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  • 1 Beitrag von LouisLoiselle
  • 1 Beitrag von Worrel
  1. #1
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    Mobilität von Morgen

    Oder Mobilitröt?

    Ich bin zwar Fahrradpendler, aber eMobile treffe ich mittlerweile fast täglich. Noch, selten genug um den Unterschied zu normalen Verbrennern auffallend zu registrieren. Was mir daran gefällt ist die Lautlosigkeit. eRoller, i3, Twizzy, ... leise säuselnd. Klar, wenn von von hinten einer überholt kommt das immer noch unerwartet. Aber reduzierter Verkehrslärm in der Stadt? Super!

    Jetzt bin ich über ein EU-Gesetz gestolpert (*), von UK durchgedrückt, das ab 2020 verpflichtend wird: AVAS.
    Weil lautlose Gefährte im Straßenverkehr ach so gefährlich sind müssen bald alle einen Tongenerator an Bord haben. Nicht abschaltbar.


    (Sekunde 45 und, noch besser, 1:24)

    Im Einzelnen hört sich das ja noch... ok an. Aber ich stelle mir gerade den kompletten Verkehr mit dem Scheiß vor. Lass mal ein paar Dutzend davon hintereinander fahren. Und ich wette mit unterschiedlichem Sounddesign von jedem Hersteller. Anstatt reduzierten Lärm zu begrüßen gibt es bald die Vuvuzelas der Verkehrswelt. Spass!

    Ja, mit unhörbaren Autos rechnet man nicht. Aber ist's so schwer sich darauf umzustellen nach rechts und links zu gucken, bevor man auf die Straße geht? Das gilt auch für den Radweg, da bin ich auch lautlos unterwegs!
    Anstatt sich auf Änderungen einzustellen wird gewohnter Krach künstlich am Leben erhalten. Ist das echt das Beste was uns einfällt?


    (*)
    Anfang kommenden Jahres beginnt die Produktion für den Kunden. Dann wird leider auch ein Detail an Bord sein, das schon heute im Testwagen steckt und bei Schritttempo mit einem unausstehlichen Heulton nervt: ein Soundgenerator. Das europäische Gesetz will es, dass ab 2020 jedes Elektroauto damit ausgestattet ist und das Teil sich nicht deaktivieren lässt. "Die Kunst unserer Entwickler ist es nun, diesen Ton nicht nach innen gelangen zu lassen", sagt Kelz.
    Mercedes erster Elektro-SUV EQC im Test: Das ist zum Heulen - SPIEGEL ONLINE

    Na Hauptsache die Fahrer bleiben von ihrem heulenden Auto verschont.

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  2. #2
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    Äh, du brauchst dir deswegen keine Sorgen zu machen - um alle Autos auf Elektro-Antrieb umzustellen reichen alle Ressourcen der Erde nicht aus. Verbrennungsmotoren, wenn auch mit aufbereitetem Erdgas oder H2O2 bleiben uns erhalten.

    Wobei mir in Erinnerung ist, daß dieses Problem schon vor einigen Jahren diskutiert wurde - warum es aber noch keine Lösung gibt, entzieht sich meiner Kenntnis.
    Geändert von Xanbor (16.06.2018 um 17:53 Uhr)

  3. #3
    Avatar von LouisLoiselle
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    louisloisell...
    Jemand, der Blind ist, könnte ein E-Fahrzeug durchaus überhören, da nutzt ja alles rechts und links gucken nichts. Genau so ältere Leute mit Gehörproblemen. Ausserdem klingt z.b.die Formel E ziemlich gut. Ich hab kein Problem mit so einem künstlichen Sound.
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    "Das ist keine Meinung, sondern Wissenschaft. Und Wissenschaft ist ein kaltherziges Biest mit einem Stahldildo zum Umschnallen" Vincent Masuka

  4. #4
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    Zitat Zitat von Xanbor Beitrag anzeigen
    Äh, du brauchst dir deswegen keine Sorgen zu machen - um alle Autos auf Elektro-Antrieb umzustellen reichen alle Ressourcen der Erde nicht aus. Verbrennungsmotoren, wenn auch mit aufbereitetem Erdgas oder H2O2 bleiben uns erhalten.
    Seit 50 Jahren geht uns das Öl aus und seit mehreren hundert Jahren heißt es verlässlich, dass die Agrarflächen der Erde nicht reichen um die Menschheit zu ernähren.

