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makoto68

Weihnachten, ohh du Schöne!

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von am 24.12.2017 um 03:26 (65 Hits)
Ach du schöne Weihnachtszeit, ach so schöne Oberfläche, mich beschleicht das Verlangen, sie polieren zu wollen, für ein gutes Gefühl, ein bisschen, mehr werde ich wohl nicht raussaften können. Habe schon lange nicht mehr darunter geblickt, sind eh nur Kakerlaken oder Kellerasseln zu finden und modriger Gestank. Aber vielleicht ist es besser tiefer zu graben, also solange, bis es dunkler wird, die Luft dünner, dort wo es genauso anstrengend wird, so als wenn ich einen Achttausender besteige, nur ist es dort die weiße Langeweile, ich könnte ja nach der schwarzen graben? Oder besser doch auf der Oberfläche bleiben, natürlich, keine Sorge du armes Kind. Hattest du Angst? Lese weiter wenn du Mut hast, aber erwarte nichts und opfere brav deine Vorstellungen, gut so.

Verfluchter Zellhaufen, Wut, Erregung, vielleicht nur tierische Instinkte, die mich im Rang der Nahrungskette halten sollen, weil es sich so ergab, weil einst der Zufall in diese Richtung gezeigt hatte, in der Vergangenheit, also ein anderer Jetzt-Punkt, mehr nicht.

Ok wir können reden, wir können uns unsere ach so tolle Lebenserfahrung in die Ohren schmieren, dann irgendwie daran glauben, dass wir existieren, bis alles wieder vorbei geht und andere Notwendigkeiten uns nerven. Ich weiß, es ist nicht wichtig, ob wir existieren oder nicht, es macht keinen Unterschied. Ich finde, guter Humor ist doch, wenn ich sehe, wie du dich an diesen Erscheinungen festhältst, mit dem irrwitzigen Glauben, da sei was Festes, dabei schwebst du eher im leeren Raum, eine Erscheinung umklammernd, die nichts weiter als Nichts ist. Du rufst dabei, "jetzt hab ich es, ich fühle mich sicher!". Herrlich, ich könnte mich jedesmal totlachen, also, noch toter als wir schon sind.

Mein Onkel Relativ hat mir mal an einem netten Abend gesteckt (uns beiden war NULL langweilig!), das Nichts ist zu Etwas "kondensiert" und dieses Kondensat wäre das zum Sein gewordene Paradoxon, der ewige, unvermeintliche Widerspruch. Heilige Scheisse, habe ich geschrien, das war schon immer so und nicht mal der Guru der Gurus und dessen Oberhaupt weiß warum. Aber vielleicht gelingt es mir, dem Fool, in dieses Mysterium einzudringen, man muss natürlich verrückt genug sein und den Ego, den Intellekt an die Kette legen, im das Maul stopfen, zeigen wer der Boss ist um sich danach wieder süßlich zu vertragen, aber diesmal mit der richtigen Hierarchie.

So mein Freund, für heute ist es gut. Jetzt geh wieder zurück, die Notwendigkeiten rufen, also auch deine Frau. Vergesse nicht die Maske, die Show und deine Illusionen und Schmerzen. Nun gut, dann nenne mich einen Lügner, einen Verrückten, geh weiter, ich schaue dir noch hinterher, bis ich von dir nur noch eine trübe Bohnenstange sehe, die sich dann in deinem trüben Schleier auflöst, diesem ekligen Nebel, aus diesem dreckigen Gelb.
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