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  1. #1
    Erfahrener Benutzer
    Avatar von JohnCarpenter
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    Quo vadis - E-Mobilität?

    Macht es sich die Politik nicht zu einfach? Werden die Schattenseiten bewusst, oder doch eher naiv und uninformiert ausgeblendet?
    Ist es überhaupt richtig, wenn Politik den Ausstieg aus der Verbrennungsmotorentechnik erzwingen will?
    Wird da, gesamtökologisch nur wieder ein "Teufel mit dem Belzebub" ausgetrieben?
    Was denkt ihr?
    https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-der-wahre-preis-der-elektroautos-100.html
    https://www.sueddeutsche.de/auto/ele...ling-1.4218519
    'was ist den duden?' '...ich komm eigentlich nie ins schwitzen,...Und in der Schule kam das nie dran.' 'körperhaare haben eine art timer' 'es gibt ja doch noch interligente'

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  2. #2
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    Avatar von MichaelG
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    Ich halte von dem blinden Aktionismus nichts. E-Autos belasten durch die Produktion, unklare Stromherkunft, Ladedauer/Reichweite sind nicht alltagstauglich.
    Wasserstoff wäre die Antwort. Infrastruktur fehlt aber und Kosten sind zu hoch. Hinzu kommt wie soll es mal sein wenn 70% E-Autos haben und die Ladedauer 2 h dauert? Zum Aufladen eine halbe Woche Urlaub nehmen?

  3. #3
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    Avatar von Spiritogre
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    Die Produktion von Akkus für E-Autos wird sich sicher verbessern. Ebenso das Recyceln.

    Ein großes Problem ist aber schlicht, ein großer Batzen Strom kommt aus Kohle, ein weiterer aus Atomkraft. Umweltenergien sind noch immer nur ein kleiner Prozentsatz. Und ob jetzt ein Auto Benzin verbrennt oder ein Kraftwerk Kohle oder gar Atommüll produziert wird kommt letztlich ziemlich aufs Gleiche raus.

    Solange es aber keine Schnelllader gibt die in zehn Minuten für 400 bis 500 Km Fahrleistung laden können wird sich ein E-Auto aber ohnehin nicht durchsetzen. Und bis dahin ist es wohl noch ein langer Weg, auch wenn Samsung immerhin an Schnellladetechnik für ihre Smartphones werkelt und da scheinbar gute Fortschritte macht.

    Wasserstoff ist auch nicht ausgereift, vor allem ist die Herstellung auch sehr Energieaufwendig aber auch die Speicherung ist problematisch, weil die Wasserstoffatome durch die Tanks diffundieren.

    Vielleicht hat ja irgendwann jedes Auto seinen eigenen kleinen Fusionsreaktor...
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  4. #4
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    Avatar von JohnCarpenter
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    Zitat Zitat von Spiritogre Beitrag anzeigen
    Vielleicht hat ja irgendwann jedes Auto seinen eigenen kleinen Fusionsreaktor...
    Etwa wie der "Ford Nucleon"...
    https://www.zeit.de/auto/2011-02/autokonzepte
    'was ist den duden?' '...ich komm eigentlich nie ins schwitzen,...Und in der Schule kam das nie dran.' 'körperhaare haben eine art timer' 'es gibt ja doch noch interligente'

  5. #5
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    Avatar von GTAEXTREMFAN
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    Das Thema ist sicher interessant. Allerdings auch etwas schwierig wirklich (klima)neutral zu bleiben. Ich möchte es mal so formulieren. Ich persönlich gehe davon aus, dass der "point of no return" in Sachen Klimawandel bereits eingetreten ist. Vielleicht kann man den noch minimal abdämpfen, mehr sicher nicht. Ich hoffe nur man verrennt sich nicht in eine Politik, die neben den Folgen des schon laufenden Klimawandels, nicht auch noch als Kombipräparat höhere Steuern sonstige Abgaben und ansteigende Lebensmittelpreise etc. zur Folge hat.
    In Frankreich erlebt man ja aktuell, was dann abgeht, auch wenn es dort noch andere Kofaktoren gibt.
    Geändert von GTAEXTREMFAN (03.12.2018 um 06:09 Uhr)