    Laut MIT Massachusetts sind fünf Rohmaterialien bei der Akkuherstellung besonders zu beobachten. Lithium, Kobalt, Magnesium, Nickel und Karbon. Davon ist nur Kobalt wirklich kritisch, weil die Hauptquelle dafür der Kongo ist. Nicht die Seltenheit ist das Problem, sondern die Möglichkeit der Förderung in einem Krisengebiet. Mittelfristig wird es wohl trotzdem keine Engpässe geben müssen. Selbst wenn der Bedarf enorm steigt.

    Außerdem, Bleiakku, Nickel-Cadmium, Natrium-Schwefel, ... wer sagt denn, dass Lithium-Ionen-Akkus der Weisheit letzter Schluss sind?
    Selbst die oft genannten Seltenen Erden sind ein Witz. Das sind die am häufigsten vorkommenden Elemente die es überhaupt gibt. Nur die Gewinnung ist/war schwierig, deshalb der Name.

    Aber vielleicht sind Akkus wirklich nicht die Lösung und es kommen doch die Brennstoffzellen. Auch lautlos. Oder etwas anderes.
    Ineffizienter und lauter als Verbrenner kann es aber kaum werden. Meh, vergaß das Thema. Lauter kann es trotzdem werden. Ich kann Protzen-Motoren nicht ausstehen. Aber die sind immer noch um Welten besser als dieses sounddesignte Heulen.

  5. #5
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    Zitat Zitat von LouisLoiselle Beitrag anzeigen
    Jemand, der Blind ist, könnte ein E-Fahrzeug durchaus überhören, da nutzt ja alles rechts und links gucken nichts. Genau so ältere Leute mit Gehörproblemen.
    Das ist das einzig Sinnvolle an der Geschichte, und wird ja auch als Argument für das Gesetz genommen.

    Aber ist das Gehör von Blinden nicht enorm ausgeprägt? Können die wirklich nicht die Rollgeräusche vernehmen?
    Wenn ich aufpasse fällt selbst mir das auf. Aber ich bin auch so ein Spießer, der sich tatsächlich umsieht und Augenkontakt sucht, bevor er abbiegt oder auf die Straße rennt.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Loosa Beitrag anzeigen
    Aber ich bin auch so ein Spießer, der sich tatsächlich umsieht und Augenkontakt sucht, bevor er abbiegt oder auf die Straße rennt.
    Hierzuorts habe ich noch kein e-Auto wahrgenommen - daher gehe ich durchaus auch nach Gehör über die Straße, ohne mich umzuschauen. Aber dank deines Postings werde ich mir das wohl wieder angewöhnen müssen.
    Dem Sprach ist ein schwerer Vogel mit mattigfalten Händen, der fluglärms nach der Nachten trotzt.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Worrel Beitrag anzeigen
    Hierzuorts habe ich noch kein e-Auto wahrgenommen - daher gehe ich durchaus auch nach Gehör über die Straße, ohne mich umzuschauen. Aber dank deines Postings werde ich mir das wohl wieder angewöhnen müssen.
    Ich hatte mal einen in der Klasse, der immer ohne zu gucken die Straße überquerte. Aus Prinzip. Schließlich müssen Autos ja auf ihn, als Fußgänger, Rücksicht nehmen. Ich frag mich, was aus dem geworden ist.

