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  • 1 Beitrag von i-suffer-rock
  1. #1
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    Die persönliche Performance in Rennspielen verbessern

    So, ich habe seit einigen Wochen mein altes Lenkrad reaktiviert und habe fleißig Dirt Rally gespielt.
    Nach zwei längeren Sessions habe ich den "Groove" dann auch wiedergefunden. So weit, so gut. Meine persönlichen Bestzeiten auf Einzeletappen
    konnte ich teilweise schon enorm drücken. Die ersten Top 1000 Plätze sind jedenfalls schon herausgesprungen.
    Meine besten Platzierungen liegen je nach Klasse im 700/800/900 Bereich. Mir ist klar, dass ich aufgrund meines Alters und der zur Verfügung stehenden Freizeit
    wohl eher nicht mehr in den Top 10 Bereich fahren kann. Allerdings möchte ich perspektivisch auf einigen Strecken die Top 100 ins Visier nehmen.
    Sich ein paar YT Videos anschauen, und das Gesehene dann auch eins zu eins umzusetzen, sind natürlich zwei Paar verschiedene Schuhe.
    Neben einer vielleicht entstehenden allgemeinen Diskussion, habe ich auch ein paar konkrete Fragen bzw Punkte die ich da mal ansprechen möchte.

    1) Lenkrad ! Mein altes Logitech hat mittlerweile etwas "Spiel", ist aber noch im Rahmen des Erträglichen.

    Frage : Kann ein gutes Lenkrad für bessere Zeiten sorgen ? Oder wird in allen Lenkrädern doch nur ein 5 Cent Chip ausgelesen, und man könnte theoretisch auch
    mit einem alten Mülleimerdeckel, mit besagtem Chip, die gleichen Zeiten fahren ?

    2) Arsch !

    Ist vielleicht etwas subjektiv...
    Ich finde es extrem irritierend, wie Fahrzeuge ausbrechen ohne selbst eine entsprechende Rückmeldung über den Popo zu bekommen.
    Anhand des visuellen Eindrucks ist mir nicht immer klar, ob ich eine Kurve mit der eingeschlagenen Fahrlinie und Geschwindigkeit nehmen
    kann, oder ob mich das Heck gleich überholt.
    Da ich noch nie mit einem brutal überzüchteten echten Rally-Fahrzeug gefahren bin, kann ich nicht beurteilen wie realistisch das in Spielen wirklich gelöst ist.
    Gelegentlich, und je nach Situation, hilft dann ja noch Gegenlenken ABER es gibt da eben auch den "Point of no Return", den man eben nicht wirklich be(merkt)´
    Wie gesagt, ein vielleicht sehr subjektives Problem...

    3) Handbremse

    Hängt vielleicht mit Punkt (2) zusammen. Ich nutze die Handbremse( in Dirt Rally) wohl nur sehr sparsam. Je nach Untergrund und Wagen scheint die Bremswirkung
    etwas beliebig zu sein.

    4 ) Perspektive(n)

    Ich nutze in der Regel die Cockpitansicht oder die "Augencam" ( bei Project Cars,sieht man dann zB noch den eigenen Rand des Helms). Es stört mich manchmal, dass meine Augen zwischen dem
    physischen und dem digitalen Lenkrad hin und herspringen.
    Bei Dirt Rally gibt es zwar eine Einstellung, die das Armaturenbrett zeigt, nicht aber die eigentlichen Anzeigen. Ist das für Wahnsinnige gedacht, die den Kopf während der Fahrt ständig über das Lenkrad stecken ?
    Schade jedenfalls...

    5) Stichwort "Wahnsinnige"

    Gehöre ich etwa auch dazu ? Es hilft mir nämlich das echte Lenkrad - leicht - auf die - korrekte Seite zu versetzen. Bei den meisten Modellen also etwas nach links,
    mit Rechtslenkern (zB Ford Escort Mk II) dann eben leicht nach rechts. Bin ich der Einzige ?

    Es soll hier ja eigentlich darum gehen die persönliche Leistung zu steigern. Meine Selbstbeobachtung ist die, dass ich bei meinen besten Zeiten, zumindest über einige Streckenabschnitte hinweg,
    " In the Zone" war. Die Abläufe waren dann schon (fast) automatisiert und die Streckenführung für den nächsten Abschnitt oder markanten Fixpunkt ( Tunnel usw.) waren dann schon "ins Hirn gebrannt".
    Das klappt schon häufig recht gut bei kürzen Sprintstrecken so um die 4-6 km. Auf längeren Strecken evtl. mit giftigen Untergrund ( zB grober Schotter) bin ich zu sehr damit beschäftigt, den Wagen in konkurrenzfähigen Renntempo
    auf der Strecke zu halten als mir über die weitere Streckenführung Gedanken zu machen. Die daraus resultierenden Probleme liegen da schon fast auf der Hand..oder besser gesagt neben der Strecke

    Tipps, Anregungen oder einfach nur Meinungen. Alles gerne hier rein.