  6. #6
    Klugscheißer
    Avatar von Rabowke
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    Zitat Zitat von JohnCarpenter Beitrag anzeigen
    Macht es sich die Politik nicht zu einfach? Werden die Schattenseiten bewusst, oder doch eher naiv und uninformiert ausgeblendet?
    ... was heißt naiv und informiert ausgeblendet? Andersrum kann man doch genau so fragen, ob uns die Regierung die "Entstehung" des Kraftstoffs gut genug erklärt, über die Risiken informiert hat und und und ...

    Ist es überhaupt richtig, wenn Politik den Ausstieg aus der Verbrennungsmotorentechnik erzwingen will?
    Absolut ja. Schau dir doch an was passiert ist, bis zum Diesel"skandal" hat doch von den dt. Autobauern niemand ernsthaft an der Entwicklung von Elektroautos gearbeitet und Tesla bzw. Musk wurden als Spinner abgestempelt. Natürlich muss die Regierung mit Vorgaben, Gesetzen und (Steuer)Anreizen dafür sorgen, dass wir weg kommen von fossilen Brennstoffen.

    MichaelG sprach ja von fehlender Infrastruktur, was ich u.a. bestätigen kann. Selbst in Berlin müsste man riesen Umwege fahren, um sein Fahrzeug aufladen zu können. Nur stellt sich hier eben die Frage: ist hierfür die Regierung verantwortlich oder private Unternehmen, z.B. solche, die auch "normale" Tankstellen betreiben?

    Ich hab auch überlegt, ob ich zwei, drei kleine E-Autos anschaffe ... einfach weil ich es kann. Da bin ich aber schon auf die ersten, praktischen Hürden gestoßen: wie und wo laden? Klar, bei mir auf dem Hof kann bzw. könnte ich Ladestationen errichten lassen, aber was ist, wenn die Kollegen die Fahrzeuge mit nach Hause nehmen? Wie bzw. vor allem wo werden die Fahrzeuge aufgeladen?! Bei AN die ein Eigenheim haben: kein Problem, wird ggf. auf meine Kosten eine Ladestation errichtet & ein zweiter Stromzähler zur "Abrechnung". Aber was machen die Kollegen die zur Miete wohnen?

    Tesla war auch "nur" so erfolgreich, weil sie auf eigene Kosten in CA ein System von Schnellladestationen aufgebaut und damals noch mit einer lebenslangen kostenfreien Möglichkeit des Ladens die Fahrzeuge verkauft haben.

    Die Idee eines E-Autos finde ich grandios, selbst für mich, der sich als Petrolhead bezeichnen würde und einen, pardon, "Ständer" beim V8-Geblubber bekommt: ich würde ein sportliches E-Fahrzeug jederzeit mit Kusshand nehmen und mich darauf einlassen, auch wenn das mit Einschränkungen verbunden ist.

    @MichaelG: Porsche hat z.B. eigene Starkstromladestationen. Das Problem ist, und du hast es selber angesprochen: die Reichweite. Höhere Reichweite "nur" durch höhere Akkukapazität, was wiederum die Ladezeit verlängert. AFAIK gibt es jetzt schon Fahrzeuge, welche man "über Nacht" über die ordinären Haussteckdose nicht vollständig laden kann. D.h. man müsste hier die Möglichkeit bieten auch stärkere Ladestationen beim Privatmann zu bauen, sei es subventioniert über den Autokauf, den Staat oder als Leihgabe seitens des Stromanbieters.
    nil