    Aber, jupp, in meiner Ecke treffe ich fast täglich auf Elektro. Nebenan hat eine Familie gleich zwei Twizzys. Im Winter muss deren Nachwuchs am Rücksitz echt leidensfähig sein! Manchmal ein i8, und einige i3 als Gemeinde-Carsharing. Sie sind selten, aber sie sind im Verkehr. IMO nichts, worauf man sich nicht anpassen könnte.

    Wie gesagt, ich bin ein enorm vorrausschauender Radler. So gesehen mehr als spießig. Aber ich komme mindestens monatlich in Situationen, wo mich ansonsten jemand vom Rad rasieren würde. Deswegen denke ich, dass man sich auch auf lautlos einstellen kann. Solange alle Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen.

    Und deswegen kotzt mich AVAS so an. Weil Nicht-denken als Ausgangsbasis genommen wird. Bin gespannt, wie nervig das wirklich wird.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Loosa Beitrag anzeigen
    Ich hatte mal einen in der Klasse, der immer ohne zu gucken die Straße überquerte. Aus Prinzip. Schließlich müssen Autos ja auf ihn, als Fußgänger, Rücksicht nehmen.
    Ne, das ist ja Quatsch. Straße ist für Autos da.
    Außerdem ist es im Fall Auto vs Fußgänger für mich weniger Zeitaufwand, mal kurz stehen zu bleiben als für das Auto, anzuhalten und zu warten bis der lahmarschige Fußgänger wieder von der Fahrbahn verschwindet.
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    Dem Sprach ist ein schwerer Vogel mit mattigfalten Händen, der fluglärms nach der Nachten trotzt.

  9. #9
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    wer 'blind' über die Straße läuft, braucht sich nicht wundern wenn er mal fast angefahren wird. Man hat sich gefälligst umzuschauen, das lernt man bereits im Kindergarten oder noch früher. Außerdem sollen Zebrastreifen und grüne(!) Ampel genutzt werden, wenn vorhanden. Ich hasse es wenn Leute zwar Drückerampeln betätigen aber dann keine 30 Sekunden warten können und doch bei rot loslatschen müssen. Genauso hat man als Radfahrer zu klingeln und zwar früh genug, dass Fußgänger nicht erschrecken und Zeit haben den Weg freizumachen.



  10. #10
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    Avatar von Herbboy
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    Zitat Zitat von LOX-TT Beitrag anzeigen
    wer 'blind' über die Straße läuft, braucht sich nicht wundern wenn er mal fast angefahren wird. Man hat sich gefälligst umzuschauen, das lernt man bereits im Kindergarten oder noch früher.
    nichts für ungut, aber Jahrzehntelang gehörte die Tatsache, dass jedes Fahrzeug ein deutliches Geräusch von sich gab, mit dazu, wie man sich im Straßenverkehr bewegte. Klar: ganz "blind" sollte man nicht gehen, aber das Gehörte war an sich schon immer ein Teil dessen, was man für seine Entscheidung, wie man sich bewegt, mit einbezog. Wenn dann plötzlich was lautloses, und im Gegensatz zur Formel-E - ein doofer Vergleich btw - sind kleine E-Autos wirklich fast lautlos, als neuer "Player "dazukommt, halte ich das für nicht ungefährlich.

    Wenn auf einer Straße nix los ist und es ruhig ist, man nichts wahrnimmt, dann gehen viele nun mal auch mal rüber, ohne nochmal genau in alle Richtungen zu schauen. Davon kann sich so gut wie niemand freimachen. ICH finde es daher völlig in Ordnung, wenn auch E-Fahrzeuge ein gewisses Geräusch von sich geben. Natürlich kein Warnton, der so laut wie ein LKW-Horn ist, aber ein "fast geräuschlos" halte ich für gefährlich. Viele normale Autos im Leerlauf sind ja schon laut genug - das würde völlig reichen. Manche e-Autos sind aber echt noch viel leiser. Das geht IMHO nicht.

