zitat: "Julien Merceron von Square Enix hat kürzlich noch gesagt, dass das Gameplay und Handlung wichtiger wären als die Grafik"
mal gut das man nicht sagt das Auge isst mit! ....
Lieber Herr im himmel lass es hirn regnen!
Ja, das Auge isst mit. Aber ich will keinen Fotorealismus in einem Spiel. Ich will ein Spiel spielen, keine grafische Real Life-Simulation.
Natürlich trägt eine gute Grafik maßgeblich zum Spielspaß bei. Aber auch nur, wenn der Rest des Spiels stimmt. Wie etwa bei The Witcher 2. Da hat in meinen Augen beinahe alles gestimmt. Dragon Age: Origins hätte mir mit einer besseren Umgebungsgrafik und dynamischer Beleuchtung sicher noch mehr Spaß gemacht, als ohnehin schon.
Aber...!!! Wenn das Gameplay schlecht ist, anspruchslos und alles andere genauso austauschbar ist und einfach nur langweilt, dann bringt halt auch die beste Grafik der Welt nichts. Dann kann man sich gleich Grafikdemos angucken. Top Grafik ist eben nur ein sehr schöner Zusatz und zweitrangig.
Wichtig ist außerdem gar nicht, ob der Entwickler sämtliche DX11-Features anwendet und die Welt mit 4096x4096 Texturen, Tesselation, Echtzeitreflexionen voll klatscht. Wichtig ist, WIE der Entwickler diese Features anwendet und ob überhaupt. Wenn der Entwickler diese Features klug und kreativ verwendet, dann ist das Endergebnis oft einfach besser, als wenn er das Spiel mit Effekten vollpumpt und alles schließlich total aufgebläht und überladen wirkt.
Natürlich ist eine dynamische Beleuchtung wichtig und trägt maßgeblich zur Atmosphäre bei. Natürlich sind sehr gute Animationen wichtig (wichtiger als Grafik, finde ich) und wichtig sind auch schöne Schatten. All das trägt zur Atmosphäre bei. Aber ich persönlich brauche keine extrem hochaufgelösten Texturen oder Tesselation.
Fotorealismus ist bei vielen Spielen ohnehin nicht möglich. Allein schon des Art Styles wegen. Wie will man denn bitteschön z.B. bei einem Borderlands Fotorealismus erreichen?
Ergebnis: Gameplay und eine gute Geschichte sind doch wichtiger als topaktuelle und fotorealistische Grafik. Und außerdem eher möglich als letzteres.
Eine spannende Präsentation a'la Mass Effect, die die Handlung genauso rüber bringt, wie etwa Dialoge, gehören für mich allerdings auch zum guten Ton. Nur sollte man aus einem Spiel keinen interaktiven Film machen. Zwischensequenzen, gerade wichtige, storyrelevante, sollten so eingesetzt werden, dass das Spiel nicht zur Hälfte als solchen Szenen besteht.