  7. #7
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    Avatar von Enisra
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    ja gut, so in der Wüste wo nicht mal Bakterien leben dann Lithium Abbauen, welches so nur ein einstelligen Prozentwert bei Batterien ausmacht ist natürlich viel schlimmer als so im Naturschutzgebiet nach Öl bohren oder wie andere das Naturschutzgebiet abschaffen damit dann man dann Jobs "schaffen" kann, aber naja, das wird dann wieder verschwiegen und lieber anderen Naivität vorgeworfen, nun ja, altes Spiel wieder

    Ich weiß nicht ob ich hier mal das eine Video verlinkt habe, ich machs einfach nochmal, ist inzwischen noch eines dazu gekommen mit der Reichweite und den Problemen, nebst dem Laden von dem Teil und mal ehrlich, nicht ganz Deutschland ist im Außendienst und rockt ein paar Hundert Kilometer runter oder ist extremer Fernpendler
    Aber naja, man versucht hat lieber eine Panik zu erzeugen anstatt sicht mal richtig mit dem Thema auseinander zusetzen



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  8. #8
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    Vorweg: E-Mobilität und E-Autos ist nicht das Gleiche. E-Autos sind ein möglicher Teilaspekt eines Gesamtsystems "E-Mobilität", mehr nicht. Da es hier aber scheinbar nur um E-Autos gehen soll...

    Für mich persönlich ist es ein frustrierendes Thema. Jetzt soll der interne Verbrennungsmotor also langsam in Rente geschickt werden. Erfreulich. Gegen die Verringerung des Ausstoßes an klima- und gesundheitsschädlichen Gasen hat wohl kaum jemand etwas einzuwenden.

    Nun aber soll ausschließlich das Antriebsaggregat ersetzt werden, während das Konzept des Individualverkehrs in 1500kg schweren Aluminiumboxen weiter verfolgt werden soll? Fällt uns kein sinnvollerer Verwendungszweck der begrenzten Ressourcen ein als die Schaffung und Aufrechterhaltung dieser Metalllawine?

    Hier auf dem Land wird mir seit über 30 Jahren gesagt, dass jeder einen PKW benötigt, weil der ÖPNV minderwertig ist. Und die (zunehmende) Minderwertigkeit des ÖPNVs wird mit der breiten Verfügbarkeit von PKWs begründet. Grandios. Die nötige Infrastruktur für den Betrieb eines mehr als homöopathischen Prozentsatzes an E-Autos wird wieder en masse Ressourcen verschlingen und den status quo zementieren, natürlich auf Kosten des öffentlichen Verkehrs in der Fläche. Ein Wandel der Infrastruktur- und Siedlungspolitik dauert Jahrzehnte und wird hiermit, wie üblich, auf morgen verschoben.

    Ein Projekt wie Roosevelt's Arsenal of Democracy würde heute schon im Kern als unmöglich deklariert und begraben werden.
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  9. #9
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    Avatar von Bonkic
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    Zitat Zitat von JohnCarpenter Beitrag anzeigen
    Ist es überhaupt richtig, wenn Politik den Ausstieg aus der Verbrennungsmotorentechnik erzwingen will?
    die frage stellt sich meiner meinung nach überhaupt nicht, da der ausstieg wohl tatsächlich, hier passt das wort ausnahmsweise mal, völlig alternativlos ist.

  10. #10
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    Avatar von Spiritogre
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    Ich bin ganz dafür, dass wir langfristig auf E-Autos aber vor allem eben auch erneuerbare Energien umsteigen. Nur muss das eben vernünftig angeschoben werden. Ich verstehe zum Beispiel überhaupt nicht, dass nach dem vor Urzeiten mehr oder minder geplantem Kohleausstieg die Regierung mit einem den Rückzieher gemacht hat und teils sogar noch neue Kohlekraftwerke gebaut werden (sollen). Das ist einfach ein kompletter Irrweg.

    Und ich verstehe die Leute auch nicht, die so bei (Offshore) Windparks rummeckern, die sind doch eigentlich ideal.