    Die Wagen sind wild und brutal, aber ein Wagen, der gut gefahren wird, ist geradezu graziös. ( Dirt Rally Achievement )
    Geändert von GTAEXTREMFAN (16.04.2018 um 06:49 Uhr)

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  2. #2
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    Ich bin zwar nicht so der Rallye-Experte (Rundstreckenrennen auf Asphalt sind eher mein Ding), aber ich schreib einfach mal rein, wie ich das mache bzw. sehe. Vieles ist aber auch sehr subjektiv.

    Ein gutes Lenkrad mit feinem, reaktionsschnellen (nicht zwingend extrem starken) Force Feedback macht meiner Meinung nach schon einen Unterschied, aber nicht so enorm, dass du plötzlich 10 oder 20% schnellere Zeiten fährst, wenn du z. B. von Logitech auf Fanatec wechselst. Aber ein gutes Lenkrad gibt halt mehr Gefühl für kleine Details. Wo ist das Griplevel der Reifen? Wann bricht das Auto aus? Wie viel Downforce habe ich gerade? Wie weit muss ich gegenlenken, um einen Drift abzufangen und wo kommt der Gegenpendler?

    Mehr Unterschied machen meiner Erfahrung nach aber die Pedale. Eine gute Bremse (druckempfindlich mit Loadcell) und ein Gaspedal, das linearen Gegendruck liefert, machen es deutlich einfacher, präzisen Pedalinput zu geben um durchdrehende oder blockierende Räder zu vermeiden. Wenn du da präzise bist, brauchst du eigentlich gar nicht so viele Korrekturen am Lenkrad.

    Was das Einschätzen des Fahrzeugs in Kurven, beim Anbremsen usw. angeht: Ist halt Übungssache. Was mir aber hilft, ist ein korrektes Field of View (kannst du hier: Project Immersion by MrPix berechnen lassen), was das Einschätzen von Entfernungen und Geschwindigkeiten deutlich vereinfacht. Allerdings ist das Blickfeld dann auch sehr eingeschränkt, wenn du nur einen einzelnen Bildschirm nutzt. Auch würde ich solche Effekte, wie die Helmkamera, die den Blick entweder auf die Strecke oder die Cockpitinstrumente fokussiert, in die Kurve hineinblickt usw. abschalten. Ich jedenfalls komme mit sowas überhaupt nicht klar, wenn sich die Kamera von allein bewegt und ich das Gefühl für den Mittelpunkt und die Fahrrichtung verliere.

    Zu Rallye-spezifischen Dingen, wie zur Handbremse, kann ich aber nichts sagen, da ich kaum Rallye fahre. Allerdings ist es so, dass viele ältere Rallyeautos mit Allradantrieb überhaupt keine Handbremse hatten (weil durch den Antrieb ansonsten sofort alle vier Räder blockieren würde). Im Rallycross-Bereich zumindest scheint die Nutzung der Handbremse aber wohl zum guten Ton zu gehören. Auch hilft es sicherlich ne analoge Handbremse zu haben, damit nicht sofort die komplette Bremswirkung eintritt. Falls du nen Joystick hast kannst du z. B. versuchen den als Handbremse zu nutzen.

    Ein letzter Tipp noch: Profis zuschauen, egal ob im echten oder simulierten Auto, kann manchmal sehr hilfreich sein.
    Ohne Wurst ist alles Käse!

  3. #3
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    Ich kann jetzt nur von der Gamepad-Steuerung sprechen, Lenkrad hab ich zwar, aber schon lange nicht mehr benutzt. Die neueren Games sind auch viel besser und präziser per Pad zu spielen als viele ältere Games, daher bleib ich seit einer Weile beim Pad.

    Aber so oder so: gerade was das Wagenfeeling angeht könntest du erstmal eine Weile per Verfolgercam spielen. Dann bekommst du ein Gefühl dafür, wie und wann der Wagen ausbricht, und vlt auch warum. Du kannst dann ja nach einer Weile Lernphase wieder zur Cockpitsicht zurückkehren. Stichwort Handbremse: je nach Game habe ich das Gefühl, dass die Handbremse sehr "komisch" bremst, teilweise bleibt der Wagen quasi ruckartig stehen und macht kehrt, als wäre er an einer Ecke festgenagelt. Bei solchen Games mache ich es dann lieber so, dass sich den Wagen gezielt übersteuere und dann um die Ecke "wuchte", also kurz ausholen, gegensteuern und das Heck um die Kurve driften lassen.

    Also, jetzt speziell für "Rally" - meine letzten Rallygames waren Dirt 4 und WRC 5.
    This is not what I have wanted - I have to leave this place
    This is not what I have dreamed of - I need to gain more space

  4. #4
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    Zitat Zitat von Neawoulf Beitrag anzeigen

    Ein gutes Lenkrad mit feinem, reaktionsschnellen (nicht zwingend extrem starken) Force Feedback macht meiner Meinung nach schon einen Unterschied, aber nicht so enorm, dass du plötzlich 10 oder 20% schnellere Zeiten fährst, wenn du z. B. von Logitech auf Fanatec wechselst. Aber ein gutes Lenkrad gibt halt mehr Gefühl für kleine Details. Wo ist das Griplevel der Reifen? Wann bricht das Auto aus? Wie viel Downforce habe ich gerade? Wie weit muss ich gegenlenken, um einen Drift abzufangen und wo kommt der Gegenpendler?

