten! Zwischensequenzen zwischen mehreren Dialogmöglichkeiten aus, wobei auch wieder ein Moralsystem zum Einsatz kommt, das bereits in Knights of the Old Republic Verwendung fand. So habt die Möglichkeit, euch für die helle oder die dunkle Seite der Macht zu entscheiden, um damit eurem Charakter Leben einzuhauchen.

Auch eure sich euch im Spielverlauf anschließenden Gefährten werden von diesem Moralsystem beeinflusst, da sie eine ganz eigene Gesinnung haben und deswegen euren Antworten in Dialogen zustimmen oder sie ablehnen. So wie es aussieht sollte man sich auch wirklich für eine Seite entscheiden, um später von Händlern der gewissen Gesinnung auch die schönen Items einzuheimsen. Leider war nicht zu erkennen ob sich die NPCs anders verhalten, wenn eure Hang zur hellen oder dunklen Seite dementsprechend ausgeprägt ist.

Wenn euer Charakter dann Level 10 erreicht, müsst ihr euch für eine von 2 Spezialisierungen enscheiden. Bioware nennt das „erweiterte Klassen“. Diese sind laut Entwickler nicht wieder änderbar, daher solltet ihr eure Wahl gut überlegen. Innerhalb dieser erweiterten Klassen erhaltet ihr drei Talentbäume, die euren Charakter dann nochmals weiter in eine Richtung trimmen. Somit wird aus eurem Jedi-Ritter beispielsweise ein Wächter, der gleich mit 2 Lichtschwertern in den Kampf zieht und ordentlich austeilt, oder ihr wählt den Hüter, der zwar nur eine Waffe hat, dafür aber eine Menge aushält.

Und sonst?

Bioware verlässt sich im Gruppenspiel auf Altbewährtes, in den verschiedenen Instanzen zieht ihr wieder mit Tank, Heiler und Schadensausteiler zu Felde. Schade, hier hätte man sich mehr erhofft. Im Großen und Ganzen merkt man doch, dass der Entwickler vor allem auf Bekanntes setzt. So sind die Quest zwar schön erzählt, bieten dann aber außer Standardaufgaben nicht viel mehr, weshalb ihr dann wie so oft Dinge wie „Töte dies, hole das“ erledigt. Langweilig. Gerade hier hätte man doch auf mehr rausholen können.

Auch auf graphischen Niveau sieht es eher mau aus, so manche Textur ist arg matschig, die Animationen sind teilweise doch recht holprig und ein paar Polygone mehr hätten den Charakteren auch nicht geschadet. Dies wird allerdings durch den bombastischen Soundtrack und die tolle Atmosphäre, die das Star-Wars Universum bietet, wieder wettgemacht. Spätestens wenn man dann mit seinem eigenen Raumschiff in shooterähnliche Schlachten zieht, wird man vollends eingefangen. Auch so manche Kleinigkeit fällt erfreulich auf, wie man beispielsweise einem getöteter Gegner sofort anhand einer farbigen Lichtsäule anerkennt, ob er nun magische Gegenstände, Questitems oder einfach nur Schrott dabei hatte.

Fazit:

Bioware schafft es, altbewährte MMO-Tugenden gekonnt zu kaschieren, indem sie den Spieler mit so tollem Storytelling ablenkt, dass man glauben mag, man spiele ein Singleplayer-Rollenspiel. Leider trügt der Schein, so dass sich dann schnell wieder Alltag einfindet. Ich persönlich finde es schade, dass dann doch nicht mehr daraus geworden ist außer Quest-Einheitsbrei. Da hätte man schon noch ein bisschen mehr Innovation erwarten dürfen. Fans und solchen, denen diese Mängel nicht stören, dürften sich aber auf ein rundes SciFi Abenteuer freuen. Möge der Saft, äh, die Macht mit euch sein

gen0games

Aktualisiert: 28.11.2011 um 23:08 von Jepharin

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