    Ein eigenes Auto ist nicht nur ein Stück eigenes Luxusgut sondern eben auch Lebensqualität. Öffentliche Verkehrsmittel, Car-Sharing etc. sind eben (oft) keine Alternative. Und wer ein eigenes Auto hat, der will das auch als Allrounder nutzen, d.h. selbst wenn man normal nur zur Arbeit und zum Einkaufen fährt, manchmal will man doch einen längeren Ausflug machen oder in Urlaub fahren und dann will man natürlich SEIN Auto nutzen und nicht z.B. einen Mietwagen, den man nicht kennt und in dem man sich nicht so wohl fühlt.

    Generelles Problem ist eben halt einfach das Laden. Mindestens die Hälfte der Bevölkerung hat eben kein Einfamilienhaus, wo man über Nacht selbst betanken kann. Deswegen müssen E-Tankstellen her, die das eben in 10 bis 15 Minuten erledigen können. Nur soweit ist die Technik halt noch nicht, hier muss ordentlich geforscht werden, dass es in zehn bis spätestens 20 Jahren aber machbar ist.
    Geändert von Spiritogre (03.12.2018 um 13:00 Uhr)
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  11. #11
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    Avatar von Herbboy
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    Zitat Zitat von Spiritogre Beitrag anzeigen

    Und ich verstehe die Leute auch nicht, die so bei (Offshore) Windparks rummeckern, die sind doch eigentlich ideal.
    manche sind überzeugt davon, dass die Betreiber zu viel Geld dafür bekommen und daher unnötig viele gebaut werden UND Lobbyisten maßlos übertreiben mit der Vorteilen von Windenergie. Das sind oft die, allein schon deswegen dagegen sind, weil die Grünen bzw. "Ökos" dafür sind und sie diese "hassen". Manche wollen wiederum einfach nur keine "Verschandelung" der Natur (ich persönlich finde es sogar etwas Gutes, da es symbolisch die Vereinigung von Technik und Natur zeigt).

    und dazu kommen natürlich noch Leute, die davon direkt betroffen sein können, denn die Anlagen sind je nach Entfernung durchaus laut, und je nach Sonnenstand hat man im Haus dann auch ein nerviges Flackerlicht durch den Schatten/Licht-Wechsel, die die Rotation der Räder erzeugt..
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  12. #12
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    Avatar von Enisra
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    Zitat Zitat von Herbboy Beitrag anzeigen
    und dazu kommen natürlich noch Leute, die davon direkt betroffen sein können, denn die Anlagen sind je nach Entfernung durchaus laut, und je nach Sonnenstand hat man im Haus dann auch ein nerviges Flackerlicht durch den Schatten/Licht-Wechsel, die die Rotation der Räder erzeugt..
    das und Vogelschlag sind ja auch ein Problem, nebst dass man Energie irgendwo speichern muss, wo zumindest bis auf Pumpspeicherkraftwerke man noch nicht wirklich gute Speichermöglichkeiten gibt
    Wobei man zumindest die Sache mit Licht und Vibration dadurch lösen kann, in dem man die nicht neben ein Haus baut, aber nun ja, ich glaube nicht das im Schatten vom Kohlekraftwerk Wohnen auch so Geil ist
    Da ist es halt eher Naive anderen vorzuwerfen man würde nicht die Negativen Seiten sehen, nebst doppelter Naivität eigentlich nicht die Negativen Seiten der "Alternativen" zu sehen, wobei, damit haben so manche ein Problem
    Aber hier gibts auch so einen Dorftdepp der bei uns gegen Windkraft hetzt und dass die die Landschaft verschandeln ... während im Hintergrund der Smogteppich von MA/LU, dem Großkraftwerk Mannheim und die BASF zu sehen ist
    Geändert von Enisra (03.12.2018 um 18:19 Uhr)
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  13. #13
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    Avatar von Herbboy
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    Zitat Zitat von Enisra Beitrag anzeigen
    das und Vogelschlag sind ja auch ein Problem, nebst dass man Energie irgendwo speichern muss, wo zumindest bis auf Pumpspeicherkraftwerke man noch nicht wirklich gute Speichermöglichkeiten gibt
    Wobei man zumindest die Sache mit Licht und Vibration dadurch lösen kann, in dem man die nicht neben ein Haus baut, aber nun ja, ich glaube nicht das im Schatten vom Kohlekraftwerk Wohnen auch so Geil ist.
    Die brauchen aber auch weniger Platz "pro KWh", d.h es ist extrem unwahrscheinlich, dass man mal eben so was vor die Nase gesetzt bekommt. Ein Windrad KÖNNTE aber bei rel. vielen Leuten rel. nah aufgestellt werden, und selbst falls es dann nur 2h pro Tag im Frühjahr und Winter sind, wo die Sonne auch mal tiefer ist, kann ein Rotationsschatten halt sicher sehr nerven. Aber das ist halt nur EIN Punkt, den MANCHE kritisieren.