    Mehr Unterschied machen meiner Erfahrung nach aber die Pedale. Eine gute Bremse (druckempfindlich mit Loadcell) und ein Gaspedal, das linearen Gegendruck liefert, machen es deutlich einfacher, präzisen Pedalinput zu geben um durchdrehende oder blockierende Räder zu vermeiden. Wenn du da präzise bist, brauchst du eigentlich gar nicht so viele Korrekturen am Lenkrad.
    Das Thema Lenkrad habe ich schon auf dem Zettel Danke aber für den Tipp mit den Pedalen, denn da bin ich in der Vergangenheit wohl etwas betriebsblind gewesen. Also mit 10 - 20 Prozent schnelleren Zeiten hätte ich jetzt auch nicht gerechnet. Selbst wenn es nur ein paar Prozent sind, in den Online Bestenlisten macht das schnell mal XXX Plätze. Also durchaus ein Mosaikstückchen zum Ziel.

    Zitat Zitat von Neawoulf Beitrag anzeigen

    Zu Rallye-spezifischen Dingen, wie zur Handbremse, kann ich aber nichts sagen, da ich kaum Rallye fahre. Allerdings ist es so, dass viele ältere Rallyeautos mit Allradantrieb überhaupt keine Handbremse hatten (weil durch den Antrieb ansonsten sofort alle vier Räder blockieren würde). Im Rallycross-Bereich zumindest scheint die Nutzung der Handbremse aber wohl zum guten Ton zu gehören. Auch hilft es sicherlich ne analoge Handbremse zu haben, damit nicht sofort die komplette Bremswirkung eintritt. Falls du nen Joystick hast kannst du z. B. versuchen den als Handbremse zu nutzen.
    Ich habe in den letzten Sessions gezielt am Einsatz der Handbremse gearbeitet, was mich anfangs durchaus zur Weißglut gebracht hat. Mittlerweile stelle ich aber positive Effekte fest, und fahre schon fast identische Zeiten. Mit etwas mehr Übung liegt dort noch Potential . Da werde ich dann je nach Strecke schauen müssen wo der Einsatz der Handbremse Vorteile bringt und wo eben nicht. Da wird dann wohl Geduld und Übung gefragt sein...

  5. #5
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    Zitat Zitat von Herbboy Beitrag anzeigen
    Ich kann jetzt nur von der Gamepad-Steuerung sprechen, Lenkrad hab ich zwar, aber schon lange nicht mehr benutzt. Die neueren Games sind auch viel besser und präziser per Pad zu spielen als viele ältere Games, daher bleib ich seit einer Weile beim Pad.
    Jeder Jeck ist anders Ja, ich hätte natürlich erwähnen können, dass ich wegen des Realitätsgrades schon gern mit dem Lenkrad spiele. Pad ist für mich daher keine Option.

    Zitat Zitat von Herbboy Beitrag anzeigen
    Aber so oder so: gerade was das Wagenfeeling angeht könntest du erstmal eine Weile per Verfolgercam spielen. Dann bekommst du ein Gefühl dafür, wie und wann der Wagen ausbricht, und vlt auch warum. Du kannst dann ja nach einer Weile Lernphase wieder zur Cockpitsicht zurückkehren. Stichwort Handbremse: je nach Game habe ich das Gefühl, dass die Handbremse sehr "komisch" bremst, teilweise bleibt der Wagen quasi ruckartig stehen und macht kehrt, als wäre er an einer Ecke festgenagelt. Bei solchen Games mache ich es dann lieber so, dass sich den Wagen gezielt übersteuere und dann um die Ecke "wuchte", also kurz ausholen, gegensteuern und das Heck um die Kurve driften lassen.
    Eine Videoanalyse mache ich schon gelegentlich. Bei der Verfolgercam ist mir durchaus aufgefallen, dass das Gefühl im Cockpit schon manchmal arg täuscht. Vor allem weil das Gefühl für das Heck fehlt. Ich stand teilweise grotesk mit dem Heck auf dem Rasen neben der Strecke und habe es im Wagen ( Cockpitcam) tatsächlich nicht bemerkt
    Das "wuchten" um Kurven kenne ich auch, ist aber wohl eher eine Notlösung .

  6. #6
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    Was einem helfen soll die Rundenzeiten zu verbessern ist die richtige Einstellung des field-of-view, einige der bekannten Sim-Racing Youtuber haben schon darüber berichtet:



    So etwa eine halbe sekunde soll man wohl dadurch gewinnen, nach einer gewissen Eingewöhnungszeit. Das ganze ist von der Monitor-Größe und dem Sitzabstand zum Monitor abhängig, In den meisten fällen wird die FOV im Vergleich zur Standardeinstellung stark reduziert.

    Ich hab das mal probiert, muss aber sagen dass es bei mir dann schnell zum motion-sickness phänomen geführt hat , obwohl ich gerade damit noch nie probleme hatte. Ich kann also keinen positiven Erfahrungsbericht dazu vermelden, aber vielleicht hilft es jemand anderem
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