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2K Games-Chef: "Videospiele brauchen eine fotorealistische Grafik"

Fotorealistische Grafik nötig um Emotionen zu transportieren? Es gibt eine ganze Menge Spiele und sogar (Animations-)Filme, die das Gegenteil beweisen. Dieser "Chef" ist offenbar nicht vom Fach.
 
Ich finde in Mass Effect sind Gefühle schon sehr gut rübergekommen. Dazu brauchte es keine fotorealistische Grafik.

Fotorealistische Grafik nötig um Emotionen zu transportieren? Es gibt eine ganze Menge Spiele und sogar (Animations-)Filme, die das Gegenteil beweisen. Dieser "Chef" ist offenbar nicht vom Fach.

Eben. Als Beispiel fallen mir jetzt zum Beispiel Prinzessin Mononoke oder andere japanische Anime-Filme ein. Und Anime ist alles andere als fotorealistisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
zitat: "Julien Merceron von Square Enix hat kürzlich noch gesagt, dass das Gameplay und Handlung wichtiger wären als die Grafik"

mal gut das man nicht sagt das Auge isst mit! ....
Lieber Herr im himmel lass es hirn regnen!
 
Die Grafik muss einfach zum Genre passen und stimmig sein.

Denkt nur an Perlen wie Limbo und Braid, die eine grandiose Grafik haben, aber bei weitem keine fotorealistische.
 
Natürlich ist gute Grafik ein netter Zusatz, aber viel wichtiger ist mir spielerische Freiheit, eine glaubwürdige, interaktive Spielwelt, die nicht wie eine Theaterkulisse wirkt.

Was bringt mir z.B. die realistischste Grafik, wenn das Spiel dann wie ein Film abläuft. Ich quasi nur geradeauslaufen darf, keine Entscheidungen treffen darf, stattdessen irgendwelche strunzdoofen Quick-Time-Events machen muss.

Und nochmal zur Grafik, die muss nicht hyperrealistisch sein. Viel wichtiger ist es, gewisse Effekte nur dezent einzusetzen oder richtig knackig scharfe Texturen zu verwenden. Bei manchen Spielen wird mit Effekten übertrieben und Häuser oder die Umgebung strahlen, als wären sie eine eigene Sonne.
 
Gegen eine gute Grafik ist absolut nichts einzuwenden, allerdings sollte das Hauptaugenmerk auf Story und Gameplay liegen. Grafikblender gibt es zur Genüge auf dem Markt. Ein gutes Beispiel für diese Thematik ist in meinen Augen Minecraft. Ich habe damals die Vanilla Version bis zum Umfallen gespielt, obwohl die Grafik alles andere als schön anzuschauen war. Mittlerweile würde ich keine Sekunde mehr ohne Texture Pack und Shader-Mod in der Welt verbringen. Nach dem Motto: "Wer einmal Blut leckt...". ;)
 
Ich frag mich wie To The Moon das macht mit den Emotionen, oder die alten Final Fantasy Teile, so ganz ohne photorealistische Grafik...
Vielleicht seid ihr bei 2K Games, wie ein Großteil der Studios, auch einfach unfähig Emotionen ordentlich zu transportieren? Und wenn man das nicht drauf hat dann nützt einem die photorealistische Grafik auch nichts. Nur mal so als Denkanstoß...
 
Ich frag mich wie To The Moon das macht mit den Emotionen, oder die alten Final Fantasy Teile, so ganz ohne photorealistische Grafik...

To the moon und die alten FF Teile sind halt aber keine "immersive cinematic experience" oder was auch immer gerade das Buzzword bei 2K sein mag.
Gute Spiele machen ist für viele halt gleichzusetzen damit Spiele zu machen, bei denen man kaum merkt, dass man eigentlich garkeinen Film guckt. Also am besten genau die gleichen Stilmittel und Techniken benutzen können, die bei Filmen schon etabliert sind. Und genau da hackt es mit der aktuellen Grafikleistung tatsächlich noch, denn menschliche Gesichter vernünftig darstellen hat noch keiner geschafft.
 
Der einzige Vorteil von fotorealistischer Grafik wäre (für mich), dass man sich endlich mal wieder um Inhalte kümmern müsste, da kein technischer Fortschritt mehr möglich wäre. Ansonsten will ich überhaupt keine fotorealistische Grafik in jedem Spiel, sondern vor allem gutes Art-Design und gute Inhalte. Wie langweilig wäre die Kunstwelt, wenn jedes Gemälde wie ein Foto aussehen würde?
 
Dann müssen sie halt fürn PC entwickeln und nicht für Konsole...
 
ich will keine interaktiven Filme, ich will einfach nur spielen verdammt und das ohne Unterbrechungen alle 15 m ingame
 
zitat: "Julien Merceron von Square Enix hat kürzlich noch gesagt, dass das Gameplay und Handlung wichtiger wären als die Grafik"

mal gut das man nicht sagt das Auge isst mit! ....
Lieber Herr im himmel lass es hirn regnen!