    Da ist es halt eher Naive anderen vorzuwerfen man würde nicht die Negativen Seiten sehen, nebst doppelter Naivität eigentlich nicht die Negativen Seiten der "Alternativen" zu sehen, wobei, damit haben so manche ein Problem
    Aber hier gibts auch so einen Dorftdepp der bei uns gegen Windkraft hetzt und dass die die Landschaft verschandeln ... währen im Hintergrund der Smogteppich von MA/LU, dem Großkraftwerk Mannheim und die BASF zu sehen ist
    tja, Deppen gibt es überall. Auch so eine Sache: die Weigerung für Stromtrassen. Keiner will schlechte Luft, aber WEHE da wird in einem 10x10km großen Wald eine 50m Schneise für Stromleitungen geplant, das geht aber mal echt GAR nicht. Sollen die das halt verbuddeln, kostet ja nur das 100fache. Aber dann später meckern, wenn der Strom 50Cent/KWh kostet und nicht mehr 30.... jaja...
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  14. #14
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    Avatar von Spiritogre
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    Deswegen sagte ich ja auch extra Offshore, wenn die irgendwo im Meer stehen stören die ja niemanden.
    Klar ist Stromspeicherung und auch Transport ein Problem, sonst könnte man ja einfach die Sahara mit Solarpanelen vollpflastern, was der Vegetation da sogar zu Gute kommen könnte.

    Das sind aber alles Dinge, wenn man da entsprechend Forschung reinstecken würde, die sicher irgendwann lösbar wären. Stattdessen das Geld in Kohle- oder Atomkraft zu investieren um jetzt "abgesichert" zu sein ist einfach viel zu kurz gedacht.
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  15. #15
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    Avatar von Herbboy
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    Zitat Zitat von Spiritogre Beitrag anzeigen
    Deswegen sagte ich ja auch extra Offshore, wenn die irgendwo im Meer stehen stören die ja niemanden.
    Nicht ganz: Du hast Offshore nur in Klammern geschrieben - damit meintest du dann also an sich beide Arten. Alles Offshore geht auch mit hoher Sicherheit gar nicht, da man nicht ALLES an Strom quer durch Europa befördern kann.

    Klar ist Stromspeicherung und auch Transport ein Problem, sonst könnte man ja einfach die Sahara mit Solarpanelen vollpflastern, was der Vegetation da sogar zu Gute kommen könnte.
    An einigen Stellen der Erde gibt es solche Projekte, manche Orte versorgen sich weitegehend selbst mit Solarstrom, ich meine neulich sogar was über eine sächsische Stadt gelesen zu haben, die das macht. Natürlich wäre es aber ab einer gewissen Distanz viel zu teuer, den Strom zu transportieren. So was wie eine Sahara-Versorgung wäre nur machbar, wenn sich viele Länder zusammentun und ganze subventionieren, damit es für die Menschen bezahlbar bleibt.