    Ein Radfahrer ist zwar beispielsweise auch leise, aber ein Rad ist ja schmal, dass kann problemlos - wenn es auf der Straße fährt und ein Fußgänger am Straßenrand entlanggeht - aus Vorsicht einfach mal in der Mitte der Fahrbahn fahren anstatt am rechten Rand, und wenn der Fußgänger dann die Straße betritt, ist das Rad schon im Voraus quasi ausgewichen. Bei einem Auto geht das aber nicht.


    Das ist btw auch ein weiterer Punkt: ich fahre viel Rad und muss sehr oft vorsichtshalber sehr kurzfristig weiter links fahren, weil ich sehe, dass ein Fußgänger möglicherweise gleich die Fahrbahn betritt oder dass eine Autotür gleich aufgehen könnte - da habe ich keine Zeit, mich auch noch umzudrehen, da MUSS ich sofort nach links und muss auch hören, ob hinter mir was abgeht - wenn dann da ein Auto fährt, das ich nicht höre, wäre das fatal. Auch deswegen müssen E-Autos IMHO einen gewissen "Lärm" machen. Ein normales Auto höre ich und könnte dann im Zweifelsfall bremsen statt auszuweichen.

    Außerdem sollen Zebrastreifen und grüne(!) Ampel genutzt werden, wenn vorhanden.
    ja, WENN. Es gibt belebte Straßen, da hast du über 300-400m keinen regulären Übergang, oder auch einfach nur stinknormale Wohnviertel, wo gar nicht so viel Verkehr ist, als dass Übergänge nötig wären. Gerade DA geht "man" dann auch mal nach Gehör auf die Straße. Nicht NUR, aber das Gehörte fließt nun mal in die Wahrnehmung mit ein, und da müsste man erst eine Weile Umlernen, wenn quasi lautlose Karren unterwegs wären.

    Ich hasse es wenn Leute zwar Drückerampeln betätigen aber dann keine 30 Sekunden warten können und doch bei rot loslatschen müssen.
    ich auch, es gibt aber auch Ampeln, wo es irre lange dauert, vor allem gefühlt, auch Ampeln, wo Fußgänger nach 5 Sekunden Rot bekommen, in die gleiche Richtung fahrende Autos aber ne Minute grün haben und DANN erst noch der Querverkehrt ne Minute grün hat, und wenn an so einer Ampel weit und breit nix zu sehen ist, dann ist es legitim, wenn die Leute auch mal bei Rot rübergehen, solange kein Kind dabei ist.


    Genauso hat man als Radfahrer zu klingeln und zwar früh genug, dass Fußgänger nicht erschrecken und Zeit haben den Weg freizumachen.
    nein, "hat" man nicht, außer die Passanten sind im Weg (bei vorhandenem Radweg besonders ärgerlich - niemand würde einfach so unbeeindruckt auf einer Straße langgehen...) oder erwecken den Eindruck, dass sie gleich quer über den Weg laufen wollen. Aber wenn sichtbar genug Platz da ist, finde ich es sogar frecher und unangebrachter zu klingeln, als einfach nur vorbeizufahren. Wenn man klingelt denken die Fußgänger, sie stünden im Weg, selbst wenn es gar nicht so ist, und erschrecken (fast) IMMER. Wenn man einfach nur vorbeifährt, dann erschrecken nur die Flitzpiepen, die (obwohl sie geradeaus gehen und keinerlei Richtungswechsel im Sinn haben) meinen, das sie unglaublich knapp an einem Unfall vorbeischrammten, weil ein Rad 30cm an denen vorbeifährt... oft Leute, die eh jeden Radfahrer mit einem Speed >10km/h als "Rowdie" betrachten... bei nem Jogger würden die komischerweise btw. nicht erschrecken, keine Ahnung warum, die sind oft schneller als ein durchschnittlicher Radler....

    ps: ich fahre auch viel Auto und bin viel zu Fuß unterwegs, ich kenne also alle drei Seiten.
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