Ja, das Auge isst mit. Aber ich will keinen Fotorealismus in einem Spiel. Ich will ein Spiel spielen, keine grafische Real Life-Simulation.
Natürlich trägt eine gute Grafik maßgeblich zum Spielspaß bei. Aber auch nur, wenn der Rest des Spiels stimmt. Wie etwa bei The Witcher 2. Da hat in meinen Augen beinahe alles gestimmt. Dragon Age: Origins hätte mir mit einer besseren Umgebungsgrafik und dynamischer Beleuchtung sicher noch mehr Spaß gemacht, als ohnehin schon.

Aber...!!! Wenn das Gameplay schlecht ist, anspruchslos und alles andere genauso austauschbar ist und einfach nur langweilt, dann bringt halt auch die beste Grafik der Welt nichts. Dann kann man sich gleich Grafikdemos angucken. Top Grafik ist eben nur ein sehr schöner Zusatz und zweitrangig.

Wichtig ist außerdem gar nicht, ob der Entwickler sämtliche DX11-Features anwendet und die Welt mit 4096x4096 Texturen, Tesselation, Echtzeitreflexionen voll klatscht. Wichtig ist, WIE der Entwickler diese Features anwendet und ob überhaupt. Wenn der Entwickler diese Features klug und kreativ verwendet, dann ist das Endergebnis oft einfach besser, als wenn er das Spiel mit Effekten vollpumpt und alles schließlich total aufgebläht und überladen wirkt.
Natürlich ist eine dynamische Beleuchtung wichtig und trägt maßgeblich zur Atmosphäre bei. Natürlich sind sehr gute Animationen wichtig (wichtiger als Grafik, finde ich) und wichtig sind auch schöne Schatten. All das trägt zur Atmosphäre bei. Aber ich persönlich brauche keine extrem hochaufgelösten Texturen oder Tesselation.

Fotorealismus ist bei vielen Spielen ohnehin nicht möglich. Allein schon des Art Styles wegen. Wie will man denn bitteschön z.B. bei einem Borderlands Fotorealismus erreichen?

Ergebnis: Gameplay und eine gute Geschichte sind doch wichtiger als topaktuelle und fotorealistische Grafik. Und außerdem eher möglich als letzteres.


Eine spannende Präsentation a'la Mass Effect, die die Handlung genauso rüber bringt, wie etwa Dialoge, gehören für mich allerdings auch zum guten Ton. Nur sollte man aus einem Spiel keinen interaktiven Film machen. Zwischensequenzen, gerade wichtige, storyrelevante, sollten so eingesetzt werden, dass das Spiel nicht zur Hälfte als solchen Szenen besteht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine wirklich Photorealistische Grafik ist was für irgendwelche Aktionären, aber nicht wirklich interesant für Spieler, denn die bekommt man außer vielleicht bei einem Adventure nicht wirklich mit und trägt auch nicht wirklich dazu bei Emotionen rüber zu bringen, sicher, Brokeback Mountain, Titanic oder Terminator 2 bringen zwar super die Emotionen rüber, aber wenn man sich die ganzen Schmonzetten in TV anschaut, die technisch bedingt in die gleiche Sparte fallen, da bekommste als Emotion eher nur Wut über das Laienschauspiel
Und dann haben wir noch die ganzen Animierten Filme, die auch nicht Fotorealistisch sind

Wenn dann sollte man an der Mimick besser herrum schrauben und vorallem auch am Storytelling, siehe die Kara oder die The Casting Techdemo
 
Und ich brauch ne frische Unterhose....ne mal ehrlich wieviel gute Spiele gibbet ohne Wahnsinnsgrafik....genug und reichlich...
 
Was soll man jetzt noch schreiben. Die Komments hier sagen doch alles! Kann mich dem allgemeinen Tenor nur anschließen.

Hurra es gibt sie noch die guten "alten Zocker"..:-D

Gute Grafik Ok, aber noch wichtiger, gute Story, geschmeidiges Gameplay, tolle Atmospäre,geiles Artwork etc...... ( Dishonored?)
 
Ohne fotorealistische Visualisierung sind also keine Emotionen möglich?
Glückwunsch der Herr, Sie haben soeben alle Buchauthoren aufs tiefste beleidigt.
 
Bullshit à la BILD, sorry, ich zitiere den guten Mann im Original:

"Recreating a Mission Impossible experience in gaming is easy; recreating emotions in Brokeback Mountain is going to be tough, or at least very sensitive in this country… it will be very hard to create very deep emotions like sadness or love, things that drive the movies. Until games are photorealistic, it’ll be very hard to open up to new genres.
To dramatically change the industry to where we can insert a whole range of emotions, I feel it will only happen when we reach the point that games are photorealistic. Then we will have reached an endpoint and that might be the final console."
Er fordert also mitnichten "photorealistische Grafik" sondern glaubt lediglich, dass Spiele erst dann auf dem erzählerischen Niveau von Filmen angelangt sein werden, wenn die Technik entsprechend fortgeschritten ist.

...ist aber deutlich weniger reißerisch, als euer Artikel, hmmm? ;-)

Edit: Ums deutlich zu machen, ich teile dennoch nicht Hartmanns Meinung, ich denke, man braucht nicht zwingend photorealistische Grafik, um Emotionen glaubwürdig zu transportieren. Bestes halbwegs aktuelles Beispiel: Wall-E - PIXAR schafft es ohne Probleme, ihrem animierten Roboter mehr emotionale Tiefe zu verleihen, als so mancher drittklassige Schauspieler seiner Filmfigur. :-)
 
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