    Und was Kohle&Co angeht: das größte Problem sind die Firmen - denen kann man nicht einfach so quasi das "Recht" auf Umsatz streichen, was gewisse Verbote mit sich bringen würden, und dazu kommen noch die Arbeitsplätze. Da müssten sich dann aber eben die Bürger im Land einig werden, dass man den "Schaden" bezahlt, um aussteigen zu können. Man könnte zB den ganzen Leuten aus dem Kohlesektor das Geld, was zwischen ihrem alten Job und dem neuen Job fehlt, bezahlen - das müsste man dann als eine Art Pakt festlegen. Da besteht die "Gefahr", dass auch Leute, die einen neuen Job finden könnten, einfach nur das Geld nehmen - klar, das kann passieren. Aber die Schäden für die Zukunft durch ein unterlassenes Handeln sind halt vermutlich größer.
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  16. #16
    Erfahrener Benutzer
    Avatar von Spiritogre
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    Zitat Zitat von Herbboy Beitrag anzeigen
    Und was Kohle&Co angeht: das größte Problem sind die Firmen - denen kann man nicht einfach so quasi das "Recht" auf Umsatz streichen, was gewisse Verbote mit sich bringen würden, und dazu kommen noch die Arbeitsplätze. Da müssten sich dann aber eben die Bürger im Land einig werden, dass man den "Schaden" bezahlt, um aussteigen zu können. Man könnte zB den ganzen Leuten aus dem Kohlesektor das Geld, was zwischen ihrem alten Job und dem neuen Job fehlt, bezahlen - das müsste man dann als eine Art Pakt festlegen. Da besteht die "Gefahr", dass auch Leute, die einen neuen Job finden könnten, einfach nur das Geld nehmen - klar, das kann passieren. Aber die Schäden für die Zukunft durch ein unterlassenes Handeln sind halt vermutlich größer.
    Ach bitte, das ist ja wohl die dümmste Ausrede von allen. Was ist mit den Jobs, die durch die erneuerbaren Energien geschaffen würden? Das hebt sich letztlich wieder auf und ist bloß eine Umverteilung.
    Die Argumentation hat schon in den 80ern nicht gezogen als man begann in der Industriefertigung alles zu "robotisieren". Wieviele Berufe sind in den letzten 100 Jahren ausgestorben? Hunderte! Aber dafür wurden auch Hunderte neue geschaffen.

    Das schlimme ist doch hierzulande, dass die teils technologisch führenden Solaranlagen-Bauer alle reihenweise Pleite gingen und gehen, eben weil es keine Subventionen mehr gibt und kaum gab und die Chinesen die Technik kopieren und dann für die Hälfte der Kosten produzieren.

    Und seit wann hat eine Firma "Recht" auf Umsatz? Gerade die althergebrachten Energiekonzerne können ja umstrukturieren, da sie ja ohnehin das Geld haben. Sie wollen aber lieber billig fahren und möglichst viel Geld selbst einsacken statt es zu investieren.
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  17. #17
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    Avatar von Herbboy
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    Zitat Zitat von Spiritogre Beitrag anzeigen
    Ach bitte, das ist ja wohl die dümmste Ausrede von allen. Was ist mit den Jobs, die durch die erneuerbaren Energien geschaffen würden? Das hebt sich letztlich wieder auf und ist bloß eine Umverteilung.
    Die Argumentation hat schon in den 80ern nicht gezogen als man begann in der Industriefertigung alles zu "robotisieren". Wieviele Berufe sind in den letzten 100 Jahren ausgestorben? Hunderte! Aber dafür wurden auch Hunderte neue geschaffen.
    Ja eben, das ist ja auch meine Meinung. Aber erklär das mal den Leuten, die da beschäftigt sind auf einer Ebene, die nichts mit Verwaltung&co zu tun hat. Die sehen diese Optionen eben nicht, unter anderem auch wegen der Erfahrungen der Vergangenheit. Was meinst Du, was im Ruhrgebiet los sein würde, wo man schon mit mehreren Firmen wie zB Opel oder den geschlossenen Zechen die Erfahrung gemacht hat, dass etliche Ex-Arbeiter keinen neuen Job gefunden haben? Und dazu oben drauf kommt eben dann noch, dass die Firmen sich sträuben, weil es für sie teuer wird.

