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Jepharin

Guild Wars 2 PvP - ein Überblick

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von am 05.09.2011 um 16:54 (799 Hits)
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Auf der Gamescom 2010 wurde Guild Wars 2 erstmals offiziell der Öffentlichkeit präsentiert. Im Laufe des Jahres konnten wir neben vielen Details zu sieben der acht spielbaren Charakterklassen auch Eindrücke zu den 5 verfügbaren Rassen, Handwerk und Unterwasserkampf erfahren. Dieses Jahr gewährte uns ArenaNet nun endlich einen tiefen Einblick ins „Player vs. Player“. Worauf sich Spieler hier einstellen können, klären wir jetzt.

Einstieg leicht gemacht
ArenaNet möchte PvE (Player vs Environment) und PvP strikt voneinander trennen. Somit sollen sich beide Systeme nicht gegenseitig beeinflussen. Der Spieler wird allerdings einen sanften Einstieg erhalten, möglicherweise in Form von kleinen Übungen oder ähnlichen. Die Wirkungsweise von Fähigkeiten sollen sich im PvP dabei nicht großartig von ihrer Funktion im PvE unterscheiden. So wird aus einem Feuerball im PvE nicht plötzlich eine Lavapfütze, die Flächenschaden anrichtet.

Die Welt ist nicht genug
Der Titel wird dem Spieler mehrere Arten von PvP bieten. Der „World vs. World“ Modus lässt Spieler verschiedener Server auf einer von 4 riesigen Maps gegeneinander antreten. Ihr spawnt bei einem an euren Server gebundenen Punkt und müsst dann versuchen, unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen wie z.B. ein kleines Dorf besetzen oder Versorgungswege des Gegners abschneiden. Die Matches spielen sich sehr strategisch und dauern 2 Wochen an, innerhalb dieses Zeitrahmens habt ihr jederzeit die Möglichkeit, am Geschehen teilzunehmen.

Ist ein Spiel beendet, wird sofort ein Sieger entschieden und die Daten wandern ins eingebaute Matchmaking-System. Mit dessen Hilfe werdet ihr es immer mit gleichstarken Gegner zu tun haben. Es ist sogar geplant, dem Spieler die Möglichkeit zu geben, seinen kompletten Levelweg von 1 bis 80 nur durch WvW PvP zu durchschreiten. Dabei soll es für euch weder Vor – noch Nachteil sein, ihr werdet nicht langsamer oder schneller leveln als im normalen PvE Content.

Strukturiertes Gemeuchel
Einen ganz andere Rolle hat dagegen das „structured PvP“. Hier spielt ihr nicht euren Charakter aus dem eigentlichen Spiel, sondern entscheidet euch für eine der 8 Klassen, wählt eine Rasse aus und legt dann gleich los. Mittels Serverbrower ähnlich wie in einem FPS wählt ihr eure Partie aus um dann via Hotjoin sofort einem laufenden Spiel beizutreten. So könnt ihr zwanglos neue Skillbuilds testen oder einfach mal eine andere Klasse ausprobieren. Genauso schnell lassen sich Matches auch wechseln – für den Fall dass euch mal wieder die Elite den Hintern versohlt.

Turniere bilden die organisierte Seite des PvP. Hier treten feste Teams mit je 5 Spielern gegeneinander an. Die Karten bleiben dabei die gleichen wie im Hotjoin-Modus. Ihr könnt euch dabei für spontane, monatliche und jährliche Turniere anmelden. Sogar von Spielern gehostete Server wird es geben, hier könnt ihr dank vielfältiger Einstellmöglichkeiten euer Wunschturnier abhalten.

Verschiedene Modi
Die verschiedenen Maps funktionieren alle nach einem ähnlichen Prinzip, dem sogenannten Eroberungsmodus. Auf der Karte sind mehrere Ziele markiert, beispielsweise eine Windmühle, ein Uhrturm oder ein Anwesen. Zu Beginn sind alle Punkte auf der Karte neutral. Eure Aufgabe ist es jetzt, mit euren Helden die Gebiete einzunehmen und zu halten. Je mehr Spieler sich auf einem Ziel versammeln, desto schneller fallen sie in euren Besitz. Neutralisierte Einnahmepunkte gewähren euren Team keine Punkte mehr, darum solltet ihr sie im Auge behalten. Denn ein gegnerischer Spieler muss euch erst einmal aus dem Weg schaffen, bevor er sich ein Ziel schnappen kann. Solange ihr euch auf dem Punkt oder in der Nähe aufhaltet, ist dies nämlich nicht möglich.

Abwechslung sollen die sogenannten sekundären Ziele schaffen. Dabei kann es sich um Katapulte, Reparatursets oder zerstörbare Objekte handeln, wie auf der Karte „Der Kampf um Kyhlo“ zu sehen. Auf einer anderen Karte könntet ihr auch auf einen riesigen Drachen treffen, der Spieler unter sich angreift und bombardiert. Ihr wisst also immer, was die Grundmechanik einer Karte ist, habt aber mit diesen Hilfsmitteln genug Möglichkeiten, den strategischen Anspruch zu erhöhen.

Angeschlagen
Eine Niederlage sieht im PvP anders aus als im PvE. Ihr betretet zwar immer noch den „Angeschlagen-Modus“, jedoch hat euer Gegner mehr Interaktionsmöglichkeiten. So kann er euch zwar immer noch konventionell ins Jenseits befördern, er kann sich aber auch für einen zeitaufwendigen Finishing-Move entscheiden. Dies ist zwar gefährlich, da er währenddessen schutzlos ist und sich weder bewegen noch wehren kann, allerdings sollte man angeschlagene Gegner auch nicht einfach liegen lassen, da jede Klasse eine Möglichkeit hat, sich selbst wieder zurück ins Geschehen zu befördern. Der Waldläufer kann beispielsweise seinen tierischen Begleiter rufen, der ihn mittels Heilung wieder einsatzbereit macht. Lästige Wartezeit auf den Respawn entfällt dann.

Was dem Recken sein Schild
An freispielbarer Ausrüstung soll es nicht mangeln, diese wird allerdings nur kosmetischer Natur sein. Wenn ihr einem Spiel beitretet, erhalten alle Spieler gleichwertige Ausrüstung, Maximallevel sowie alle Fertigkeiten. Dies soll dafür sorgen, dass die Teilnehmer unter möglichst gleichen Voraussetzungen starten. Zudem erhaltet ihr beim erstellen eines neuen PvP Charakters einen bereits kompletten Build. Auf Wunsch könnt ihr allerdings aus genaueren Anpassungsmöglichkeiten wählen, um so z.b. einen anderen Waffentyp zu benutzen.

Fazit
Es klingt auf jeden Fall spannend, was ArenaNet da auf dem Reißbrett hat. Ich freue mich schon darauf, mich im World vs World Modus in bester Battlefield-Manier mit großen Spielermengen zu prügeln. Structured PvP sollte dafür die Profis unter uns lange Zeit begeistern. Inwiefern sich die Pläne umsetzen lassen, wird sich zeigen. Leider ist noch kein Beta-Termin angekündigt, ArenaNet hofft aber noch dieses Jahr zumindest die Closed Beta starten zu können.

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