    Und DA wäre die einzigen beiden Lösungen, wenn man es mit Erklären und gut zureden nicht schafft, eben ein finanzieller Ausgleich, eine Art Absicherung ODER gesetzliche Zwänge. Bei letzterem würden dann halt ein Haufen Leute auf die Barrikaden gehen.

    Denn da braucht man sich nichts vorzumachen: STATISTISCH würde ein Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien bei den Arbeitsplätzen&co sicher gut sein - aber es würden viele der alten Arbeiter trotzdem dauerhaft arbeitslos werden oder nur einen schlechter bezahlten Job finden, denn die neu entstehenden Jobs bekommen oftmals andere, allein schon aus dem Grund, dass man bei Schließen des Energieerzeugungs-Standortes A nicht unbedingt an gleicher Stelle, sondern GANZ woanders einen neuen Standort eröffnet. Und welcher normale Arbeiter, erst Recht wenn er vlt. schon 50+ ist, zieht schon mal eben zB von Kerpen bei Köln nach Kassel, nur weil er VIELLEICHT dort dann statt nen Bagger zu bedienen die Qualitätskontrolle von Solarpanels durchführen könnte?



    Und seit wann hat eine Firma "Recht" auf Umsatz? Gerade die althergebrachten Energiekonzerne können ja umstrukturieren, da sie ja ohnehin das Geld haben. Sie wollen aber lieber billig fahren und möglichst viel Geld selbst einsacken statt es zu investieren.
    Das ist NICHT meine Meinung, sondern die Argumentation der Firmen - und die sind eben mächtig, können auch dann, wenn sie eigentlich unrecht haben, mit vielen Dingen Druck machen. RWE könnte - nur als Beispiel - zB der NRW-Regierung sagen: "Entweder ihr lasst uns weiter die Braunkohlesache betreiben, oder aber wie ziehen massiv Arbeitsplätze ab und gehen nach Niedersachsen." - jetzt darfst Du 3x raten, warum die NRW-Regierung nicht ohne wenn und aber sagt "Basta mit der Braunkohle!"
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  18. #18
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    Wenn sich die Antriebstechnik weiter ändert, dürften bei uns eine Menge Leute auf der Straße landen und eine Menge Wissen wertlos werden.
    Ein Elektromotor ist halt nicht so kompliziert wie ein Verbrenner, mit Kolben, Getriebe, Abgasanlage, ...

    Was aber natürlich kein Grund ist deutsche Autobauer und deren alternde Technik künstlich zu stützen. Das könnte sogar enorm kontraproduktiv sein.


    Zitat Zitat von Spiritogre Beitrag anzeigen
    Wasserstoff ist auch nicht ausgereift, vor allem ist die Herstellung auch sehr Energieaufwendig aber auch die Speicherung ist problematisch, weil die Wasserstoffatome durch die Tanks diffundieren.
    Mittlerweile gibt es für die Problematik der Lagerung durchaus Ansätze. Man mag es kaum glauben, zum Beispiel von einem deutschen Startup.

    Durch chemische Verbindung in sogenannten LOHC, lässt sich Wasserstoff in großen Mengen flüssig und sicher speichern und transportieren. Das Industrieöl kann am Zielort dann abgespalten und wiederverwendet werden. Allerdings nagt es am Wirkungsgrad.
    Andere chemische Verbindungen eignen sich vielleicht sogar direkt für einen Einsatz in PKWs, Stichwort Carbazol. Auch das gäbe einen geschlossenen Kreislauf.

    Ob Wasserstoff eine Zukunft hat, bleibt aber die Frage. Noch kann sie nicht mithalten und Elektro sprintet davon. Aber politisch wäre es überlegenswert sie zu forcieren. Immerhin ist Europa in der Forschung vorne mit dabei. Man würde sich damit unabhängiger von Asien machen, ganz zu schweigen von der problematischen Versorgung mit Lithium und Kobalt.

    Dass in China schon jetzt tausende LKWs und Busse auf der Straße sind, und das Versorgungssystem weiter ausgebaut wird, dürfte der Wasserstofftechnik sicher helfen.

    Solange es aber keine Schnelllader gibt die in zehn Minuten für 400 bis 500 Km Fahrleistung laden können wird sich ein E-Auto aber ohnehin nicht durchsetzen. Und bis dahin ist es wohl noch ein langer Weg, auch wenn Samsung immerhin an Schnellladetechnik für ihre Smartphones werkelt und da scheinbar gute Fortschritte macht.
    Das dürfte schon mit der nächsten Generation Einzug halten. Porsche hat die ersten 350-kW-Schnellader stehen und Audi setzt beim e-tron auch darauf. Wird sich nur erstmal kaum jemand leisten können.

  19. #19
    Erfahrener Benutzer
    Avatar von Enisra
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    Zitat Zitat von Loosa Beitrag anzeigen
    Wenn sich die Antriebstechnik weiter ändert, dürften bei uns eine Menge Leute auf der Straße landen und eine Menge Wissen wertlos werden.
    Ein Elektromotor ist halt nicht so kompliziert wie ein Verbrenner, mit Kolben, Getriebe, Abgasanlage, ...
    Man hat Heute auch noch relativ wenige Hufschmiede, Wagner oder Postkutschen

    SCHAFFT AUTOMOBILE MIT VERBRENNUNGSMOTOREN AB! - FÜR DIE PFERDEBETRIEBENE FORTBEWEGUNG

    mal ernsthaft, aber damit zu kommen ist dann schon so die Sprichwörtliche Umsetzung von "riding a dead horse"
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  20. #20
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    Wie schon oft hier geschrieben sehe ich die Probleme von E-Autos derzeit in:

    Der Reichweite - 80 bis 200 KM im Schnitt sind deutlich zu wenig
    Der Ladedauer - wer will bei einer längeren Autobahnfahrt alle paar Kilometer erst Stunden lang sein Fahrzeug lade?
    Herkunft des Stromes - ob nun der "saubere" Strom im Kohlekraftwerk produziert wird oder das Fahrzeug gleich Treibstoff verbrennt - der Umwelt ist damit nicht geholfen.
    Recyceln von Batterien - eines der großen Probleme. Derzeit haben die eine Lebensdauer von ca. 20000 KM, wenn ich recht gelesen habe und dann? Was kosten die dann einen Handelsvertreter mit weit mehr als 100000 KM pro Jahr, die Paketzusteller etc?

    Und nein, Wasserstoff ist da keine Lösung in Nordeuropa - Wassrstoff verbrennt mit Sauerstoff zu - wer weis es? - richtig - Wasserdampf. Und das macht sich im Winter nicht gut - Glatteis etc. Oder bei "Mütterchen Frost" in Rußland oder in Kanada etc. Der sollte zum Einen klimaneutral hergestellt und dann chemisch in Erdgas umgewandelt werden. Doch, doch - Wasserstoff>Erdgas geht schon heute.

    Ach ja: Ich bin im Übrigen für einen starken Ausbau des öffentlichen Nah- und Fernverkehr und für günstigere Fahrscheine - das wäre dann vielleicht - nebst einer Verteuerung des privaten Verkehrs - eine Möglichkeit Autos zu reduzieren. Denn im Grunde haben die Leute noch zu viel Geld - wenn die zu 90 Prozent allein im PKW unterwegs sind.
    Geändert von Xanbor (04.12.2018 um 18:12 Uhr)

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